Ens
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ēns lat.-deu. glhrt. 'Seiende',
Anm. KF: lat. ēns entsricht der Wortendung dt. -end, ēns als Seiendes zu übersetzen ist falsch, das wenn lat. essentia aufgrund von esse 'sein' und -entia 'Seinheit' als Seiendes zu übersetzen ist, welches wiederum als Essenz übersetzt wurde.
Das Ens (lateinisch ēns [seiend], Partizip Präsens von lateinisch esse [sein]; Plural entia) ist ein Begriff der Philosophie, insbesondere der Scholastik.
Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet; die Wortbedeutung variiert entsprechend:
- ēns reāle: „das wirkliche (vom Bewusstsein unabhängige) Ding an sich, das reale Sein, das wirkliche Wesen“[1]
- ēns ratiōnis: „das (nur) gedachte Ding, das Gedankending“[1]
- ēns ratiōnis cum fundāmentō in rē: „das in der Sache begründete Gedankending“
- ēns realissimum: „das allerwirklichste Sein = Gott“[1]
- ēns ā sē: „das Durchsichselbstseiende“; siehe Aseität.
- ēns perfectissimum: Zur Bezeichnung Gottes bei Descartes
Der Gegensatz Nicht-Seiendes (lateinisch non ēns[2]) wird auch als „Unding“ bezeichnet.