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„bevor“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
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<p>be + vor |&nbsp;‘ehe, früher als’. Durch Zusammenrückung von&nbsp;ahd.&nbsp;''bī''&nbsp;‘bei’ und&nbsp;''fora''&nbsp;‘vorher, früher’ entsteht das 'Ustw.&nbsp;ahd.&nbsp;''bifora''&nbsp;(um 800),&nbsp;mhd.&nbsp;''bevor''&nbsp;lokal ‘vor, vorn, voraus’ (so noch in&nbsp;nhd.&nbsp;''bevorstehen''), zeitlich ‘vorher, vorhin’ (vgl. auch&nbsp;asächs.&nbsp;aengl.&nbsp;''beforan'',&nbsp;engl.&nbsp;''before'').</p>
<p>[[be-]] + [[vor]] |&nbsp;‘ehe, früher als’. Durch Zusammenrückung von&nbsp;ahd.&nbsp;''bī''&nbsp;‘bei’ und&nbsp;''fora''&nbsp;‘vorher, früher’ entsteht das 'Ustw.&nbsp;ahd.&nbsp;''bifora''&nbsp;(um 800),&nbsp;mhd.&nbsp;''bevor''&nbsp;lokal ‘vor, vorn, voraus’ (so noch in&nbsp;nhd.&nbsp;''bevorstehen''), zeitlich ‘vorher, vorhin’ (vgl. auch&nbsp;asächs.&nbsp;aengl.&nbsp;''beforan'',&nbsp;engl.&nbsp;''before'').</p><p>Der adverbielle Gebrauch hält sich im&nbsp;Dt.&nbsp;bis ins 18. Jh. Zeitliches&nbsp;''bevor'', das häufig mit konjunktionalem&nbsp;''ehe''&nbsp;gekoppelt ist (''… bevor, ehe …''), tritt vom 16. Jh. an allmählich in den abhängigen Satz über (anfangs oft in der Formel&nbsp;''ehe und bevor'') und wird zur satzeinleitenden Konjunktion.</p>
 
<!-- /wp:paragraph --><!-- wp:paragraph --><p>Der adverbielle Gebrauch hält sich im&nbsp;Dt.&nbsp;bis ins 18. Jh. Zeitliches&nbsp;''bevor'', das häufig mit konjunktionalem&nbsp;''ehe''&nbsp;gekoppelt ist (''… bevor, ehe …''), tritt vom 16. Jh. an allmählich in den abhängigen Satz über (anfangs oft in der Formel&nbsp;''ehe und bevor'') und wird zur satzeinleitenden Konjunktion.</p>

Aktuelle Version vom 10. Dezember 2023, 18:34 Uhr

be- + vor | ‘ehe, früher als’. Durch Zusammenrückung von ahd. bī ‘bei’ und fora ‘vorher, früher’ entsteht das 'Ustw. ahd. bifora (um 800), mhd. bevor lokal ‘vor, vorn, voraus’ (so noch in nhd. bevorstehen), zeitlich ‘vorher, vorhin’ (vgl. auch asächs. aengl. beforan, engl. before).

Der adverbielle Gebrauch hält sich im Dt. bis ins 18. Jh. Zeitliches bevor, das häufig mit konjunktionalem ehe gekoppelt ist (… bevor, ehe …), tritt vom 16. Jh. an allmählich in den abhängigen Satz über (anfangs oft in der Formel ehe und bevor) und wird zur satzeinleitenden Konjunktion.