„Monarchie“ – Versionsunterschied
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Monarchie [[Sprachstufe::agr.-deu.]] | Monarchie [[Sprachstufe::agr.-deu.]] | ||
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Der Begriff '''Monarchie''' ({{grcS|μοναρχία|monarchía|de=Alleinherrschaft}}, aus {{lang|grc|μόνος|monos|de=ein}}, und {{lang|grc|ἄρχειν|archein|de=herrschen}}) bezeichnet eine [[Staatsform]] mit einer Person, dem Monarchen, welche das Amt des [[Staatsoberhaupt]]s typischerweise auf Lebenszeit oder bis zur Abdankung innehat. Als Staatsform bildet die Monarchie das Gegenstück zur [[Republik]].<ref>{{Literatur |Autor=Eckhard Jesse |Titel=Republik/Republikanismus |Sammelwerk=Handbuch Staat |Verlag=Springer Fachmedien Wiesbaden |Ort=Wiesbaden |Datum=2018 |DOI=10.1007/978-3-658-20744-1_53 |Seiten=587–597}}</ref> | |||
Der Begriff '''Monarchie''' ( | |||
Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach | Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach [[Regierungssystem|Regierungsformen]] stark unterschiedlich ausfallen, das Spektrum reicht von fast keiner ([[#Parlamentarische Monarchie|parlamentarische Monarchie]]) über eine durch eine [[Verfassung]] begrenzte ([[konstitutionelle Monarchie]]) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht ([[Absolutismus|absolute Monarchie]]).<ref>{{Internetquelle |url=https://www.superprof.at/blog/monarchie-uebersicht-formen-geschichte/ |titel=Monarchie: Definition, Geschichte und Formen |sprache=de-AT |abruf=2026-07-01}}</ref> | ||
Zusätzlich wird zwischen [ | Zusätzlich wird zwischen [[Erbmonarchie|Erb-]] und [[Wahlmonarchie]] unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch [[Erbfolge]], in der zweitgenannten durch eine [[Königswahl|Wahl]] meist auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine [[Gottesgnadentum|göttliche Bestimmung]] zurückgeführt (sakrale Elemente). | ||
Die [ | Die [[Staatstheorie]] beziehungsweise -[[ideologie]], die die Monarchie rechtfertigt, ist der [[Monarchismus]] oder auch Royalismus. Zur gelegentlich vorkommenden parallelen Herrschaft mehrerer Monarchen siehe [[Dyarchie]]. | ||
== Geschichtliche Entwicklung == | == Geschichtliche Entwicklung == | ||
Die Art von Monarchie, welche sich in Auslegung auf eine [[Gottheit]] oder auf einen vergöttlichten Ursprungsheros und dessen [[Abstammungslinie]] legitimiert, ist Merkmal der [[Stammesgesellschaft|gentilizischen]] und traditionellen Gesellschaft, soweit in ihr der Familienverband und das System der Abstammung großes Gewicht haben. | |||
Die Art von Monarchie, welche sich in Auslegung auf eine [ | |||
{{Belege fehlen}} | |||
Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs ([[Gottkönig]], [[Sakralkönigtum]]) ist möglich. Ein Beispiel dafür ist das [[Altes Ägypten|alte Ägypten]], wo der [[Pharao]] als zukünftiger Gott verehrt wurde. Für andere Kulturkreise lässt sich das Königtum bei den [[Maya-Zivilisation|Maya]] oder das [[kaiser]]liche System im [[Kaiserreich China|alten China]] aufrufen, das den Herrscher unter anderem als „Sohn des Himmels“ ({{zh|c=天子|p=tiānzi}}) bezeichnete, in seiner Herrschaft ein „[[Mandat des Himmels]]“ ({{zh|kurz=1|c=天命|p=tiānmìng}}) erblickte und ihm dadurch absolute Macht verlieh. | |||
== Antike Theoriebildung == | |||
Im [[Antikes Griechenland|antiken Griechenland]] wurde Monarchie zunächst [[pejorativ]] verstanden und synonym zur [[Tyrannis]] verwendet. In der [[Attische Demokratie|attischen Demokratie]] wurde das Wort dann auf die mythischen Könige wie [[Theseus]] angewendet, nicht aber auf die negativ bewerteten Herrscher des [[Perserreich]]s. [[Herodot]] (ca. 480–420 v. Chr.) bezeichnet die „guten“ Alleinherrscher, die am [[Gemeinwohl]] orientiert sind, als Monarchen.<ref name="DNP 352">[[Justus Cobet]]: ''Monarchia.'' In: ''[[Der Neue Pauly]]'', Band 8: Mer–Op. J.B. Metzler, Stuttgart 2000, S. 352.</ref> Auch bei [[Platon]] (427–347 v. Chr.) ist die Monarchie die am Gemeinwohl orientierte idealtypische Herrschaft eines Einzelnen.<ref>Platon, ''Politikos'', 291c–303d.</ref> Dies Verständnis wurde zunächst von seinem Schüler [[Aristoteles]] (384–324 v. Chr.) und später vom griechischen Historiker [[Polybios]] (um 200 v. Chr. bis etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt. Sie fällt wie die Tyrannis unter die Herrschaft eines einzelnen: Aristoteles benutzt hierfür Monarchie als Oberbegriff, der die gute ''Basilie'' ({{lang|grc|βασιλεία|de=Königsherrschaft}}) und die schlechte Tyrannis umfasst.<ref name="DNP 352" /> | |||
Grundsätzlich war in der antiken Staatstheorie das Konzept verbreitet, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (Monarchie, [[Aristokratie]] und [[Demokratie]]) ein entartetes, nur an den Einzelinteressen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (Tyrannis, [[Oligarchie]], [[Ochlokratie]]). Aus der Erkenntnis heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem Polybios die Idee des [[Verfassungskreislauf]]s entwickelt, die diese Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt.<ref>Polybios 1,1,6,3–10.</ref> Empirisch haben die antiken Autoren aber vor allem Mischformen gefunden.<ref>[[Wilfried Nippel]]: ''Politische Theorien der griechisch-römischen Antike.'' In: [[Hans-Joachim Lieber]] (Hrsg.): ''Politische Theorien von der Antike bis zur Gegenwart.'' [[Bundeszentrale für politische Bildung]], Bonn 1993, S. 29 ff. und 39 ff.</ref> | |||
{| class="wikitable float-center" | {| class="wikitable float-center" | ||
|+ Grundformen der Verfassungen (nach Polybios) | |+ Grundformen der Verfassungen (nach Polybios) | ||
! Anzahl der<br />Herrscher || Gemeinwohl || Eigennutz | |||
! Anzahl der<br>Herrscher | |- | ||
| ''Einer'' || Monarchie bzw. Basilie || Tyrannis | |||
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| ''Einer'' | |- | ||
| Monarchie bzw. Basilie | | ''Alle'' || Demokratie bzw. [[Politie]] || Ochlokratie | ||
| Tyrannis | |||
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| ''Einige'' | |||
| Aristokratie | |||
| Oligarchie | |||
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| ''Alle'' | |||
| Demokratie bzw. [ | |||
| Ochlokratie | |||
|} | |} | ||
== Mittelalter == | == Mittelalter == | ||
{{ | Im 15. Jahrhundert wurde im [[römisch-deutsches Reich|römisch-deutschen Reich]] verfassungspolitisch zwischen dem König, der unter Einbeziehung der [[Kurfürst]]en und [[Reichsfürst]]en regierte, und dem alleinherrschenden Monarchen ''(monarcha, unus princeps)'' unterschieden.<ref>{{Literatur |Autor=[[Eberhard Isenmann]] |Hrsg=Rainer C. Schwinges, Christian Hesse, Peter Moraw |Titel=König oder Monarch? Aspekte der Regierung und Verfassung des römisch-deutschen Reichs um die Mitte des 15. Jahrhunderts. |Sammelwerk=Europa im späten Mittelalter. Politik – Gesellschaft – Kultur |Reihe=Historische Zeitschrift. Beihefte |BandReihe=40 |Verlag=Oldenbourg |Ort=München |Datum=2006 |ISBN=3-486-64440-8 |Seiten=71–98}}</ref> Angesichts einer „Vielheit von Herrschaftsgewalten“ ''(pluralitas principum)'' sei der König, wie der [[Liste der Bischöfe von Trier|Erzbischof von Trier]] [[Jakob I. von Sierck]] 1452/53 konstatierte, kein Monarch, dem „jedermann in sämtlichen Sachen gehorchen müsse“, oder wie zeitgleich Enea Silvio Piccolomini, der Sekretär König [[Friedrich III. (HRR)|Friedrichs III.]] und spätere Papst [[Pius II.]], schrieb, „der befehlen und zwingen könne“. Nach seiner Auffassung sollte der König aber, im Gegensatz zu der Vorstellung des Kurfürsten, von Rechts wegen ein Monarch sein. Dies deckte sich mit den Lehren der am [[Kanonisches Recht|römisch-kanonischen Recht]] ausgebildeten Juristen im Reich, die den König und Kaiser als ''imperator modernus'' und ''princeps'', als Nachfolger der [[Liste der römischen Kaiser der Antike|antiken Imperatoren]] betrachteten und ihm eine entsprechende „Machtvollkommenheit“ ''(plenitudo potestatis)'' zusprachen. Diese Position vertraten die kaiserliche Seite und insbesondere der rechtsgelehrte kaiserliche Fiskal, aber auch in Rechtsgutachten gelehrte Juristen und Räte von Fürsten und Juristen von Reichsstädten.<ref>{{Literatur |Autor=Eberhard Isenmann |Hrsg=Roman Schnur |Titel=Reichsrecht und Reichsverfassung in Konsilien reichsstädtischer Juristen (15.–17. Jahrhundert) |Sammelwerk=Die Rolle der Juristen bei der Entstehung des modernen Staates |Verlag=Duncker & Humblot |Ort=Berlin |Datum=1986 |ISBN=3-428-06044-X |Seiten=545–628}}</ref> Demnach besaß der Kaiser eine am Recht und an den bestehenden Gesetzen orientierte „ordentliche“ Rechtsmacht ''(ordinaria potestas)'' und eine „absolute“ oder „freie“, von den menschlichen Gesetzen entbundene Rechtsmacht ''(absoluta potestas)''. Die Kurfürsten forderten Kaiser Friedrich III. 1486 auf, gegenüber dem kaiserlichen Kammergericht künftig nur seine „ordentliche Gewalt und nicht die Vollkommenheit der kaiserlichen Gewalt“ zu gebrauchen und auf Eingriffe in den Gang der Rechtsprechung zu verzichten. Ein Wandel weg von einer monarchischen Auffassung von der königlich-kaiserlichen Herrschaftsgewalt vollzog sich seit der Reichsreformgesetzgebung des [[Reichstag zu Worms (1495)|Wormser Reichstags von 1495]] und der [[Wahlkapitulation]] [[Karl V. (HRR)|Karls V.]] von 1519, als der Vertragscharakter bei der Gesetzgebung und in den Beziehungen zwischen Kaiser und [[Reichsstände]]n deutlich hervortrat, die Gewalt des Kaisers daher als „limitiert“ erschien und das Reich eher als Aristokratie denn als Monarchie klassifiziert wurde. Von juristischer Seite nahm im frühen 16. Jahrhundert vor allem [[Ulrich Zasius]] in Rechtsgutachten eine rechtliche Einhegung der kaiserlichen ''summa potestas'' und ''plenitudo potestatis'' vor.<ref>{{Literatur |Autor=Eberhard Isenmann |Hrsg=Orazio Condorelli |Titel=Der römisch-deutsche König und „imperator modernus“ als „monarcha“ und „princeps“ in Traktaten und deutschen Konsilien des 15./16. Jahrhunderts |Sammelwerk="Panta rei". Studi dedicati a Manlio Bellomo |Band=3 |Verlag=Il Cigno Edizioni |Ort=Rom |Datum=2004 |Seiten=15–79}}</ref> | ||
== Wahl- und Erbmonarchie == | == Wahl- und Erbmonarchie == | ||
{{Hauptartikel|Wahlmonarchie|Erbmonarchie}} | |||
Die [[Wahlmonarchie]] (mit oft eingeschränktem Kandidaten- und Wählerkreis) scheint historisch älter als die [[Erbmonarchie]] zu sein, da sie die [[Bürgerkrieg]]sgefahr bei der Erbfolge erfolgreich verringerte. Das [[Königreich Polen]] und das [[Heiliges Römisches Reich|Heilige Römische Reich Deutscher Nation]] waren bis zu ihrem Ende Wahlmonarchien. Folgende vier Länder sind gegenwärtig Wahlmonarchien: der [[Vatikanstadt|Vatikan]], [[Kambodscha]], [[Malaysia]] und die [[Vereinigte Arabische Emirate|Vereinigten Arabischen Emirate]]. | |||
In Europa war bis zur [[Christianisierung]] meist eine Form der Wahlmonarchie zu finden. Sowohl [[Germanen|germanische]] als auch [[Kelten|keltische]] [[Volksstamm|Stämme]] wählten ihre „[[Häuptling]]e“, welche jedoch in der Regel mächtigen und einflussreichen [[Klan|Familienclans]] entstammten. Dennoch galt für diese keine automatische Erbfolge wie in einer Erbmonarchie. Bei Tod oder bei Verlust des [[Königsheil]]s wurde ein neuer Anführer durch verschiedene Rituale ([[Thing]], [[Schilderhebung]]) gewählt oder [[Proklamation|proklamiert]]. In der [[Sächsische Ordnung|Sächsischen Ordnung]] wurde nur für die Zeit eines Krieges, eines [[Feldzug|Feld-]] oder Beutezuges ein [[Herzog]] gewählt, der nach Ende dieses Krieges wieder zum einfachen [[Freie]]n wurde. Eine andere Herrschaft wurde von den freien [[Bauernstand|Bauernkriegern]] abgelehnt. | |||
Diese [[Feudalismus|vorfeudalistische]] Ordnung, die teilweise [[Demokratie|demokratische]] Züge hatte, fand ihr Ende mit der Christianisierung. Als im [[Römisches Reich|Römischen Reich]] Kaiser [[Konstantin der Große]] mit dem [[Toleranzedikt von Mailand]] im Jahr 313 das [[Christentum]] den anderen Religionen gleichstellte, begann eine Allianz zwischen den [[Kirche und Staat|kirchlichen Institutionen und der staatlichen Autorität]]. Die damalige [[Kirche (Organisation)|Kirche]] legitimierte die absolute Herrschaft und die Erbfolge mit der Ideologie der [[Gottesgnadentum|Herrschaft von Gottes Gnaden]]. Im Gegenzug sicherte sie sich selbst dadurch eine privilegierte Stellung und [[Partizipation]] an der Macht, die sie in den meisten Ländern bis in die Zeit der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] behielt. | |||
Europa wurde im [[Mittelalter]] zunehmend von Erbmonarchien beherrscht: Der Monarch stand an der Spitze von Herrschaftsgebieten, die als [[Lehnswesen|Lehen]] an Gefolgsleute vergeben wurden. Dieses Feudalsystem bildete die Grundlage der Verwaltung und des Militärwesens in den beherrschten Gebieten, litt jedoch am zunehmenden Anspruch der Lehnsnehmer, selbst in Erbfolge über ihre Gebiete zu verfügen und aus diesen wiederum an Gefolgsleute Lehen zu vergeben. Bis zum Aufziehen früher Formen des modernen [[Staat]]s verliert der römisch-deutsche oder polnische Monarch daher faktisch immer weiter an Macht an den so gebildeten feudalen [[Adel]], wogegen die französische oder preußische Monarchie ihn entmachtete und eine [[Absolutismus|absolutistische]] Monarchie durchsetzen konnte. | |||
Europa wurde im [ | |||
== Formen der Monarchie == | == Formen der Monarchie == | ||
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert bildeten sich im Europa der [ | Im 19. und frühen 20. Jahrhundert bildeten sich im Europa der [[Neuzeit]] weitere Differenzierungen bzw. Subtypen heraus, die neben der Staatsform auch Aufschluss über das Regierungssystem bzw. die Machtverteilung geben. Die Unterteilung erfolgt heute meist in absolute, konstitutionelle und parlamentarische Monarchie.<ref>{{Literatur |Autor=Tobias Haas |Titel=Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme |Ort=Freiburg |Datum=2014 |Seiten=195f. |Online=https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:167292/datastreams/FILE1/content}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Peter Schwacke, Guido Schmidt |Titel=Staatsrecht |Auflage=5. |Ort=Stuttgart |Datum=2007}}</ref> Diese Trias wird auch von bedeutenden Politologen wie [[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]]<ref>{{Literatur |Autor=[[Karl Loewenstein (Jurist)|Karl Loewenstein]] |Titel=Die Monarchie im modernen Staat |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1952}}</ref>, [[Ernst Fraenkel (Politikwissenschaftler)|Ernst Fraenkel]]<ref>{{Literatur |Autor=[[Ernst Fraenkel (Politikwissenschaftler)|Ernst Fraenkel]] |Hrsg=Ernst Fraenkel, Karl Dietrich Bracher |Titel=Staatsformen |Sammelwerk=Staat und Politik |Auflage=3. |Ort=Frankfurt am Main |Datum=1964 |Seiten=317–319}}</ref> und [[Eckhard Jesse]]<ref>{{Literatur |Autor=[[Eckhard Jesse]] |Hrsg=Harald Geiss |Titel=Typologie politischer Systeme der Gegenwart |Sammelwerk=Grundwissen Politik |Reihe=Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung |BandReihe=345 |Auflage=3. |Ort=Bonn |Datum=1997 |Seiten=239–312}}</ref> verwendet. | ||
=== Absolute Monarchie === | === Absolute Monarchie === | ||
[[Datei: | {{Hauptartikel|Absolutismus}} | ||
[[Datei:Louis XIV of France.jpg|mini|hochkant|Ludwig XIV (1638–1715)]] | |||
In dieser Form besitzt der Monarch dem Anspruch nach die alleinige [[Staatsgewalt]]; der Adel verliert seine Position im Feudalsystem im Austausch gegen Privilegien im Staats- und Militärwesen. Der Monarch ist ''legibus absolutus'' ([[Latein]] für „von den Gesetzen losgelöst“), das bedeutet, dass er den Gesetzen, die er selbst erlässt, nicht untersteht. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig [[Ludwig XIV.|Ludwig XIV.]], dessen Selbstverständnis {{" |Sprache=fr |Text=L’État, c’est moi |Übersetzung=Der Staat bin ich}} als geradezu prototypisch für diese [[Soziokulturelle Evolution|Entwicklung]] angesehen werden kann. Der absolute Machtanspruch ist auf Dauer jedoch nicht gegen den Adel und das aufstrebende [[Bürgertum]] durchzusetzen; dort, wo die absolute Monarchie überlebt, nimmt sie einzelne Elemente der [[Republik]] oder [[Demokratie]] an. Trotz Schwierigkeiten in der Abgrenzung des Begriffes können heute (2022) [[Brunei]], die [[Vatikanstadt]], [[Saudi-Arabien]], [[Eswatini]], [[Katar]] und [[Oman]] als derzeit existierende absolute Monarchien gelten. In [[Nepal]] musste der bis dahin absolut regierende König im Frühjahr 2006 seine weitgehende Entmachtung hinnehmen.<ref>[http://news.bbc.co.uk/2/hi/south_asia/7158670.stm ''Nepal monarchy abolished''.] [[British Broadcasting Corporation|BBC]]</ref> Im Mai 2008 wurde in Nepal die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen. In [[Bhutan]] wurde die absolute Monarchie am 18. Juli 2008<ref>[http://www.telegraphindia.com/1080719/jsp/foreign/story_9569850.jsp ''Bhutan Constitution''] auf: ''telegraphindia.com'', Ausrufung der konstitutionellen Monarchie in Bhutan.</ref> durch eine Verfassung in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt. | |||
Die entartete, [[Despotie|despotische]] und selbstherrliche Form der absoluten Monarchie wird auch als ''Tyrannis'' bezeichnet. | |||
=== Konstitutionelle Monarchie === | === Konstitutionelle Monarchie === | ||
{{Hauptartikel|Konstitutionelle Monarchie}} | |||
[[Datei:Grundschema Konstitutionelle Monarchie.svg|mini|hochkant=1.5|Konstitutionelle Monarchie (Schema)]] | |||
In einer konstitutionellen Monarchie ist die Macht des Monarchen nicht mehr absolut, sondern durch die [[Verfassung]] (Konstitution) begrenzt und geregelt. Monarch und Parlament müssen sich die Macht teilen. So bedürfen Gesetze der Zustimmung beider Organe.<ref>{{Literatur |Autor=Tobias Haas |Titel=Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme |Ort=Freiburg |Datum=2014 |Seiten=189 |Online=https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:167292/datastreams/FILE1/content}}</ref> Die [[Regierung]] wird aber weiterhin vom Monarchen und nicht von einer [[Volksvertretung]] gelenkt und ist von diesem abhängig, d. h., er kann die Regierung absetzen. Beispiele dafür sind das [[Deutsches Kaiserreich|Deutsche Kaiserreich]] (1871–1918) sowie [[Monaco]] (seit 1911). Die konkrete Machtverteilung zwischen Parlament und Monarch variiert dabei und kann mal in die eine oder in die andere Richtung schlagen.<ref name=":0">{{Literatur |Autor=Tom Thieme |Titel=Die Staatsform Monarchie im 21. Jahrhundert. Typologie, Überblick und Vergleich |Datum=2017 |Seiten=313 |DOI=10.13109/tode.2017.14.2.309}}</ref> Das Fürstentum [[Liechtenstein]] ist zum Beispiel eine konstitutionelle Erbmonarchie, in der die Regierung vom [[Landtag des Fürstentums Liechtenstein|liechtensteinischen Landtag]] bestimmt und lediglich vom [[Liste der Herrscher von Liechtenstein|Fürsten]] ernannt wird. Allerdings ist die Regierung auch in Liechtenstein vom Vertrauen des Fürsten abhängig. Somit stellt das Fürstentum Liechtenstein eine konstitutionelle Monarchie mit stark demokratisch-parlamentarischen Zügen dar. | |||
=== Parlamentarische Monarchie === | === Parlamentarische Monarchie === | ||
[[Datei: | [[Datei:Grundschema Parlamentarische Monarchie.svg|mini|hochkant=1.5|Parlamentarische Monarchie (Schema)]] | ||
Parlamentarische Monarchien besitzen ein [[parlamentarisches Regierungssystem]]. Der Regierungschef und ggf. auch die anderen Regierungsmitglieder werden vom Parlament gewählt oder faktisch bestimmt und sind von dessen Vertrauen abhängig. Der Monarch hat im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie nicht die Möglichkeit, die Regierung abzusetzen.<ref>{{Literatur |Autor=[[Winfried Steffani]] |Titel=Parlamentarische und präsidentielle Demokratie. Strukturelle Aspekte westlicher Demokratien |Verlag=Opladen |Datum=1979 |Seiten=38f.}}</ref> Er übt in der Regel wenig bis gar keinen Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus, da diese vom Parlament und der Regierung geführt werden, die somit Träger der Staatsgewalt sind. Daher kommen dem Monarchen zumeist nur noch [[Repräsentativität|repräsentative]] und [[staatsnotar]]ielle Aufgaben zu, wie die formelle Ernennung des Regierungschefs und der Minister oder die Unterzeichnung von Gesetzen. Hierbei ist sein Spielraum stark begrenzt, da er die Entscheidungen des Parlaments nicht blockieren kann – er verfügt über kein Veto-Recht. Die Monarchie steht unter dem Primat des Parlaments und könnte sogar durch das Parlament oder ein Referendum abgeschafft werden.<ref>{{Literatur |Autor=Tobias Haas |Titel=Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme |Ort=Freiburg |Datum=2014 |Seiten=190f. |Online=https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:167292/datastreams/FILE1/content}}</ref> | |||
Fast alle westeuropäischen Monarchien haben sich im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu parlamentarischen Monarchien entwickelt. Die parlamentarische Monarchie ist in der Regel sukzessive als Folge von Demokratisierungsprozessen in den europäischen Monarchien entstanden. Sie ist das Resultat des Versuchs, die Monarchien zu demokratisieren, ohne sie abzuschaffen.<ref> | Fast alle westeuropäischen Monarchien haben sich im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu parlamentarischen Monarchien entwickelt. Die parlamentarische Monarchie ist in der Regel sukzessive als Folge von Demokratisierungsprozessen in den europäischen Monarchien entstanden. Sie ist das Resultat des Versuchs, die Monarchien zu demokratisieren, ohne sie abzuschaffen.<ref>{{Literatur |Autor=[[Klaus von Beyme]] |Titel=Die parlamentarische Demokratie. Entstehung und Funktionsweise 1789-1999 |Auflage=4. |Verlag=Opladen |Ort=Wiesbaden |Datum=2004}}</ref> Weitere Beispiele sind die 15 [[Commonwealth Realm|Commonwealth-Monarchien]].<ref>{{Literatur |Autor=Tobias Haas |Titel=Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme |Ort=Freiburg |Datum=2014 |Seiten=192f. |Online=https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:167292/datastreams/FILE1/content}}</ref> | ||
=== Abgrenzung === | === Abgrenzung === | ||
Was die Zuordnung einzelner Staaten zu der konstitutionellen oder der parlamentarischen Monarchie erschwert, ist die Tatsache, dass Verfassungstext und [ | Was die Zuordnung einzelner Staaten zu der konstitutionellen oder der parlamentarischen Monarchie erschwert, ist die Tatsache, dass Verfassungstext und [[Verfassungswirklichkeit]] häufig auseinanderklaffen. Rein [[verfassungsrecht]]lich, also [[de jure/de facto|de jure]] sind die meisten Monarchien konstitutionell, in der politischen Praxis aber ist die Mehrheit der Monarchien parlamentarisch. Die Monarchen verzichten auf die Wahrnehmung ihrer [[Prärogative]]n, mischen sich nicht in das politische Tagesgeschäft ein und beschränken sich auf ihre repräsentative und vermittelnde Rolle. Ausschlaggebend für die Zuordnung ist letztendlich {{" |nicht das Ausmaß der formellen Machtbefugnisse […], sondern die praktische Ausgestaltung des Amtes als Staatsoberhaupt}}.<ref name=":0" /> Krisen- oder Ausnahmesituationen können jedoch auch zu einem Wandel im Amtsverständnis führen.<ref name=":0" /> | ||
Im englischsprachigen Raum ist der Begriff ''parliamentary monarchy'' unüblich, weshalb hier stets von ''constitutional monarchy'' gesprochen wird. Eine Differenzierung anhand der Begrifflichkeit ist daher nicht möglich. Die Trennung zwischen konstitutioneller und parlamentarischer Monarchie ist also im Englischen oft nicht so scharf wie im Deutschen.<ref>{{Literatur |Autor=Tobias Haas |Titel=Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme |Ort=Freiburg |Datum=2014 |Seiten=194f. |Online=https://freidok.uni-freiburg.de/fedora/objects/freidok:167292/datastreams/FILE1/content}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Richard Rose |Hrsg=[[Seymour Martin Lipset]] |Titel=Monarchy, Constitutional |Sammelwerk=The Encyclopedia of Democracy |Band=III |Ort=London |Datum=1995 |Seiten=843–847}}</ref> Grund für diese Ungenauigkeit ist die Auffassung, dass eine Monarchie mit Verfassung (und damit in der Regel mit einem [[Repräsentativsystem]]) sich zwangsläufig zu einem parlamentarischen Regierungssystem entwickelte. Schließlich sind [[Gesetzgebung]] und Haushalt [[Macht]]mittel des [[Parlament]]s, um eine Politik eigener Wahl durchzusetzen. | |||
== Liste der gegenwärtigen Monarchien == | |||
=== Anerkannte unabhängige Staaten === | |||
Die folgende Liste umfasst 43 Monarchien, davon 42 [[Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen|Mitgliedstaaten]] der [[Vereinte Nationen|Vereinten Nationen]] sowie die [[Vatikanstadt]] (offiziell vertritt der [[Heiliger Stuhl|Heilige Stuhl]] die Vatikanstadt als [[Völkerrechtssubjekt]] in [[Diplomatie|diplomatischen]] Beziehungen). Folglich sind etwa ein Viertel der anerkannten unabhängigen Staaten Monarchien. Die Liste der unabhängigen [[Souveränität|souveränen]] Monarchien umfasst derzeit folgende [[Liste der Staaten der Erde|Staaten]]: | |||
{| class="wikitable sortable toptextcells" style="font-size:95%;" cellpadding="4" cellspacing="0" | |||
|- | |||
! colspan="2"| Staat | |||
! Monarchieform | |||
! Monarch | |||
! Aktuell | |||
! class="unsortable"| Anmerkungen | |||
|- | |||
! colspan="6"| 1 [[Kaiser]]reich | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Japan.svg|rand|31px]] | |||
| [[Japan]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| [[Tennō]] (oft mit „Kaiser“ übersetzt) | |||
| [[Naruhito]] | |||
|Der [[Tennō|japanische Kaiser]] ist [[de jure]] kein [[Staatsoberhaupt]] und hat keinerlei politische Macht inne, sondern gilt als „Symbol des Staates“. Er nimmt rein [[Repräsentation (Politik)|repräsentative]] Aufgaben wahr. Japan ist auch die älteste noch existierende Monarchie der Welt. Die traditionelle Rolle der japanischen Tennō ({{lang|ja-Hani|天皇}}, [[Japanische Sprache|japanisch]] für „Himmlischer Herrscher“) als religiöse Oberhäupter des [[Shintō|Shintoismus]] ist heute nur noch nomineller Natur. | |||
|- style="background:#DADADA" | |||
! colspan="6"| 32 [[Königreich]]e | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Antigua and Barbuda.svg|31px]] | |||
| [[Antigua und Barbuda]]<ref name="Commonwealth Realms">[[Commonwealth Realm|Commonwealth-Königreiche]] (Monarchien, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist und (mit Ausnahme des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreichs]] selbst) jeweils von einem [[Generalgouverneur]] vertreten wird).</ref> | |||
|rowspan="3"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="3"| König | |||
|rowspan="3"| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Australia (converted).svg|31px]] | |||
| [[Australien]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Bahamas.svg|31px]] | |||
| [[Bahamas]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Bahrain.svg|rand|31px]] | |||
| [[Bahrain]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Hamad ibn Isa Al Chalifa|Hamad bin Isa Al Chalifa]] | |||
|Bis 2002 Emirat, seitdem Königreich. Nach den im Jahr 2000 begonnenen [[Demokratie|demokratischen]] [[Reform]]en heute konstitutionelle Monarchie. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Belgium.svg|31px]] | |||
| [[Belgien]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Philippe (Belgien)|Philipp]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Belize.svg|31px]] | |||
| [[Belize]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Bhutan.svg|31px]] | |||
| [[Bhutan]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Jigme Khesar Namgyel Wangchuck]] | |||
| [[Buddhismus|Buddhistische]] absolute Monarchie von 1907 bis 18. Juli 2008, seitdem konstitutionelle Monarchie. Die Könige von Bhutan werden [[Druk Gyalpo]] ([[Dzongkha]] für „Drachenkönig“) genannt. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Denmark.svg|31px]] | |||
| [[Dänemark]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Frederik X.]] | |||
|Der dänische Monarch ist zugleich Oberhaupt [[Grönland]]s und der [[Färöer]]. Seit 1953 steht die [[Thronfolge]] auch Frauen offen. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Eswatini.svg|31px]] | |||
| [[Eswatini]] | |||
| Absolut | |||
| König | |||
| [[Mswati III.]] | |||
| Letzte absolute Monarchie Afrikas. [[Demokratisierung]]sprozess läuft. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Grenada.svg|31px]] | |||
| [[Grenada]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
|rowspan="2"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="2"| König | |||
|rowspan="2"| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Jamaica.svg|31px]] | |||
| [[Jamaika]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Jordan.svg|31px]] | |||
| [[Jordanien]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Abdullah II. bin al-Hussein|Abdullah II.]] | |||
|1921 vom [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreich]] etabliert. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Cambodia.svg|31px]] | |||
| [[Kambodscha]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Norodom Sihamoni]] | |||
|Seit der neuen [[Verfassung]] von 1993 wieder Monarchie. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Canada (Pantone).svg|31px]] | |||
| [[Kanada]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| Parlamentarisch | |||
|| König | |||
| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Lesotho.svg|31px]] | |||
| [[Lesotho]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Letsie III.]] | |||
|Bis 1965 „Oberster Häuptling“. Der König hat keine [[exekutive]]n oder [[legislative]]n Aufgaben. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Ibrahim Ismail von Johor|Ibrahim Ismail]] | |||
| [[Wahlmonarchie]]. Malaysia besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Sultanate (siehe dazu Abschnitt „[[#Subnationale Monarchien|Subnationale Monarchien]]“). Der König wird alle fünf Jahre von den neun Sultanen des Landes aus ihrem Kreis nach [[Rotationsprinzip]] gewählt. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet [[Yang di-Pertuan Agong]], auf [[Deutsche Sprache|Deutsch]] „Oberster Herrscher“. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Morocco.svg|31px]] | |||
| [[Marokko]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Mohammed VI. (Marokko)|Mohammed VI.]] | |||
|Bis 1957 Sultanat, seitdem Königreich. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of New Zealand.svg|31px]] | |||
| [[Neuseeland]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| Parlamentarisch<ref>{{Literatur |Autor=Martin Sebaldt |Titel=Die Macht der Parlamente. Funktionen und Leistungsprofile nationaler Volksvertretungen in den alten Demokratien der Welt |Verlag=VS Verlag für Sozialwissenschaften |Datum=2009}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Steffanie Richter |Titel=Modell Aotearoa: der Prozess der Wahlsystemreform in Neuseeland |Verlag=Galda + Wilch |Ort=Berlin |Datum=1999 |Seiten=15}}</ref><ref>{{Literatur |Autor=Ismail Dalay, Supriyo Bhattacharya |Hrsg=Matthias Kowasch, Wolfgang Gieler, Andreas Dittmann |Titel=Neuseeland |Sammelwerk=Die Außenpolitik der Staaten Ozeaniens Ein Handbuch: Von Australien bis Neuseeland, von Samoa bis Vanuatu |Verlag=Ferdinand Schöningh |Datum=2010 |Seiten=93–106}}</ref> | |||
| König | |||
| [[Charles III.]] | |||
| Seit 1907 | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Netherlands.svg|31px]] | |||
| [[Niederlande]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Willem-Alexander]] | |||
|Teilt sich auf in die [[Niederlande]] mit ihren 12 Provinzen und 3 [[Karibische Niederlande|besonderen Gemeinden]] (BES-Inseln) sowie die autonomen Länder [[Aruba]], [[Curaçao]] und [[Sint Maarten]]. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Norway.svg|31px]] | |||
| [[Norwegen]] | |||
| Parlamentarisch<ref>{{Literatur |Autor=Hermann Groß, Walter Rothholz |Hrsg=[[Wolfgang Ismayr]] |Titel=Das politische System Norwegens |Sammelwerk=Das politische System Norwegens |Verlag=UTB |Datum=1997 |ISBN=978-3-322-95712-2 |Seiten=125–157 |Online=https://link.springer.com/chapter/10.1007%2F978-3-322-95712-2_4}}</ref> | |||
| König | |||
| [[Harald V.]] | |||
|Besteht seit 872, von 1380 bis 1905 in [[Personalunion]] mit Dänemark bzw. Schweden. Selbstständiges Königreich seit 1905. Seit 1990 steht die [[Thronfolge]] auch Frauen offen. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Papua New Guinea.svg|31px]] | |||
| [[Papua-Neuguinea]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
|rowspan="2"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="2"| König | |||
|rowspan="2"| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Solomon Islands.svg|31px]] | |||
| [[Salomonen]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Saudi Arabia.svg|31px]] | |||
| [[Saudi-Arabien]] | |||
| Absolut | |||
| König | |||
| [[Salman ibn Abd al-Aziz|Salman ibn ʿAbd al-ʿAziz]] | |||
| [[Islam]]ische Monarchie. Seit 1932 vereinigt. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Sweden.svg|31px]] | |||
| [[Schweden]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Carl XVI. Gustaf]] | |||
|Seit 1979 steht die [[Thronfolge]] auch Frauen offen. Der Monarch hat keine politische Macht inne. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Spain.svg|31px]] | |||
| [[Spanien]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Felipe VI.]] | |||
|1947 unter der [[Franquismus|Franco-Diktatur]] wieder zum Königreich erklärt, de facto seit 1975. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Saint Kitts and Nevis.svg|31px]] | |||
| [[St. Kitts und Nevis]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
|rowspan="3"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="3"| König | |||
|rowspan="3"| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Saint Lucia.svg|31px]] | |||
| [[St. Lucia]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Saint Vincent and the Grenadines.svg|31px]] | |||
| [[St. Vincent und die Grenadinen]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Thailand.svg|31px]] | |||
| [[Thailand]] | |||
| Konstitutionell | |||
| König | |||
| [[Maha Vajiralongkorn]]<br />(Rama X.) | |||
| [[Buddhismus|Buddhistische]] Monarchie. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Tonga.svg|31px]] | |||
| [[Tonga]] | |||
| Parlamentarisch | |||
| König | |||
| [[Tupou VI.]] | |||
|Der [[tradition]]ell [[Polynesien|polynesische]] Königstitel „Tu'i Tonga“ wurde 1865 vor Beginn des [[Vereinigtes Königreich|britischen]] [[Protektorat]]s durch einen [[Westliche Welt|westlichen]] ersetzt. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Tuvalu.svg|31px]] | |||
| [[Tuvalu]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
|rowspan="2"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="2"| König | |||
|rowspan="2"| [[Charles III.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the United Kingdom.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigtes Königreich]]<ref name="Commonwealth Realms" /> | |||
|Der britische Monarch ist zugleich Oberhaupt folgender [[Kronbesitzungen der britischen Krone|Kronbesitzungen]] (direkt der Krone unterstellte Territorien) oder [[Britische Überseegebiete|Überseegebiete]] (ehemalige [[Kronkolonie]]n): [[Guernsey]], [[Jersey]], [[Isle of Man]], [[Anguilla]], [[Bermuda]], [[Britische Jungferninseln]], [[Britisches Territorium im Indischen Ozean]], [[Kaimaninseln]], [[Falklandinseln]], [[Gibraltar]], [[Montserrat]], [[Pitcairninseln]], [[St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha]], [[Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln]] und die [[Turks- und Caicosinseln]]. | |||
|- style="background:#DADADA" | |||
! colspan="6"| 1 [[Großherzogtum]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Luxembourg.svg|31px]] | |||
| [[Luxemburg]] | |||
| Konstitutionell | |||
| [[Großherzog]] | |||
| [[Guillaume V.]] | |||
|Bis 1890 von den [[Liste der Herrscher der Niederlande|niederländischen Monarchen]] regiert. Der Monarch hat seit der Verfassungsreform 2008 kaum noch politische Macht inne. | |||
|- style="background:#DADADA" | |||
! colspan="6"| 3 [[Fürstentum|Fürstentümer]] | |||
|- | |||
|rowspan="2"| [[Datei:Flag of Andorra.svg|31px]] | |||
|rowspan="2"| [[Andorra]] | |||
|rowspan="2"| Parlamentarisch | |||
|rowspan="2"| [[Kofürst von Andorra|Kofürsten]] | |||
| [[Bischof]] [[Josep-Lluís Serrano Pentinat]] | |||
|rowspan="2"| Andorra ist eine [[Doppelherrschaft|Dyarchie]], da es zwei gleichberechtigte Staatsoberhäupter hat, nämlich den amtierenden [[Bistum Urgell|Bischof von Urgell]] und den aktuellen [[Frankreich|französischen]] [[Staatspräsident]]en. | |||
|- | |||
| [[Emmanuel Macron]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Liechtenstein.svg|31px]] | |||
| [[Liechtenstein]] | |||
| Konstitutionell „auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage“ | |||
| [[Fürst]] | |||
| [[Hans-Adam II.]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Monaco.svg|rand|31px]] | |||
| [[Monaco]] | |||
| Konstitutionell | |||
| Fürst | |||
| [[Albert II. (Monaco)|Albert II.]] | |||
| — | |||
|- style="background:#DADADA" | |||
! colspan="6"| 2 [[Sultan]]ate | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Brunei.svg|31px]] | |||
| [[Brunei]] | |||
| Absolut | |||
| [[Sultan]] | |||
| [[Hassanal Bolkiah]] | |||
|Letzte absolute Monarchie im östlichen Asien. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet „Sultan und Yang Di-Pertuan“, auf Deutsch „Oberster Herrscher“. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Oman.svg|rand|31px]] | |||
| [[Oman]] | |||
| Absolut | |||
| Sultan | |||
| [[Haitham bin Tariq bin Taymur]] | |||
| — | |||
|- | |||
! colspan="6"| 3 [[Emirat]]e | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Qatar.svg|rand|31px]] | |||
| [[Katar]] | |||
| Absolut | |||
| [[Emir]] | |||
| [[Tamīm bin Hamad ath-Thānī]] | |||
| — | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Kuwait.svg|31px]] | |||
| [[Kuwait]] | |||
| Konstitutionell | |||
| Emir | |||
| [[Mischal al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah]] | |||
|Bis 1991 absolute Monarchie, zwischen 1991 und 1996 Bildung eines Parlaments. | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
| Konstitutionell (de jure)<br />Absolut (de facto) | |||
| [[Staatspräsident]] | |||
| [[Muhammad bin Zayid Al Nahyan]] | |||
| [[Wahlmonarchie]], bestehend aus 7 Emiraten (siehe dazu Abschnitt „[[#Subnationale Monarchien|Subnationale Monarchien]]“). Formell kann jeder der sieben Emire des Bundes zum Bundesoberhaupt gewählt werden, traditionell wird aber immer der aktuelle Emir von Abu Dhabi gewählt. | |||
|- style="background:#DADADA" | |||
! colspan="6"| 1 souveräne territoriale Basis des [[Heiliger Stuhl|Heiligen Stuhls]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Vatican City.svg|rand|31px]] | |||
| [[Vatikanstadt]] | |||
| Absolute Wahlmonarchie | |||
| [[Papst]] | |||
| [[Leo XIV.]] | |||
|Letzte absolute Monarchie [[Europa]]s und einzige [[Christentum|christliche]] [[Theokratie]] der Welt. Der Papst wird von wahlberechtigten [[Kardinal|Kardinälen]] im [[Papstwahl#Konklave|Konklave]] gewählt und ist als Bischof von Rom und Oberhaupt der [[römisch-katholische Kirche|römisch-katholischen Kirche]] [[ex officio]] Monarch der Vatikanstadt. | |||
|} | |||
=== Subnationale Monarchien === | |||
Abgesehen von den oben aufgeführten Ländern gibt es folgende Monarchien, die jeweils innerhalb eines international anerkannten unabhängigen Staates mit [[Föderalismus|föderalem Aufbau]] liegen. Teilweise sind diese Gesamtstaaten sogar auf Bundesebene republikanisch verfasst. | |||
{| class="wikitable sortable" style="font-size:100%" | |||
|- | |||
! | |||
! style="width:60px"| Land | |||
! Monarch | |||
! Aktuell | |||
! | |||
! Oberhoheit | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Abu Dhabi.svg|31px]] | |||
| [[Abu Dhabi (Emirat)|Abu Dhabi]] | |||
| Emir | |||
| [[Muhammad bin Zayid Al Nahyan]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Ajman.svg|31px]] | |||
| [[Adschman (Emirat)|Adschman]] | |||
| Emir | |||
|Humaid bin Raschid an-Nuʿaimi | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Alo.svg|31px]] | |||
| [[Alo (Königreich)|Alo]] | |||
| König („Tu'i aga'ifo“) | |||
|Lino Leleivai | |||
| [[Datei:Flag of Wallis and Futuna.svg|31px]] | |||
| [[Wallis und Futuna]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Ankole.svg|31px]] | |||
| [[Königreich Ankole|Ankole]] | |||
|Omugabe | |||
|Ntare VI. | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Anufu]] | |||
|Soma | |||
|Na Bema | |||
| [[Datei:Flag of Togo.svg|31px]] | |||
| [[Togo]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Ashanti.svg|31px]] | |||
| [[Königreich Aschanti|Aschanti]] | |||
| [[Asantehene]] | |||
|[[Osei Tutu II.]] | |||
| [[Datei:Flag of Ghana.svg|31px]] | |||
| [[Ghana]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Bafokeng flag.svg|31px]] | |||
| [[Royal Bafokeng Nation|Bafokeng]] | |||
| König („Kgosi“) | |||
|Leruo Molotlegi | |||
| [[Datei:Flag of South Africa.svg|31px]] | |||
| [[Südafrika]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Bafut]] | |||
|[[Fon (Titel)|Fon]] | |||
|Abumbi II. | |||
| [[Datei:Flag of Cameroon.svg|31px]] | |||
| [[Kamerun]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Buganda.svg|31px]] | |||
| [[Buganda]] | |||
| König („[[Kabaka]]“) | |||
| [[Ronald Muwenda Mutebi II.]] | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Bunyoro, Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Bunyoro]] | |||
|Omukama | |||
|[[Solomon Iguru I.]] | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Busoga, Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Busoga]] | |||
|Kyabazinga | |||
|Henry Wako Muloki | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Dubai.svg|31px]] | |||
| [[Dubai (Emirat)|Dubai]] | |||
| Emir | |||
| [[Muhammad bin Raschid Al Maktum]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Ewe people.svg|31px]] | |||
| [[Ewe (Ethnie)|Ewe]] | |||
| König | |||
| [[Céphas Bansah]] | |||
| [[Datei:Flag of Ghana.svg|31px]] | |||
| [[Ghana]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Fudschaira (Emirat)|Fudschaira]] | |||
| Emir | |||
| [[Hamad ibn Muhammad asch-Scharqi]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Johor.svg|31px]] | |||
| [[Johor]] | |||
| Sultan | |||
|[[Ibrahim Ismail von Johor|Ibrahim Ismail]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Kedah.svg|31px]] | |||
| [[Kedah]] | |||
| Sultan | |||
| [[Sallehuddin]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Kelantan.svg|31px]] | |||
| [[Kelantan]] | |||
| Sultan | |||
| [[Muhammad V. (Kelantan)|Muhammad V.]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Kotokolien]] | |||
| [[Häuptling]] („Uro Eso“) | |||
|Yusuf Ayeva | |||
| [[Datei:Flag of Togo.svg|31px]] | |||
| [[Togo]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Kutei]] | |||
| Sultan | |||
| [[Haddschi Aji Muhammad Salehuddin II.]] | |||
| [[Datei:Flag of Indonesia.svg|31px]] | |||
| [[Indonesien]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Tino Rangatiratanga Maori sovereignty movement flag.svg|31px]] | |||
| [[Māori|Māori-Reich]] | |||
| König | |||
| [[Ngā Wai Hono i te Pō]] | |||
| [[Datei:Flag of New Zealand.svg|31px]] | |||
| [[Neuseeland]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Namibia.svg|18px]] | |||
|''diverse'' | |||
| König, [[Kaptein]],<br />Traditioneller Führer | |||
| [[Liste der traditionellen Führer in Namibia]] | |||
| [[Datei:Flag of Namibia.svg|31px]] | |||
| [[Namibia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Negeri Sembilan.svg|31px]] | |||
| [[Negeri Sembilan]] | |||
| Sultan | |||
| [[Tuanku Muhriz]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Pahang.svg|31px]] | |||
| [[Pahang]] | |||
| Sultan | |||
| [[Abdullah Shah]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Perak.svg|31px]] | |||
| [[Perak]] | |||
| Sultan | |||
| [[Nazrin Shah]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Perlis.svg|31px]] | |||
| [[Perlis]] | |||
| [[Raja|Radscha]] | |||
|Tuanku [[Syed Sirajuddin]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Ras al-Khaimah.svg|31px]] | |||
| [[Ra’s al-Chaima (Emirat)|Ra’s al-Chaima]] | |||
| Emir | |||
| [[Saʿud ibn Saqr al-Qasimi]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Rwenzururu.svg|31px]] | |||
| [[Rwenzururu]] | |||
|Omusinga | |||
|Charles Mumbere | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Sharjah.svg|31px]] | |||
| [[Schardscha (Emirat)|Schardscha]] | |||
| Emir | |||
| [[Sultan bin Mohamed al-Qasimi]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
|{{MY-10|#|WIDTH=31}} | |||
| [[Selangor]] | |||
| [[Sultan]] | |||
|Sharafuddin Idris Shah | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Sigave.svg|31px]] | |||
| [[Sigave (Königreich)|Sigave]] | |||
| König, [[Häuptling]] („Tu'i Sigave“) | |||
| [[Eufenio Takala]] | |||
| [[Datei:Flag of Wallis and Futuna.svg|31px]] | |||
| [[Wallis und Futuna]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Tenkodogo]] | |||
|Naaba | |||
|Tigre I. | |||
| [[Datei:Flag of Burkina Faso.svg|31px]] | |||
| [[Burkina Faso]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Terengganu.svg|31px]] | |||
| [[Terengganu]] | |||
| Sultan | |||
| [[Mizan Zainal Abidin]] | |||
| [[Datei:Flag of Malaysia.svg|31px]] | |||
| [[Malaysia]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Toro, Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Königreich Toro|Toro]] | |||
|Omukama | |||
|Rukidi IV. | |||
| [[Datei:Flag of Uganda.svg|31px]] | |||
| [[Uganda]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Umm al-Qaiwain.svg|31px]] | |||
| [[Umm al-Qaiwain (Emirat)|Umm al-Qaiwain]] | |||
| Emir | |||
| [[Saʿud ibn Raschid al-Muʿalla]] | |||
| [[Datei:Flag of the United Arab Emirates.svg|31px]] | |||
| [[Vereinigte Arabische Emirate]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Uvea.svg|31px]] | |||
| [[Uvea (Königreich)|Uvea]] | |||
| König (Lavelua) | |||
| [[Kapeliele Faupala]] | |||
| [[Datei:Flag of Wallis and Futuna.svg|31px]] | |||
| [[Wallis und Futuna]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Wogodogo]] | |||
| Naaba | |||
| Baongo II. | |||
| [[Datei:Flag of Burkina Faso.svg|31px]] | |||
| [[Burkina Faso]] | |||
|- | |||
| | |||
| [[Yogyakarta]] | |||
| Sultan | |||
| [[Hamengkubuwono X.]] | |||
| [[Datei:Flag of Indonesia.svg|31px]] | |||
| [[Indonesien]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of KwaZulu (1985–1994).svg|31px]] | |||
| [[Königreich Zululand|Zululand]] | |||
| König | |||
| [[Misuzulu Zulu]] | |||
| [[Datei:Flag of South Africa.svg|31px]] | |||
| [[Südafrika]] | |||
|} | |||
=== Kronbesitzungen der britischen Krone === | |||
{{Hauptartikel|Kronbesitzungen der britischen Krone}} | |||
{| class="wikitable sortable" | |||
|- | |||
! | |||
! style="width:60px"| Land | |||
! Monarch | |||
! Aktuell | |||
! Teil von | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Guernsey.svg|31px]] | |||
| [[Guernsey]] | |||
| [[Herzog]] | |||
| [[Charles III.]] | |||
| [[Liste der Herzöge der Normandie#Duke of Normandy|Herzogtum Normandie]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of Jersey.svg|31px]] | |||
| [[Jersey]] | |||
| Herzog | |||
| [[Charles III.]] | |||
| [[Liste der Herzöge der Normandie#Duke of Normandy|Herzogtum Normandie]] | |||
|- | |||
| [[Datei:Flag of the Isle of Mann.svg|31px]] | |||
| [[Isle of Man]] | |||
| [[Lord]] | |||
| [[Charles III.]] | |||
| Lordschaft [[Isle of Man|Man]] | |||
|} | |||
== | == Siehe auch == | ||
* | * [[Liste der Monarchien in Afrika]] | ||
* | * [[Liste der Monarchien in Asien]] | ||
* | * [[Liste der Monarchien in Europa]] | ||
* | * [[Liste der reichsten Monarchen]] | ||
*[ | * [[Monarchismus im deutschsprachigen Raum]] | ||
* [[Thronprätendent]] | |||
* [[Autokratie]] | |||
* [[Liste von Kopfbedeckungen monarchischer Oberhäupter auf Staatsebene]] | |||
== | == Literatur == | ||
* Horst Dreitzel: ''Monarchiebegriffe in der Fürstengesellschaft. Semantik und Theorie der Einherrschaft in Deutschland von der Reformation bis zum Vormärz''. 2 Bände. Böhlau, Köln u. a. 1991, ISBN 3-412-22788-9. | |||
* | * Hartmut Fähndrich (Hrsg.): ''Vererbte Macht. Monarchien und Dynastien in der arabischen Welt''. Campus, Frankfurt am Main / New York 2005, ISBN 3-593-37733-0. | ||
* [[Steffen Hillebrecht]]: ''Ansätze einer „Sociologie Royale“. Über die gesellschaftliche Bedeutung und Funktion der Monarchie in der modernen Gesellschaft''LIT-Verlag, Münster 2025, ISBN 978-3-643-15693-8. | |||
* Pierre Miquel: ''Europas letzte Könige. Die Monarchie im 20. Jahrhundert''. DVA, Stuttgart 1994, ISBN 3-421-06692-2 (zuletzt: Albatros, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96149-1) | |||
* Torsten Oppelland: ''Die europäische Monarchie. Ihre Entstehung, Entwicklung und Zukunft''. Merus, Hamburg 2007, ISBN 978-3-939519-52-2. | |||
* [[Gisela Riescher]], [[Alexander Thumfart]]: ''Monarchien.'' Nomos, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3827-7. | |||
== Weblinks == | |||
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Aktuelle Version vom 19. Juli 2026, 18:43 Uhr
Monarchie agr.-deu.
| Staats- und Regierungsformen der Welt |
|---|
|
|
| (Angaben de jure laut Verfassung, nicht zwangsläufig de facto.) |
Der Begriff Monarchie (altgriechisch μοναρχία monarchía, deutsch ‚Alleinherrschaft‘, aus μόνος monos, deutsch ‚ein‘, und ἄρχειν archein, deutsch ‚herrschen‘) bezeichnet eine Staatsform mit einer Person, dem Monarchen, welche das Amt des Staatsoberhaupts typischerweise auf Lebenszeit oder bis zur Abdankung innehat. Als Staatsform bildet die Monarchie das Gegenstück zur Republik.[1]
Die Machtbefugnisse der betreffenden Person können je nach Regierungsformen stark unterschiedlich ausfallen, das Spektrum reicht von fast keiner (parlamentarische Monarchie) über eine durch eine Verfassung begrenzte (konstitutionelle Monarchie) bis hin zu alleiniger, uneingeschränkter politischer Macht (absolute Monarchie).[2]
Zusätzlich wird zwischen Erb- und Wahlmonarchie unterschieden: In der erstgenannten Form wird der Herrscher durch Erbfolge, in der zweitgenannten durch eine Wahl meist auf Lebenszeit bestimmt. In Erbmonarchien wird der Herrschaftsanspruch des Staatsoberhauptes in der Regel auf eine göttliche Bestimmung zurückgeführt (sakrale Elemente).
Die Staatstheorie beziehungsweise -ideologie, die die Monarchie rechtfertigt, ist der Monarchismus oder auch Royalismus. Zur gelegentlich vorkommenden parallelen Herrschaft mehrerer Monarchen siehe Dyarchie.
Geschichtliche Entwicklung
Die Art von Monarchie, welche sich in Auslegung auf eine Gottheit oder auf einen vergöttlichten Ursprungsheros und dessen Abstammungslinie legitimiert, ist Merkmal der gentilizischen und traditionellen Gesellschaft, soweit in ihr der Familienverband und das System der Abstammung großes Gewicht haben.
Auch eine Verehrung als eigenständige Gottheit oder Person göttlichen Ursprungs (Gottkönig, Sakralkönigtum) ist möglich. Ein Beispiel dafür ist das alte Ägypten, wo der Pharao als zukünftiger Gott verehrt wurde. Für andere Kulturkreise lässt sich das Königtum bei den Maya oder das kaiserliche System im alten China aufrufen, das den Herrscher unter anderem als „Sohn des Himmels“ (chinesisch 天子, Pinyin 'tiānzi') bezeichnete, in seiner Herrschaft ein „Mandat des Himmels“ (天命, 'tiānmìng') erblickte und ihm dadurch absolute Macht verlieh.
Antike Theoriebildung
Im antiken Griechenland wurde Monarchie zunächst pejorativ verstanden und synonym zur Tyrannis verwendet. In der attischen Demokratie wurde das Wort dann auf die mythischen Könige wie Theseus angewendet, nicht aber auf die negativ bewerteten Herrscher des Perserreichs. Herodot (ca. 480–420 v. Chr.) bezeichnet die „guten“ Alleinherrscher, die am Gemeinwohl orientiert sind, als Monarchen.[3] Auch bei Platon (427–347 v. Chr.) ist die Monarchie die am Gemeinwohl orientierte idealtypische Herrschaft eines Einzelnen.[4] Dies Verständnis wurde zunächst von seinem Schüler Aristoteles (384–324 v. Chr.) und später vom griechischen Historiker Polybios (um 200 v. Chr. bis etwa 118 v. Chr.) weiterentwickelt. Sie fällt wie die Tyrannis unter die Herrschaft eines einzelnen: Aristoteles benutzt hierfür Monarchie als Oberbegriff, der die gute Basilie (βασιλεία ‚Königsherrschaft‘) und die schlechte Tyrannis umfasst.[3]
Grundsätzlich war in der antiken Staatstheorie das Konzept verbreitet, dass jede am Gemeinwohl orientierte Herrschaftsform (Monarchie, Aristokratie und Demokratie) ein entartetes, nur an den Einzelinteressen der Herrschenden orientiertes Gegenstück hat (Tyrannis, Oligarchie, Ochlokratie). Aus der Erkenntnis heraus, dass diese sechs Grundformen der Verfassungen notwendigerweise instabil sind, hat vor allem Polybios die Idee des Verfassungskreislaufs entwickelt, die diese Herrschaftsformen zueinander in Beziehung setzt.[5] Empirisch haben die antiken Autoren aber vor allem Mischformen gefunden.[6]
| Anzahl der Herrscher |
Gemeinwohl | Eigennutz |
|---|---|---|
| Einer | Monarchie bzw. Basilie | Tyrannis |
| Einige | Aristokratie | Oligarchie |
| Alle | Demokratie bzw. Politie | Ochlokratie |
Mittelalter
Im 15. Jahrhundert wurde im römisch-deutschen Reich verfassungspolitisch zwischen dem König, der unter Einbeziehung der Kurfürsten und Reichsfürsten regierte, und dem alleinherrschenden Monarchen (monarcha, unus princeps) unterschieden.[7] Angesichts einer „Vielheit von Herrschaftsgewalten“ (pluralitas principum) sei der König, wie der Erzbischof von Trier Jakob I. von Sierck 1452/53 konstatierte, kein Monarch, dem „jedermann in sämtlichen Sachen gehorchen müsse“, oder wie zeitgleich Enea Silvio Piccolomini, der Sekretär König Friedrichs III. und spätere Papst Pius II., schrieb, „der befehlen und zwingen könne“. Nach seiner Auffassung sollte der König aber, im Gegensatz zu der Vorstellung des Kurfürsten, von Rechts wegen ein Monarch sein. Dies deckte sich mit den Lehren der am römisch-kanonischen Recht ausgebildeten Juristen im Reich, die den König und Kaiser als imperator modernus und princeps, als Nachfolger der antiken Imperatoren betrachteten und ihm eine entsprechende „Machtvollkommenheit“ (plenitudo potestatis) zusprachen. Diese Position vertraten die kaiserliche Seite und insbesondere der rechtsgelehrte kaiserliche Fiskal, aber auch in Rechtsgutachten gelehrte Juristen und Räte von Fürsten und Juristen von Reichsstädten.[8] Demnach besaß der Kaiser eine am Recht und an den bestehenden Gesetzen orientierte „ordentliche“ Rechtsmacht (ordinaria potestas) und eine „absolute“ oder „freie“, von den menschlichen Gesetzen entbundene Rechtsmacht (absoluta potestas). Die Kurfürsten forderten Kaiser Friedrich III. 1486 auf, gegenüber dem kaiserlichen Kammergericht künftig nur seine „ordentliche Gewalt und nicht die Vollkommenheit der kaiserlichen Gewalt“ zu gebrauchen und auf Eingriffe in den Gang der Rechtsprechung zu verzichten. Ein Wandel weg von einer monarchischen Auffassung von der königlich-kaiserlichen Herrschaftsgewalt vollzog sich seit der Reichsreformgesetzgebung des Wormser Reichstags von 1495 und der Wahlkapitulation Karls V. von 1519, als der Vertragscharakter bei der Gesetzgebung und in den Beziehungen zwischen Kaiser und Reichsständen deutlich hervortrat, die Gewalt des Kaisers daher als „limitiert“ erschien und das Reich eher als Aristokratie denn als Monarchie klassifiziert wurde. Von juristischer Seite nahm im frühen 16. Jahrhundert vor allem Ulrich Zasius in Rechtsgutachten eine rechtliche Einhegung der kaiserlichen summa potestas und plenitudo potestatis vor.[9]
Wahl- und Erbmonarchie
Die Wahlmonarchie (mit oft eingeschränktem Kandidaten- und Wählerkreis) scheint historisch älter als die Erbmonarchie zu sein, da sie die Bürgerkriegsgefahr bei der Erbfolge erfolgreich verringerte. Das Königreich Polen und das Heilige Römische Reich Deutscher Nation waren bis zu ihrem Ende Wahlmonarchien. Folgende vier Länder sind gegenwärtig Wahlmonarchien: der Vatikan, Kambodscha, Malaysia und die Vereinigten Arabischen Emirate.
In Europa war bis zur Christianisierung meist eine Form der Wahlmonarchie zu finden. Sowohl germanische als auch keltische Stämme wählten ihre „Häuptlinge“, welche jedoch in der Regel mächtigen und einflussreichen Familienclans entstammten. Dennoch galt für diese keine automatische Erbfolge wie in einer Erbmonarchie. Bei Tod oder bei Verlust des Königsheils wurde ein neuer Anführer durch verschiedene Rituale (Thing, Schilderhebung) gewählt oder proklamiert. In der Sächsischen Ordnung wurde nur für die Zeit eines Krieges, eines Feld- oder Beutezuges ein Herzog gewählt, der nach Ende dieses Krieges wieder zum einfachen Freien wurde. Eine andere Herrschaft wurde von den freien Bauernkriegern abgelehnt.
Diese vorfeudalistische Ordnung, die teilweise demokratische Züge hatte, fand ihr Ende mit der Christianisierung. Als im Römischen Reich Kaiser Konstantin der Große mit dem Toleranzedikt von Mailand im Jahr 313 das Christentum den anderen Religionen gleichstellte, begann eine Allianz zwischen den kirchlichen Institutionen und der staatlichen Autorität. Die damalige Kirche legitimierte die absolute Herrschaft und die Erbfolge mit der Ideologie der Herrschaft von Gottes Gnaden. Im Gegenzug sicherte sie sich selbst dadurch eine privilegierte Stellung und Partizipation an der Macht, die sie in den meisten Ländern bis in die Zeit der Französischen Revolution behielt.
Europa wurde im Mittelalter zunehmend von Erbmonarchien beherrscht: Der Monarch stand an der Spitze von Herrschaftsgebieten, die als Lehen an Gefolgsleute vergeben wurden. Dieses Feudalsystem bildete die Grundlage der Verwaltung und des Militärwesens in den beherrschten Gebieten, litt jedoch am zunehmenden Anspruch der Lehnsnehmer, selbst in Erbfolge über ihre Gebiete zu verfügen und aus diesen wiederum an Gefolgsleute Lehen zu vergeben. Bis zum Aufziehen früher Formen des modernen Staats verliert der römisch-deutsche oder polnische Monarch daher faktisch immer weiter an Macht an den so gebildeten feudalen Adel, wogegen die französische oder preußische Monarchie ihn entmachtete und eine absolutistische Monarchie durchsetzen konnte.
Formen der Monarchie
Im 19. und frühen 20. Jahrhundert bildeten sich im Europa der Neuzeit weitere Differenzierungen bzw. Subtypen heraus, die neben der Staatsform auch Aufschluss über das Regierungssystem bzw. die Machtverteilung geben. Die Unterteilung erfolgt heute meist in absolute, konstitutionelle und parlamentarische Monarchie.[10][11] Diese Trias wird auch von bedeutenden Politologen wie Karl Loewenstein[12], Ernst Fraenkel[13] und Eckhard Jesse[14] verwendet.
Absolute Monarchie

In dieser Form besitzt der Monarch dem Anspruch nach die alleinige Staatsgewalt; der Adel verliert seine Position im Feudalsystem im Austausch gegen Privilegien im Staats- und Militärwesen. Der Monarch ist legibus absolutus (Latein für „von den Gesetzen losgelöst“), das bedeutet, dass er den Gesetzen, die er selbst erlässt, nicht untersteht. Das bekannteste Beispiel für den Anspruch auf absolute Herrschaft des Monarchen ist der Sonnenkönig Ludwig XIV., dessen Selbstverständnis « L’État, c’est moi » (deutsch: „Der Staat bin ich“) als geradezu prototypisch für diese Entwicklung angesehen werden kann. Der absolute Machtanspruch ist auf Dauer jedoch nicht gegen den Adel und das aufstrebende Bürgertum durchzusetzen; dort, wo die absolute Monarchie überlebt, nimmt sie einzelne Elemente der Republik oder Demokratie an. Trotz Schwierigkeiten in der Abgrenzung des Begriffes können heute (2022) Brunei, die Vatikanstadt, Saudi-Arabien, Eswatini, Katar und Oman als derzeit existierende absolute Monarchien gelten. In Nepal musste der bis dahin absolut regierende König im Frühjahr 2006 seine weitgehende Entmachtung hinnehmen.[15] Im Mai 2008 wurde in Nepal die Monarchie abgeschafft und die Republik ausgerufen. In Bhutan wurde die absolute Monarchie am 18. Juli 2008[16] durch eine Verfassung in eine konstitutionelle Monarchie umgewandelt.
Die entartete, despotische und selbstherrliche Form der absoluten Monarchie wird auch als Tyrannis bezeichnet.
Konstitutionelle Monarchie

In einer konstitutionellen Monarchie ist die Macht des Monarchen nicht mehr absolut, sondern durch die Verfassung (Konstitution) begrenzt und geregelt. Monarch und Parlament müssen sich die Macht teilen. So bedürfen Gesetze der Zustimmung beider Organe.[17] Die Regierung wird aber weiterhin vom Monarchen und nicht von einer Volksvertretung gelenkt und ist von diesem abhängig, d. h., er kann die Regierung absetzen. Beispiele dafür sind das Deutsche Kaiserreich (1871–1918) sowie Monaco (seit 1911). Die konkrete Machtverteilung zwischen Parlament und Monarch variiert dabei und kann mal in die eine oder in die andere Richtung schlagen.[18] Das Fürstentum Liechtenstein ist zum Beispiel eine konstitutionelle Erbmonarchie, in der die Regierung vom liechtensteinischen Landtag bestimmt und lediglich vom Fürsten ernannt wird. Allerdings ist die Regierung auch in Liechtenstein vom Vertrauen des Fürsten abhängig. Somit stellt das Fürstentum Liechtenstein eine konstitutionelle Monarchie mit stark demokratisch-parlamentarischen Zügen dar.
Parlamentarische Monarchie

Parlamentarische Monarchien besitzen ein parlamentarisches Regierungssystem. Der Regierungschef und ggf. auch die anderen Regierungsmitglieder werden vom Parlament gewählt oder faktisch bestimmt und sind von dessen Vertrauen abhängig. Der Monarch hat im Gegensatz zur konstitutionellen Monarchie nicht die Möglichkeit, die Regierung abzusetzen.[19] Er übt in der Regel wenig bis gar keinen Einfluss auf die Staatsgeschäfte aus, da diese vom Parlament und der Regierung geführt werden, die somit Träger der Staatsgewalt sind. Daher kommen dem Monarchen zumeist nur noch repräsentative und staatsnotarielle Aufgaben zu, wie die formelle Ernennung des Regierungschefs und der Minister oder die Unterzeichnung von Gesetzen. Hierbei ist sein Spielraum stark begrenzt, da er die Entscheidungen des Parlaments nicht blockieren kann – er verfügt über kein Veto-Recht. Die Monarchie steht unter dem Primat des Parlaments und könnte sogar durch das Parlament oder ein Referendum abgeschafft werden.[20]
Fast alle westeuropäischen Monarchien haben sich im Laufe des 19. und frühen 20. Jahrhunderts zu parlamentarischen Monarchien entwickelt. Die parlamentarische Monarchie ist in der Regel sukzessive als Folge von Demokratisierungsprozessen in den europäischen Monarchien entstanden. Sie ist das Resultat des Versuchs, die Monarchien zu demokratisieren, ohne sie abzuschaffen.[21] Weitere Beispiele sind die 15 Commonwealth-Monarchien.[22]
Abgrenzung
Was die Zuordnung einzelner Staaten zu der konstitutionellen oder der parlamentarischen Monarchie erschwert, ist die Tatsache, dass Verfassungstext und Verfassungswirklichkeit häufig auseinanderklaffen. Rein verfassungsrechtlich, also de jure sind die meisten Monarchien konstitutionell, in der politischen Praxis aber ist die Mehrheit der Monarchien parlamentarisch. Die Monarchen verzichten auf die Wahrnehmung ihrer Prärogativen, mischen sich nicht in das politische Tagesgeschäft ein und beschränken sich auf ihre repräsentative und vermittelnde Rolle. Ausschlaggebend für die Zuordnung ist letztendlich „nicht das Ausmaß der formellen Machtbefugnisse […], sondern die praktische Ausgestaltung des Amtes als Staatsoberhaupt“.[18] Krisen- oder Ausnahmesituationen können jedoch auch zu einem Wandel im Amtsverständnis führen.[18]
Im englischsprachigen Raum ist der Begriff parliamentary monarchy unüblich, weshalb hier stets von constitutional monarchy gesprochen wird. Eine Differenzierung anhand der Begrifflichkeit ist daher nicht möglich. Die Trennung zwischen konstitutioneller und parlamentarischer Monarchie ist also im Englischen oft nicht so scharf wie im Deutschen.[23][24] Grund für diese Ungenauigkeit ist die Auffassung, dass eine Monarchie mit Verfassung (und damit in der Regel mit einem Repräsentativsystem) sich zwangsläufig zu einem parlamentarischen Regierungssystem entwickelte. Schließlich sind Gesetzgebung und Haushalt Machtmittel des Parlaments, um eine Politik eigener Wahl durchzusetzen.
Liste der gegenwärtigen Monarchien
Anerkannte unabhängige Staaten
Die folgende Liste umfasst 43 Monarchien, davon 42 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen sowie die Vatikanstadt (offiziell vertritt der Heilige Stuhl die Vatikanstadt als Völkerrechtssubjekt in diplomatischen Beziehungen). Folglich sind etwa ein Viertel der anerkannten unabhängigen Staaten Monarchien. Die Liste der unabhängigen souveränen Monarchien umfasst derzeit folgende Staaten:
| Staat | Monarchieform | Monarch | Aktuell | Anmerkungen | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 Kaiserreich | |||||
| Japan | Parlamentarisch | Tennō (oft mit „Kaiser“ übersetzt) | Naruhito | Der japanische Kaiser ist de jure kein Staatsoberhaupt und hat keinerlei politische Macht inne, sondern gilt als „Symbol des Staates“. Er nimmt rein repräsentative Aufgaben wahr. Japan ist auch die älteste noch existierende Monarchie der Welt. Die traditionelle Rolle der japanischen Tennō (天皇, japanisch für „Himmlischer Herrscher“) als religiöse Oberhäupter des Shintoismus ist heute nur noch nomineller Natur. | |
| 32 Königreiche | |||||
| Antigua und Barbuda[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Australien[25] | — | ||||
| Bahamas[25] | — | ||||
| Bahrain | Konstitutionell | König | Hamad bin Isa Al Chalifa | Bis 2002 Emirat, seitdem Königreich. Nach den im Jahr 2000 begonnenen demokratischen Reformen heute konstitutionelle Monarchie. | |
| Belgien | Parlamentarisch | König | Philipp | — | |
| Belize[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Bhutan | Konstitutionell | König | Jigme Khesar Namgyel Wangchuck | Buddhistische absolute Monarchie von 1907 bis 18. Juli 2008, seitdem konstitutionelle Monarchie. Die Könige von Bhutan werden Druk Gyalpo (Dzongkha für „Drachenkönig“) genannt. | |
| Dänemark | Parlamentarisch | König | Frederik X. | Der dänische Monarch ist zugleich Oberhaupt Grönlands und der Färöer. Seit 1953 steht die Thronfolge auch Frauen offen. | |
| Eswatini | Absolut | König | Mswati III. | Letzte absolute Monarchie Afrikas. Demokratisierungsprozess läuft. | |
| Grenada[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Jamaika[25] | — | ||||
| Jordanien | Konstitutionell | König | Abdullah II. | 1921 vom Vereinigten Königreich etabliert. | |
| Kambodscha | Konstitutionell | König | Norodom Sihamoni | Seit der neuen Verfassung von 1993 wieder Monarchie. | |
| Kanada[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Lesotho | Parlamentarisch | König | Letsie III. | Bis 1965 „Oberster Häuptling“. Der König hat keine exekutiven oder legislativen Aufgaben. | |
| Malaysia | Parlamentarisch | König | Ibrahim Ismail | Wahlmonarchie. Malaysia besteht aus dreizehn Bundesstaaten, darunter neun Sultanate (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Der König wird alle fünf Jahre von den neun Sultanen des Landes aus ihrem Kreis nach Rotationsprinzip gewählt. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet Yang di-Pertuan Agong, auf Deutsch „Oberster Herrscher“. | |
| Marokko | Konstitutionell | König | Mohammed VI. | Bis 1957 Sultanat, seitdem Königreich. | |
| Neuseeland[25] | Parlamentarisch[26][27][28] | König | Charles III. | Seit 1907 | |
| Niederlande | Parlamentarisch | König | Willem-Alexander | Teilt sich auf in die Niederlande mit ihren 12 Provinzen und 3 besonderen Gemeinden (BES-Inseln) sowie die autonomen Länder Aruba, Curaçao und Sint Maarten. | |
| Norwegen | Parlamentarisch[29] | König | Harald V. | Besteht seit 872, von 1380 bis 1905 in Personalunion mit Dänemark bzw. Schweden. Selbstständiges Königreich seit 1905. Seit 1990 steht die Thronfolge auch Frauen offen. | |
| Papua-Neuguinea[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Salomonen[25] | — | ||||
| Saudi-Arabien | Absolut | König | Salman ibn ʿAbd al-ʿAziz | Islamische Monarchie. Seit 1932 vereinigt. | |
| Schweden | Parlamentarisch | König | Carl XVI. Gustaf | Seit 1979 steht die Thronfolge auch Frauen offen. Der Monarch hat keine politische Macht inne. | |
| Spanien | Parlamentarisch | König | Felipe VI. | 1947 unter der Franco-Diktatur wieder zum Königreich erklärt, de facto seit 1975. | |
| St. Kitts und Nevis[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| St. Lucia[25] | — | ||||
| St. Vincent und die Grenadinen[25] | — | ||||
| Thailand | Konstitutionell | König | Maha Vajiralongkorn (Rama X.) |
Buddhistische Monarchie. | |
| Tonga | Parlamentarisch | König | Tupou VI. | Der traditionell polynesische Königstitel „Tu'i Tonga“ wurde 1865 vor Beginn des britischen Protektorats durch einen westlichen ersetzt. | |
| Tuvalu[25] | Parlamentarisch | König | Charles III. | — | |
| Vereinigtes Königreich[25] | Der britische Monarch ist zugleich Oberhaupt folgender Kronbesitzungen (direkt der Krone unterstellte Territorien) oder Überseegebiete (ehemalige Kronkolonien): Guernsey, Jersey, Isle of Man, Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Britisches Territorium im Indischen Ozean, Kaimaninseln, Falklandinseln, Gibraltar, Montserrat, Pitcairninseln, St. Helena, Ascension und Tristan da Cunha, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln und die Turks- und Caicosinseln. | ||||
| 1 Großherzogtum | |||||
| Luxemburg | Konstitutionell | Großherzog | Guillaume V. | Bis 1890 von den niederländischen Monarchen regiert. Der Monarch hat seit der Verfassungsreform 2008 kaum noch politische Macht inne. | |
| 3 Fürstentümer | |||||
| Andorra | Parlamentarisch | Kofürsten | Bischof Josep-Lluís Serrano Pentinat | Andorra ist eine Dyarchie, da es zwei gleichberechtigte Staatsoberhäupter hat, nämlich den amtierenden Bischof von Urgell und den aktuellen französischen Staatspräsidenten. | |
| Emmanuel Macron | |||||
| Liechtenstein | Konstitutionell „auf demokratischer und parlamentarischer Grundlage“ | Fürst | Hans-Adam II. | — | |
| Monaco | Konstitutionell | Fürst | Albert II. | — | |
| 2 Sultanate | |||||
| Brunei | Absolut | Sultan | Hassanal Bolkiah | Letzte absolute Monarchie im östlichen Asien. Der offizielle Titel des Oberhaupts lautet „Sultan und Yang Di-Pertuan“, auf Deutsch „Oberster Herrscher“. | |
| Oman | Absolut | Sultan | Haitham bin Tariq bin Taymur | — | |
| 3 Emirate | |||||
| Katar | Absolut | Emir | Tamīm bin Hamad ath-Thānī | — | |
| Kuwait | Konstitutionell | Emir | Mischal al-Ahmad al-Dschabir as-Sabah | Bis 1991 absolute Monarchie, zwischen 1991 und 1996 Bildung eines Parlaments. | |
| Vereinigte Arabische Emirate | Konstitutionell (de jure) Absolut (de facto) |
Staatspräsident | Muhammad bin Zayid Al Nahyan | Wahlmonarchie, bestehend aus 7 Emiraten (siehe dazu Abschnitt „Subnationale Monarchien“). Formell kann jeder der sieben Emire des Bundes zum Bundesoberhaupt gewählt werden, traditionell wird aber immer der aktuelle Emir von Abu Dhabi gewählt. | |
| 1 souveräne territoriale Basis des Heiligen Stuhls | |||||
| Vatikanstadt | Absolute Wahlmonarchie | Papst | Leo XIV. | Letzte absolute Monarchie Europas und einzige christliche Theokratie der Welt. Der Papst wird von wahlberechtigten Kardinälen im Konklave gewählt und ist als Bischof von Rom und Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche ex officio Monarch der Vatikanstadt. | |
Subnationale Monarchien
Abgesehen von den oben aufgeführten Ländern gibt es folgende Monarchien, die jeweils innerhalb eines international anerkannten unabhängigen Staates mit föderalem Aufbau liegen. Teilweise sind diese Gesamtstaaten sogar auf Bundesebene republikanisch verfasst.
Kronbesitzungen der britischen Krone
| Land | Monarch | Aktuell | Teil von | |
|---|---|---|---|---|
| Guernsey | Herzog | Charles III. | Herzogtum Normandie | |
| Jersey | Herzog | Charles III. | Herzogtum Normandie | |
| Isle of Man | Lord | Charles III. | Lordschaft Man |
Siehe auch
- Liste der Monarchien in Afrika
- Liste der Monarchien in Asien
- Liste der Monarchien in Europa
- Liste der reichsten Monarchen
- Monarchismus im deutschsprachigen Raum
- Thronprätendent
- Autokratie
- Liste von Kopfbedeckungen monarchischer Oberhäupter auf Staatsebene
Literatur
- Horst Dreitzel: Monarchiebegriffe in der Fürstengesellschaft. Semantik und Theorie der Einherrschaft in Deutschland von der Reformation bis zum Vormärz. 2 Bände. Böhlau, Köln u. a. 1991, ISBN 3-412-22788-9.
- Hartmut Fähndrich (Hrsg.): Vererbte Macht. Monarchien und Dynastien in der arabischen Welt. Campus, Frankfurt am Main / New York 2005, ISBN 3-593-37733-0.
- Steffen Hillebrecht: Ansätze einer „Sociologie Royale“. Über die gesellschaftliche Bedeutung und Funktion der Monarchie in der modernen GesellschaftLIT-Verlag, Münster 2025, ISBN 978-3-643-15693-8.
- Pierre Miquel: Europas letzte Könige. Die Monarchie im 20. Jahrhundert. DVA, Stuttgart 1994, ISBN 3-421-06692-2 (zuletzt: Albatros, Düsseldorf 2005, ISBN 3-491-96149-1)
- Torsten Oppelland: Die europäische Monarchie. Ihre Entstehung, Entwicklung und Zukunft. Merus, Hamburg 2007, ISBN 978-3-939519-52-2.
- Gisela Riescher, Alexander Thumfart: Monarchien. Nomos, Baden-Baden 2008, ISBN 978-3-8329-3827-7.
Weblinks
- Literatur von und über Monarchie im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
- ↑ Eckhard Jesse: Republik/Republikanismus. In: Handbuch Staat. Springer Fachmedien Wiesbaden, Wiesbaden 2018, S. 587–597, doi:10.1007/978-3-658-20744-1_53.
- ↑ Monarchie: Definition, Geschichte und Formen. Abgerufen am 1. Juli 2026 (österreichisches Deutsch).
- ↑ a b Justus Cobet: Monarchia. In: Der Neue Pauly, Band 8: Mer–Op. J.B. Metzler, Stuttgart 2000, S. 352.
- ↑ Platon, Politikos, 291c–303d.
- ↑ Polybios 1,1,6,3–10.
- ↑ Wilfried Nippel: Politische Theorien der griechisch-römischen Antike. In: Hans-Joachim Lieber (Hrsg.): Politische Theorien von der Antike bis zur Gegenwart. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1993, S. 29 ff. und 39 ff.
- ↑ Eberhard Isenmann: König oder Monarch? Aspekte der Regierung und Verfassung des römisch-deutschen Reichs um die Mitte des 15. Jahrhunderts. In: Rainer C. Schwinges, Christian Hesse, Peter Moraw (Hrsg.): Europa im späten Mittelalter. Politik – Gesellschaft – Kultur (= Historische Zeitschrift. Beihefte. Band 40). Oldenbourg, München 2006, ISBN 3-486-64440-8, S. 71–98.
- ↑ Eberhard Isenmann: Reichsrecht und Reichsverfassung in Konsilien reichsstädtischer Juristen (15.–17. Jahrhundert). In: Roman Schnur (Hrsg.): Die Rolle der Juristen bei der Entstehung des modernen Staates. Duncker & Humblot, Berlin 1986, ISBN 3-428-06044-X, S. 545–628.
- ↑ Eberhard Isenmann: Der römisch-deutsche König und „imperator modernus“ als „monarcha“ und „princeps“ in Traktaten und deutschen Konsilien des 15./16. Jahrhunderts. In: Orazio Condorelli (Hrsg.): "Panta rei". Studi dedicati a Manlio Bellomo. Band 3. Il Cigno Edizioni, Rom 2004, S. 15–79.
- ↑ Tobias Haas: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme. Freiburg 2014, S. 195 f. (uni-freiburg.de).
- ↑ Peter Schwacke, Guido Schmidt: Staatsrecht. 5. Auflage. Stuttgart 2007.
- ↑ Karl Loewenstein: Die Monarchie im modernen Staat. Frankfurt am Main 1952.
- ↑ Ernst Fraenkel: Staatsformen. In: Ernst Fraenkel, Karl Dietrich Bracher (Hrsg.): Staat und Politik. 3. Auflage. Frankfurt am Main 1964, S. 317–319.
- ↑ Eckhard Jesse: Typologie politischer Systeme der Gegenwart. In: Harald Geiss (Hrsg.): Grundwissen Politik (= Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung. Band 345). 3. Auflage. Bonn 1997, S. 239–312.
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- ↑ Bhutan Constitution auf: telegraphindia.com, Ausrufung der konstitutionellen Monarchie in Bhutan.
- ↑ Tobias Haas: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme. Freiburg 2014, S. 189 (uni-freiburg.de).
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- ↑ Winfried Steffani: Parlamentarische und präsidentielle Demokratie. Strukturelle Aspekte westlicher Demokratien. Opladen, 1979, S. 38 f.
- ↑ Tobias Haas: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme. Freiburg 2014, S. 190 f. (uni-freiburg.de).
- ↑ Klaus von Beyme: Die parlamentarische Demokratie. Entstehung und Funktionsweise 1789-1999. 4. Auflage. Opladen, Wiesbaden 2004.
- ↑ Tobias Haas: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme. Freiburg 2014, S. 192 f. (uni-freiburg.de).
- ↑ Tobias Haas: Monarchien versus Republiken. Ein Beitrag zur Unterscheidung von Typen politischer Systeme. Freiburg 2014, S. 194 f. (uni-freiburg.de).
- ↑ Richard Rose: Monarchy, Constitutional. In: Seymour Martin Lipset (Hrsg.): The Encyclopedia of Democracy. Band III. London 1995, S. 843–847.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o Commonwealth-Königreiche (Monarchien, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist und (mit Ausnahme des Vereinigten Königreichs selbst) jeweils von einem Generalgouverneur vertreten wird).
- ↑ Martin Sebaldt: Die Macht der Parlamente. Funktionen und Leistungsprofile nationaler Volksvertretungen in den alten Demokratien der Welt. VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009.
- ↑ Steffanie Richter: Modell Aotearoa: der Prozess der Wahlsystemreform in Neuseeland. Galda + Wilch, Berlin 1999, S. 15.
- ↑ Ismail Dalay, Supriyo Bhattacharya: Neuseeland. In: Matthias Kowasch, Wolfgang Gieler, Andreas Dittmann (Hrsg.): Die Außenpolitik der Staaten Ozeaniens Ein Handbuch: Von Australien bis Neuseeland, von Samoa bis Vanuatu. Ferdinand Schöningh, 2010, S. 93–106.
- ↑ Hermann Groß, Walter Rothholz: Das politische System Norwegens. In: Wolfgang Ismayr (Hrsg.): Das politische System Norwegens. UTB, 1997, ISBN 978-3-322-95712-2, S. 125–157 (springer.com).