„spira mirabilis“ – Versionsunterschied
| [ungesichtete Version] | [ungesichtete Version] |
Die Seite wurde neu angelegt: „spira mirabilis Q: goldener Schnitt (Geometrische Aussagen) {{SchaufensterBeginn|spira mirabilis}} mini|Spira mirabilis generiert aus einem Goldenen Dreieck, Kurve mithilfe [[GeoGebra erzeugt, siehe Animation der Konstruktion]] Die Spira mirabilis ist ebenfalls ein Sonderfall der logarithmischen Spirale: Ihr Streckungsfaktor ist <math>\Phi^{-1}</math…“ |
KKeine Bearbeitungszusammenfassung |
||
| Zeile 5: | Zeile 5: | ||
{{SchaufensterBeginn|spira mirabilis}} | {{SchaufensterBeginn|spira mirabilis}} | ||
[[Datei:01_Spira_mirabilis.svg|mini|Spira mirabilis generiert aus einem Goldenen Dreieck, Kurve mithilfe [[GeoGebra]] erzeugt, siehe [[:Datei:01 Spira mirabilis-Animation.gif|Animation der Konstruktion]]]] | [[Datei:01_Spira_mirabilis.svg|mini|Spira mirabilis generiert aus einem Goldenen Dreieck, Kurve mithilfe [[GeoGebra]] erzeugt, siehe [[:Datei:01 Spira mirabilis-Animation.gif|Animation der Konstruktion]]]] | ||
Die Spira mirabilis ist ebenfalls ein Sonderfall der logarithmischen Spirale: Ihr Streckungsfaktor ist <math>\Phi^{-1}</math>,<ref name="AB18">Albrecht Beutelspacher, Bernhard Petri: ''Der Goldene Schnitt.'' Spektrum, Heidelberg/Berlin/Oxford 1988, ISBN 3-411-03155-7, S. 62.</ref> sprich der [[Kehrwert | Die Spira mirabilis ist ebenfalls ein Sonderfall der logarithmischen Spirale: Ihr Streckungsfaktor ist <math>\Phi^{-1}</math>,<ref name="AB18">Albrecht Beutelspacher, Bernhard Petri: ''Der Goldene Schnitt.'' Spektrum, Heidelberg/Berlin/Oxford 1988, ISBN 3-411-03155-7, S. 62.</ref> sprich der [[Kehrwert des Goldenen Schnitt|Kehrwert des Goldenen Schnitts]]. Sie benötigt für die Näherungskonstruktion die rekursive Teilung eines Goldenen Dreiecks in je ein gleichschenkliges stumpfwinkliges Dreieck und in ein weiteres, kleineres Goldenes Dreieck. Dies ist begründet durch eine sogenannte Drehstreckung <math>\sigma</math>. Sie enthält eine Drehung um <math>\tfrac{-3\pi}{5}</math> (entspricht <math>-108^\circ</math>). Daraus ergibt sich eine Streckung mit dem Faktor <math>\Phi^{-1}</math>. | ||
Das nebenstehende Bild zeigt ein solches [[gleichschenkliges Dreieck]] <math>\mathrm{ABC}</math> mit den Basiswinkeln <math>72^\circ</math> und dem Scheitelwinkel <math>36^\circ</math> bei <math>\mathrm{A}</math>. Es gilt: <math>\mathrm\overline{|AC|}:\mathrm\overline{|BC|} = \Phi</math>.<ref name="AB18" /> | Das nebenstehende Bild zeigt ein solches [[gleichschenkliges Dreieck]] <math>\mathrm{ABC}</math> mit den Basiswinkeln <math>72^\circ</math> und dem Scheitelwinkel <math>36^\circ</math> bei <math>\mathrm{A}</math>. Es gilt: <math>\mathrm\overline{|AC|}:\mathrm\overline{|BC|} = \Phi</math>.<ref name="AB18" /> | ||
; Vorgehensweise | ;Vorgehensweise | ||
Es beginnt mit dem Halbieren des Winkels <math>72^\circ</math> am Scheitel <math>\mathrm{B}</math>. Dabei teilt der generierte Punkt <math>\mathrm{D}</math> die Schenkellänge <math>\overline\mathrm{AC}</math>im Goldenen Schnitt. Es entsteht dabei das gleichschenklige [[Stumpfwinkliges Dreieck|stumpfwinklige Dreieck]] <math>\mathrm{ABD}</math> sowie das Dreieck <math>\mathrm{BCD}</math>. Dass letzteres auch ein Goldenes Dreieck ist, zeigt die folgende einfache Überprüfung der [[Winkel|Winkelweiten]]. | Es beginnt mit dem Halbieren des Winkels <math>72^\circ</math> am Scheitel <math>\mathrm{B}</math>. Dabei teilt der generierte Punkt <math>\mathrm{D}</math> die Schenkellänge <math>\overline\mathrm{AC}</math>im Goldenen Schnitt. Es entsteht dabei das gleichschenklige [[Stumpfwinkliges Dreieck|stumpfwinklige Dreieck]] <math>\mathrm{ABD}</math> sowie das Dreieck <math>\mathrm{BCD}</math>. Dass letzteres auch ein Goldenes Dreieck ist, zeigt die folgende einfache Überprüfung der [[Winkel|Winkelweiten]]. | ||
| Zeile 27: | Zeile 27: | ||
'''Angenäherte Spira mirabilis mittels Kreisbögen''' | '''Angenäherte Spira mirabilis mittels Kreisbögen''' | ||
* Praktikable Methode als Konstruktion mit Zirkel und Lineal | *Praktikable Methode als Konstruktion mit Zirkel und Lineal | ||
An den gleichschenkligen stumpfwinkligen Dreiecken wird jeweils um deren Scheitelpunkt mit dem stumpfen Winkel ein Kreisbogen mit der Winkelweite <math>108^\circ</math> (entspricht <math>180^\circ - 2\cdot36^\circ</math>) und dem Radius gleich dem eines Schenkels gezogen. | An den gleichschenkligen stumpfwinkligen Dreiecken wird jeweils um deren Scheitelpunkt mit dem stumpfen Winkel ein Kreisbogen mit der Winkelweite <math>108^\circ</math> (entspricht <math>180^\circ - 2\cdot36^\circ</math>) und dem Radius gleich dem eines Schenkels gezogen. | ||
Version vom 17. März 2026, 14:40 Uhr
Q: goldener Schnitt (Geometrische Aussagen)

Die Spira mirabilis ist ebenfalls ein Sonderfall der logarithmischen Spirale: Ihr Streckungsfaktor ist ,[1] sprich der Kehrwert des Goldenen Schnitts. Sie benötigt für die Näherungskonstruktion die rekursive Teilung eines Goldenen Dreiecks in je ein gleichschenkliges stumpfwinkliges Dreieck und in ein weiteres, kleineres Goldenes Dreieck. Dies ist begründet durch eine sogenannte Drehstreckung . Sie enthält eine Drehung um (entspricht ). Daraus ergibt sich eine Streckung mit dem Faktor .
Das nebenstehende Bild zeigt ein solches gleichschenkliges Dreieck mit den Basiswinkeln und dem Scheitelwinkel bei . Es gilt: .[1]
- Vorgehensweise
Es beginnt mit dem Halbieren des Winkels am Scheitel . Dabei teilt der generierte Punkt die Schenkellänge im Goldenen Schnitt. Es entsteht dabei das gleichschenklige stumpfwinklige Dreieck sowie das Dreieck . Dass letzteres auch ein Goldenes Dreieck ist, zeigt die folgende einfache Überprüfung der Winkelweiten.
Am Scheitel ergibt sich durch die Winkelhalbierende des Ausgangsdreiecks die Winkelweite ; der Basiswinkel am Scheitel bleibt unverändert . Wird die Winkelsumme eines ebenen Dreiecks mit berücksichtigt, ist am Scheitel der Basiswinkel ebenfalls . Dies zeigt auf, das entstandene Dreieck und das Goldene Dreieck sind zwei zueinander ähnliche Dreiecke.[1]
Für den Nachweis, dass der Punkt tatsächlich die Schenkellänge im Goldenen Schnitt teilt, gilt:[2]
- .
Nun bedarf es noch der Bestimmung des Polpunktes als Schnittpunkt der beiden Seitenhalbierenden und . Die darüber hinaus eingezeichneten goldenen Dreiecke und anderes mehr zeigen, dass diese Vorgehensweise beliebig weit fortgesetzt werden kann.
Mit und sind die ersten fünf Punkte auf der – noch zu konstruierenden – Spirale bestimmt. Hat der Polpunkt die Polarkoordinaten , so gilt für die Spira mirabilis die Polargleichung[1]
- .
Angenäherte Spira mirabilis mittels Kreisbögen
- Praktikable Methode als Konstruktion mit Zirkel und Lineal
An den gleichschenkligen stumpfwinkligen Dreiecken wird jeweils um deren Scheitelpunkt mit dem stumpfen Winkel ein Kreisbogen mit der Winkelweite (entspricht ) und dem Radius gleich dem eines Schenkels gezogen.
Mit anderen Worten: Am Dreieck (grün) wird um den Scheitelpunkt des Winkels ein Kreisbogen von nach gezogen. Gleiches gilt für die weiteren Dreiecke, die ähnlich dem Dreieck sind.