Zum Inhalt springen

„Grips“ – Versionsunterschied

aus AufEinWort, der freien Forschung
[ungesichtete Version][ungesichtete Version]
Die Seite wurde neu angelegt: „<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Grips | Grips</span> | <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">ml.</abbr></span></span><span class="etymwb-headword"> schnell-wiederholde </span>‘Auffassungsgabe’; (wacher, beweglicher) Verstand (als Voraussetzung für kluges, richtiges Handeln, Reagieren, Beurteilen); eigentlich "Griff, Fassen", Hptwbg. zu mundartl…“
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Grips | Grips</span>&nbsp;|&nbsp;<span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">ml.</abbr></span></span><span class="etymwb-headword">&nbsp;schnell-wiederholde&nbsp;</span>‘Auffassungsgabe’; (wacher, beweglicher) Verstand (als Voraussetzung für kluges, richtiges Handeln, Reagieren, Beurteilen); eigentlich "Griff, Fassen", Hptwbg. zu mundartlich ''gripsen''&nbsp;"schnell, wiederholend fassen, raffen, ansammeln".</p><p>Gripser ist die Mistgabel und wie bei der Tätigkeit Mist mit der Mistgabel aus dem Stall durch wiederholtes schnelles fassen, raffen, ansammeln und fortbewegen den Mist auf einen Haufen zusammenzutragen und aus dem Stall zu bekommen und ein sauberer Stall verbleibt, entsteht übertragend gedacht bei ähnlichem Vorgehen in Bezug auf Wissen und Kenntnisse das Vermögen, die Unwahrheiten, Widersprüche …&nbsp;aus seinem Denken zu bekommen, woraufhin ein reiner, klarer Verstand übrig bleibt.</p><p>Das in diesem Sinne seit dem 19. Jh. besonders in der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="norddeutsch">nordd.</abbr> und <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mitteldeutsch">md.</abbr> Umgangssprache verbreitete Hptw. (daneben mundartlich auch ‘Zugriff, Griff’) gehört zu einem landschaftlich vom 18. Jh. an und vereinzelt schon im 15. Jh. nachzuweisenden Tw.&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">grippen</span>'' ‘an sich raffen’, auch ‘stehlen’; ''Grips'' ist entweder mit ''s''-Wortglied (wie <span class="etymwb-mentioned">Klaps</span>, <span class="etymwb-mentioned">Knicks</span>, <span class="etymwb-mentioned">Schnaps</span> u. a.) unmittelbar zu diesem gebildet oder von der ebenfalls landschaftlich gebräuchlichen Wiederung fnhd.&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">gripsen</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">gripschen, Grips </span>''<span class="etymwb-mentioned">"Griff", ''Gripser'' "Mistgabel"</span>&nbsp;abgeleitet.</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[grip]] + [[-s]] |</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">ml.</abbr></span></span><span class="etymwb-headword">&nbsp;schnell-wiederholde&nbsp;</span>‘Auffassungsgabe’; (wacher, beweglicher) Verstand (als Voraussetzung für kluges, richtiges Handeln, Reagieren, Beurteilen); eigentlich "Griff, Fassen", Hptwbg. zu mundartlich ''gripsen''&nbsp;"schnell, wiederholend fassen, raffen, ansammeln".</p><p>Gripser ist die Mistgabel und wie bei der Tätigkeit Mist mit der Mistgabel aus dem Stall durch wiederholtes schnelles fassen, raffen, ansammeln und fortbewegen den Mist auf einen Haufen zusammenzutragen und aus dem Stall zu bekommen und ein sauberer Stall verbleibt, entsteht übertragend gedacht bei ähnlichem Vorgehen in Bezug auf Wissen und Kenntnisse das Vermögen, die Unwahrheiten, Widersprüche …&nbsp;aus seinem Denken zu bekommen, woraufhin ein reiner, klarer Verstand übrig bleibt.</p><p>Das in diesem Sinne seit dem 19. Jh. besonders in der <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="norddeutsch">nordd.</abbr> und <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mitteldeutsch">md.</abbr> Umgangssprache verbreitete Hptw. (daneben mundartlich auch ‘Zugriff, Griff’) gehört zu einem landschaftlich vom 18. Jh. an und vereinzelt schon im 15. Jh. nachzuweisenden Tw.&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">grippen</span>'' ‘an sich raffen’, auch ‘stehlen’; ''Grips'' ist entweder mit ''s''-Wortglied (wie <span class="etymwb-mentioned">Klaps</span>, <span class="etymwb-mentioned">Knicks</span>, <span class="etymwb-mentioned">Schnaps</span> u. a.) unmittelbar zu diesem gebildet oder von der ebenfalls landschaftlich gebräuchlichen Wiederung fnhd.&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">gripsen</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">gripschen, Grips </span>''<span class="etymwb-mentioned">"Griff", ''Gripser'' "Mistgabel"</span>&nbsp;abgeleitet.</p>

Aktuelle Version vom 16. Dezember 2023, 15:52 Uhr

grip + -s | ml. schnell-wiederholde ‘Auffassungsgabe’; (wacher, beweglicher) Verstand (als Voraussetzung für kluges, richtiges Handeln, Reagieren, Beurteilen); eigentlich "Griff, Fassen", Hptwbg. zu mundartlich gripsen "schnell, wiederholend fassen, raffen, ansammeln".

Gripser ist die Mistgabel und wie bei der Tätigkeit Mist mit der Mistgabel aus dem Stall durch wiederholtes schnelles fassen, raffen, ansammeln und fortbewegen den Mist auf einen Haufen zusammenzutragen und aus dem Stall zu bekommen und ein sauberer Stall verbleibt, entsteht übertragend gedacht bei ähnlichem Vorgehen in Bezug auf Wissen und Kenntnisse das Vermögen, die Unwahrheiten, Widersprüche … aus seinem Denken zu bekommen, woraufhin ein reiner, klarer Verstand übrig bleibt.

Das in diesem Sinne seit dem 19. Jh. besonders in der nordd. und md. Umgangssprache verbreitete Hptw. (daneben mundartlich auch ‘Zugriff, Griff’) gehört zu einem landschaftlich vom 18. Jh. an und vereinzelt schon im 15. Jh. nachzuweisenden Tw. grippen ‘an sich raffen’, auch ‘stehlen’; Grips ist entweder mit s-Wortglied (wie Klaps, Knicks, Schnaps u. a.) unmittelbar zu diesem gebildet oder von der ebenfalls landschaftlich gebräuchlichen Wiederung fnhd. gripsen, gripschen, Grips "Griff", Gripser "Mistgabel" abgeleitet.