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„Begriff“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" ><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">Begriff | begriff |</span> <span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">ml.</abbr></span></span> eine nicht an ein Wort, Zeichen, Gegenstand gebundene Meinungsbedeutungseinheit und damit selbsterwirktes Abbild einer Bewusstseinsbedeutungseinheit, welches ein bestimmtes Dasein räumlich-bildlich verdeutlicht, daß selbst ungegenständlich, unphysikalisch ist und auf&nbsp;Erkenntnis, Anschauung oder Betrachtung über ein Dasein beruht (21 Jh. ndt.).</p><p style="text-align: justify; padding-left: 40px;" >Ein Begriff kann durch ein Wortlaut, Wort, Namen …&nbsp;benannt werden und ist als ''Begriffwort''&nbsp;wortgebildet undoder mit einem ''Zeichen'' als ''Begriffzeichen ''dargestellt undoder bspw. mit einem Gegenstand, Ton, Daseinszustand …, bspw. als einen Begriffgegenstand verschränkt werden und infolge als Mittler zwischen Begriff und Meinungsbedeutungseinheit zu dessen Anregung &nbsp;dienen, um erneut den Begriff als eine entsprechende Bewusstseinsbedeutungseinheit im Bewusstsein zu erhalten (21 Jh. ndt.).</p><p style="text-align: justify; padding-left: 40px;" >Ein Begriff wird somit meist als Begriffwort,&nbsp;''Begriffzeichen ''undoder'' Begriffgegenstand''&nbsp;zum Ausdruck gebracht, ist darauf nicht begrenzt, jedoch sind diese immer begrenzend, da diese Begriffe immer eigenartlich nur mental-geistig ''begreifbar'' "erfassbar, verstehbar" sind und jeder Mensch alleiniger Inhaber seiner eigenen Meinungsbedeutungseinheit über bspw. ein Dasein, einen Daseinszustand, eine Erscheinung … hat und diese von Mensch zu Mensch bedingt gemäß jeweils eigenem Verständniß höchstens sehr ähnlich übereinstimmend sind (21 Jh. ndt.).</p><p>''Begriff''&nbsp;ist scheinbar eine Hptwbg. zu&nbsp;''begriff ''als&nbsp;die Vergangenheitsform vom&nbsp;Tw.&nbsp;''begreifen'', somit ''begriff''&nbsp;zu&nbsp;''Begriff'', steht jedoch als ''Begreifen'' zu ''Reife'', ''reifen'', ''gereifen, ''somit<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">&nbsp;wohl zugleich verständlicherweise von der Übung <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">abgeleitet,</abbr></abbr>&nbsp;durch ''ergreifen'' und wiederholendes ''begreifen''&nbsp;bspw. durch&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">Tasten, Fühlen der Gestallt eines Gegenstand&nbsp;</abbr>entstehender Zustand im Bewusstsein ''verstanden'' zu haben.&nbsp;Ein ''Begriff'' bedingt die ''Reifung'' einer Erkenntniß (s. ''Begreifen'')&nbsp;(21 Jh. ndt.).</p><p style="text-align: justify;" >Ein ''Begriff'' bedingt eine mental-geistige Erkenntniß und ist daher immer vom Dasein abgelöst, ein selbsterwirktes selbsterlangtes Abbild einer immer eigenen Vorstellung, Anschauung, Betrachtung … über ein Daseins, Nichtdasein undoder Meinungsdasein und vom Vorstellungsvermögen, wie auch vom Daseinszustand des Erkennenden abhängig (21 Jh. ndt.).</p><p style="text-align: justify; padding-left: 40px;" >Ein ''Begriff'' ist bedingt immer räumlich, da ein ''Begriff'' über ein Dasein die Natur als Ganzes oder ein Bestandteil der Natur in dessen Dasein, Sein, Tun, Haben undoder Werden, wie auch als Ganzes und darüber hinaus es sich um eine Wahrnehmung, Erkenntiß, Vorstellung oder Ähnlichem handelt und so sagt ein ''Begriff'' nicht bedingt aus, daß es dieses Dasein auch tatsächlich, möglich, wirkend, dinglich &nbsp;ist – dies muß man ''begreifen'' (21 Jh. ndt.).</p><p style="text-align: justify;" ><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">''<span class="etymwb-mentioned">Begriff</span>'' kommt durch die philosophischen Aufklärer [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Wolff_(Philosoph) Wolff] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Thomasius Thomasius] allgemein in Gebrauch,&nbsp;</abbr><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">begrif&nbsp;</span>ist'' zu ''<span class="etymwb-mentioned">begreifen</span>'' im Sinne von ‘umfassen, enthalten’ gebildet und bedeutet ‘Umfang, Bezirk, Umfang und Inhalt einer Vorstellung’, ferner ‘Zusammenfassung, kurzer Auszug’;&nbsp;siehe auch Begriffdeutungsvermögen; ¦√¦ uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/g%CA%B0reyb-&action=edit&redlink=1 *gʰreyb-]&nbsp;"greif"</em>;&nbsp;</p><p>''<span class="etymwb-mentioned">Begriff</span>'' und <span class="etymwb-mentioned">Vorstellung</span> werden in der philosophischen ''Begrifflehre'' bald gegeneinander abgegrenzt, in der Zeit der Aufklärung auf „Allgemeinvorstellung“ eingeengt und zur Übersetzung von „Idee“ verwendet, so daß ''<span class="etymwb-mentioned">Begriff</span> ''die heute vorherrschende Bedeutung ‘wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen, die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefaßt sind’ erhält. S. auch ''begrifflich'' und ''begreiflich.''</p><p>[glossary_exclude]</p><p>[https://spresy.de/beziehung-wort-wortbegriff-zu-begriffwort/ Beziehung Wort, Wortbegriff zu Begriffwort]</p><p>[/glossary_exclude]</p>
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[be-]] + [[Griff]] |</span> [[Abk./ml.|Abk./<span class="etymwb-gramgrp"><abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="Maskulinum">ml.</abbr></span>]]</span>  
 
'''Begriff''' 
 
* <abbr>[[mhdt.]]</abbr> ''begrif''
** ist zu ''begreifen'' im Sinne von ‘umfassen, enthalten’ gebildet
** und bedeutet ‘Umfang, Bezirk, Umfang und Inhalt einer Vorstellung’,
** ferner ‘Zusammenfassung, kurzer Auszug’.
* ''Begriff'' kommt durch die philosophischen Aufklärer [[Christian von Wolff|Wolff]] und [[Christian Thomasius|Thomasius]]  allgemein in Gebrauch;
** ''Begriff'' und ''[[Vorstellung]]'' werden in der philosophischen Terminologie bald gegeneinander abgegrenzt,
*** so daß ''Begriff'' die heute vorherrschende Bedeutung
**** ‘wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen,
***** die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefaßt sind’ erhält.
 
Eine nicht an ein Wort, Zeichen, Gegenstand gebundene Meinungsbedeutungseinheit und damit selbsterwirktes Abbild einer Bewusstseinsbedeutungseinheit, welches ein bestimmtes Dasein räumlich-bildlich verdeutlicht, daß selbst ungegenständlich, unphysikalisch ist und auf Erkenntnis, Anschauung oder Betrachtung über ein Dasein beruht ([[Anm. KF]]).
 
Ein Begriff kann durch ein Wortlaut, Wort, Namen … benannt werden und ist als Begriffwort wortgebildet undoder mit einem Zeichen als Begriffzeichen dargestellt undoder bspw. mit einem Gegenstand, Ton, Daseinszustand …, bspw. als einen Begriffgegenstand verschränkt werden und infolge als Mittler zwischen Begriff und Meinungsbedeutungseinheit zu dessen Anregung dienen, um erneut den Begriff als eine entsprechende Bewusstseinsbedeutungseinheit im Bewusstsein zu erhalten ([[Anm. KF]]).
 
Ein Begriff wird somit meist als Begriffwort, Begriffzeichen undoder Begriffgegenstand zum Ausdruck gebracht, ist darauf nicht begrenzt, jedoch sind diese immer begrenzend, da diese Begriffe immer eigenartlich nur mental-geistig begreifbar "erfassbar, verstehbar" sind und jeder Mensch alleiniger Inhaber seiner eigenen Meinungsbedeutungseinheit über bspw. ein Dasein, einen Daseinszustand, eine Erscheinung … hat und diese von Mensch zu Mensch bedingt gemäß jeweils eigenem Verständniß höchstens sehr ähnlich übereinstimmend sind ([[Anm. KF]]).
 
Begriff ist scheinbar eine Hptwbg. zu begriff als die Vergangenheitsform vom Tw. begreifen, somit begriff zu Begriff, steht jedoch als Begreifen zu Reife, reifen, gereifen, somit wohl zugleich verständlicherweise von der Übung abgeleitet, durch ergreifen und wiederholendes begreifen bspw. durch Tasten, Fühlen der Gestallt eines Gegenstand entstehender Zustand im Bewusstsein verstanden zu haben. Ein Begriff bedingt die Reifung einer Erkenntniß (s. ''[[Begreifen]]'') ([[Anm. KF]]).
 
Ein Begriff bedingt eine mental-geistige Erkenntniß und ist daher immer vom Dasein abgelöst, ein selbsterwirktes selbsterlangtes Abbild einer immer eigenen Vorstellung, Anschauung, Betrachtung … über ein Daseins, Nichtdasein undoder Meinungsdasein und vom Vorstellungsvermögen, wie auch vom Daseinszustand des Erkennenden abhängig ([[Anm. KF]]).
 
Ein Begriff ist bedingt immer räumlich, da ein Begriff über ein Dasein die Natur als Ganzes oder ein Bestandteil der Natur in dessen Dasein, Sein, Tun, Haben undoder Werden, wie auch als Ganzes und darüber hinaus es sich um eine Wahrnehmung, Erkenntiß, Vorstellung oder Ähnlichem handelt und so sagt ein Begriff nicht bedingt aus, daß es dieses Dasein auch tatsächlich, möglich, wirkend, dinglich ist – dies muß man ''[[begreifen]]'' ([[Anm. KF]]).
 
== Siehe auch ==
 
* [https://spresy.de/beziehung-wort-wortbegriff-zu-begriffwort/ Beziehung Wort, Wortbegriff zu Begriffwort]
* [[Begriffdeutungsvermögen]]
* ''[[begrifflich]]'' und ''[[begreiflich]].''
* uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">[https://en.wiktionary.org/w/index.php?title=Reconstruction:Proto-Indo-European/g%CA%B0reyb-&action=edit&redlink=1 *gʰreyb-] "greif"</em>;

Version vom 15. Januar 2024, 17:38 Uhr

be- + Griff | Abk./ml.

Begriff

  • mhdt. begrif
    • ist zu begreifen im Sinne von ‘umfassen, enthalten’ gebildet
    • und bedeutet ‘Umfang, Bezirk, Umfang und Inhalt einer Vorstellung’,
    • ferner ‘Zusammenfassung, kurzer Auszug’.
  • Begriff kommt durch die philosophischen Aufklärer Wolff und Thomasius allgemein in Gebrauch;
    • Begriff und Vorstellung werden in der philosophischen Terminologie bald gegeneinander abgegrenzt,
      • so daß Begriff die heute vorherrschende Bedeutung
        • ‘wesentliche Merkmale einer Sache oder einer Gruppe von Erscheinungen,
          • die zu einer gedanklichen Einheit zusammengefaßt sind’ erhält.

Eine nicht an ein Wort, Zeichen, Gegenstand gebundene Meinungsbedeutungseinheit und damit selbsterwirktes Abbild einer Bewusstseinsbedeutungseinheit, welches ein bestimmtes Dasein räumlich-bildlich verdeutlicht, daß selbst ungegenständlich, unphysikalisch ist und auf Erkenntnis, Anschauung oder Betrachtung über ein Dasein beruht (Anm. KF).

Ein Begriff kann durch ein Wortlaut, Wort, Namen … benannt werden und ist als Begriffwort wortgebildet undoder mit einem Zeichen als Begriffzeichen dargestellt undoder bspw. mit einem Gegenstand, Ton, Daseinszustand …, bspw. als einen Begriffgegenstand verschränkt werden und infolge als Mittler zwischen Begriff und Meinungsbedeutungseinheit zu dessen Anregung dienen, um erneut den Begriff als eine entsprechende Bewusstseinsbedeutungseinheit im Bewusstsein zu erhalten (Anm. KF).

Ein Begriff wird somit meist als Begriffwort, Begriffzeichen undoder Begriffgegenstand zum Ausdruck gebracht, ist darauf nicht begrenzt, jedoch sind diese immer begrenzend, da diese Begriffe immer eigenartlich nur mental-geistig begreifbar "erfassbar, verstehbar" sind und jeder Mensch alleiniger Inhaber seiner eigenen Meinungsbedeutungseinheit über bspw. ein Dasein, einen Daseinszustand, eine Erscheinung … hat und diese von Mensch zu Mensch bedingt gemäß jeweils eigenem Verständniß höchstens sehr ähnlich übereinstimmend sind (Anm. KF).

Begriff ist scheinbar eine Hptwbg. zu begriff als die Vergangenheitsform vom Tw. begreifen, somit begriff zu Begriff, steht jedoch als Begreifen zu Reife, reifen, gereifen, somit wohl zugleich verständlicherweise von der Übung abgeleitet, durch ergreifen und wiederholendes begreifen bspw. durch Tasten, Fühlen der Gestallt eines Gegenstand entstehender Zustand im Bewusstsein verstanden zu haben. Ein Begriff bedingt die Reifung einer Erkenntniß (s. Begreifen) (Anm. KF).

Ein Begriff bedingt eine mental-geistige Erkenntniß und ist daher immer vom Dasein abgelöst, ein selbsterwirktes selbsterlangtes Abbild einer immer eigenen Vorstellung, Anschauung, Betrachtung … über ein Daseins, Nichtdasein undoder Meinungsdasein und vom Vorstellungsvermögen, wie auch vom Daseinszustand des Erkennenden abhängig (Anm. KF).

Ein Begriff ist bedingt immer räumlich, da ein Begriff über ein Dasein die Natur als Ganzes oder ein Bestandteil der Natur in dessen Dasein, Sein, Tun, Haben undoder Werden, wie auch als Ganzes und darüber hinaus es sich um eine Wahrnehmung, Erkenntiß, Vorstellung oder Ähnlichem handelt und so sagt ein Begriff nicht bedingt aus, daß es dieses Dasein auch tatsächlich, möglich, wirkend, dinglich ist – dies muß man begreifen (Anm. KF).

Siehe auch