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Begreifen

aus AufEinWort, der freien Forschung

begreifen | Tw. bewirken, erwirken der Reifung einer Erkenntniß eines Begriff, Begriffwort, Begriffzeichen, Dasein, Daseinszustand, einer Erscheinung aufgrund von bewusstwerden, geistig voll erfassen, umfassen, einschließen (21 Jh. ndt.); ahd. bigrīfan (8. Jh.), mhd. begrīfen, mnd. begrīpen, nl. begrijpen bedeuten ursprünglich ‘ergreifen, betasten’, auch ‘umfassen, enthalten’ (s. greifen).

Bewirken einer Vorstellung eines Meinungsabbild aufgrund der Reifung, erlangten Reife als Bewusstseinsbedeutungseinheit. Ein so erwirktes Meinungsabbild ist der Begriffbildung vorbedingt, sowie folge des Begreifen eines Begriff, eines Begriffwort, Begriffzeichen …, welches man im weiteren Denken, Meinen, Schlußfolgern wie einen Gegenstand, eigentlich eher als Ding im Bezug auf Denken und Denkvermögen verwendet. (21 Jh. ndt.).

Schon in ahd. Zeit, wo es lat. comprehendere ‘begreifen’ übersetzt; zu lat. com- ‘zusammen, gemeinsam’, + prehendere, prehendō "vorgreifen, vorher nehmen", prae- „Vorder-, Vor-“ +‎ *hendō „nehmen, ergreifen“, "in den, mit den Händen haltend".

Später vor allem bei den Mystikern, erfährt das Wort eine Bedeutungserweiterung, indem körperliches ‘Greifen, Fassen’ auf geistige Aneignung, ‘mit dem Verstande erfassen, verstehen’, ausgedehnt wird.