„Morphium“ – Versionsunterschied
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Das im Milchsaft der Samenkapsel des Mohns vorkommende [[Alkaloid]], das als Betäubungsmittel verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird, entdeckt (1804) der deutsche Apotheker [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Sert%C3%BCrner F. Sertürner]. | |||
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In der Chemie wird die Bezeichnung (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe [[-īn]]) umgestaltet zu Morphin n. (1818). Dazu Morphinismus m. ‘Morphiumsucht’, Morphinist m. ‘Morphiumsüchtiger’ (Ende 19. Jh.). | |||
Version vom 19. Januar 2024, 16:49 Uhr
Das im Milchsaft der Samenkapsel des Mohns vorkommende Alkaloid, das als Betäubungsmittel verwendet und auch als Rauschgift gebraucht wird, entdeckt (1804) der deutsche Apotheker F. Sertürner.
Er nennt es (in einer Veröffentlichung von 1806) wegen seiner einschläfernden Wirkung Morphium, gebildet zu grie. Μορφεύς, lat. Morpheus, dem Namen des Gottes der Träume und des Sohnes des Schlafs, und (in der Endung) zu Opium (s. d.).
Der Name des Gottes ist (nach den angeblich von ihm geschaffenen Traumgestalten) abgeleitet von grie. μορφή morphē/dt. (s. Morphologie).
In der Chemie wird die Bezeichnung (mit der zur Bildung von Substanzbezeichnungen geläufigen Nachsilbe -īn) umgestaltet zu Morphin n. (1818). Dazu Morphinismus m. ‘Morphiumsucht’, Morphinist m. ‘Morphiumsüchtiger’ (Ende 19. Jh.).