„Finstern“ – Versionsunterschied
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<span class="dwb-form">FINSTERN</span><ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1669, Z. 55.''</ref><span class="dwb-form">,</span> | <span class="dwb-form">FINSTERN</span><ref>''Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1669, Z. 55.''</ref><span class="dwb-form">,</span> | ||
Aktuelle Version vom 8. Juni 2025, 05:56 Uhr
FINSTERN[1],
nach zwei bedeutungen,
1) intr. ahd. finstarên, nigrescere, caligari: finstrêt mitti tac, tenebricat meridies. hymn. 12. mhd.
ëʒ vinstert bald.
s. 255;
nhd. vinstern oder dick werden. voc. 1482 kk 5ᵇ; darumb das kein gottes gnade noch güte über sie scheinet, sondern eitel wetter und wirbel des göttlichen zorns über sie finstret. 3, 174ᵃ; Vreneli trippelte ungeduldig hinter die base und sagte, sie wollten doch machen und fort, es finstere ja schon. Uli303.
2) tr. ahd. finstaran, caligare, obscurare. nhd. diese edle und klare auslegung deuten und finstern sie mit einer andern glose. 1, 188ᵇ;
die sonne finstert sich.
kurzg. forts. s. 2;
der todten (freiheit) schatten finstert den abendstern,
und wird, wenn nun zu seiner heimat
er sich erhebt, den orion finstern.
7, 30;
mögt so gern den bauersmann bespötteln,
ha! und furcht die stirn bei allem gold!
finstert trotz juwel und bankozetteln,
euren blick, der mit dem schicksal schmollt.
280.
s. befinstern, entfinstern, erfinstern, verfinstern.
- ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1669, Z. 55.