„Idee“ – Versionsunterschied
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[[ide-]][[-e]] f. {{dt.-agrie.}}, {{dt.-frz.-lat.}}, {{dt.-lat.-grie.}}, [[eigtl.]] [[Sichteinheit]] [[sgm.]] das einzelne 'Gesehene und Erkannte': {{Wrtdtng}}: kleinste ureigene unteilbare einzelne [[Denkeinheit]]; | [[ide-]][[-e]] f. {{dt.-agrie.}}, {{dt.-frz.-lat.}}, {{dt.-lat.-grie.}}, [[eigtl.]] [[Sichteinheit]] [[sgm.]] das einzelne 'Gesehene und Erkannte': {{Wrtdtng}}: kleinste ureigene unteilbare einzelne [[Denkeinheit]]; | ||
* '''Idee''' <abbr>f.</abbr> | * '''Idee''' <abbr>f.</abbr> ‘[[Urbild]], [[Gedanke]], [[Begriff]], [[Einfall]], Kleinigkeit’. | ||
* <abbr>Grie.</abbr> ''[[idéa]]'' (''ἰδέα''), (agrie. [[idéā]] ἰδέᾱ) | * <abbr>Grie.</abbr> ''[[idéa]]'' (''ἰδέα''), (agrie. [[idéā]] ἰδέᾱ) | ||
* <abbr>lat.</abbr> ''[[idea]]'' ‘Erscheinung, Gestalt, Beschaffenheit, Art, Form, Urbild’, | * <abbr>lat.</abbr> ''[[idea]]'' ‘Erscheinung, Gestalt, Beschaffenheit, Art, Form, Urbild’, | ||
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*** in der die ''[[Ideen]]'' als die ‘unveränderlichen Urbilder der Dinge’ dargestellt werden, | *** in der die ''[[Ideen]]'' als die ‘unveränderlichen Urbilder der Dinge’ dargestellt werden, | ||
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*** und ist seit dem 17. Jh. in der eingedeutschten Form ''Idee'' ([[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]], [[Thomasius]]) nachzuweisen (doch noch im 18. Jh. auch in <abbr>lat.</abbr> Form belegt). | *** und ist seit dem 17. Jh. in der eingedeutschten Form ''Idee'' ([[Gottfried Wilhelm Leibniz|Leibniz]], [[Thomasius]], ({{Anm. KF}} bei [[Christian von Wolff|Wolff]] '[[Begriff]]') nachzuweisen (doch noch im 18. Jh. auch in <abbr>lat.</abbr> Form belegt). | ||
* ''Idee'' wird zum grundlegenden Allgemeinbegriff der Philosophie, | * ''Idee'' wird zum grundlegenden Allgemeinbegriff der Philosophie, | ||
** der in [[Idealismus|idealistischen Weltanschauungen]] gegenüber der Materie als [[primär]] und bestimmend aufgefaßt wird. | ** der in [[Idealismus|idealistischen Weltanschauungen]] gegenüber der Materie als [[primär]] und bestimmend aufgefaßt wird. | ||
Version vom 23. April 2024, 09:24 Uhr
ide--e f. Vorlage:dt.-agrie., Vorlage:dt.-frz.-lat., Vorlage:dt.-lat.-grie., eigtl. Sichteinheit sgm. das einzelne 'Gesehene und Erkannte': Wrtdtng:: kleinste ureigene unteilbare einzelne Denkeinheit;
- Idee f. ‘Urbild, Gedanke, Begriff, Einfall, Kleinigkeit’.
- Grie. idéa (ἰδέα), (agrie. idéā ἰδέᾱ)
- lat. idea ‘Erscheinung, Gestalt, Beschaffenheit, Art, Form, Urbild’,
- Idee wird zum grundlegenden Allgemeinbegriff der Philosophie,
- der in idealistischen Weltanschauungen gegenüber der Materie als primär und bestimmend aufgefaßt wird.
- Daneben wandelt sich in allgemeiner Vorstellung
- (unter dem Einfluß von frz. idée)
- die Bedeutung im 17. Jh. zu ‘geistige, gedankliche Vorstellung, Gedanke, Begriff’
- (in Anlehnung an Descartes),
- dann auch zu
- Über diese Entwicklung wird der philosophische Terminus zugleich ein Wort der Alltagssprache
- mit den Bedeutungen ‘Einfall, plötzliche Eingebung’
- sowie ‘Kleinigkeit, ein wenig’ (19. Jh.),
- wohl aus Verwendungen wie ‘Andeutung einer Vorstellung’.
uhel. *widéhā, von uig. *widése, *wéydos (Wortumbildung zu eîdos, von der Ww. uig. *weyd- “sehen”.