aus AufEinWort, der freien Forschung
Idee-n Nwf. Mz.
‘unveränderlichen Urbilder der Dinge’ (Platon)
▷ ide--e f.
agr.-deu.,
lat.-frz.-deu.,
agr.-lat.-deu.,
egtl. Sichteinheit sgm. das einzelne 'Gesehene und Erkannte':
Wrtdtng:: kleinste ureigene unteilbare einzelne
Denkeinheit;
- Idee f. ‘Urbild, Gedanke, Begriff, Einfall, Kleinigkeit’.
- Grie. idéa (ἰδέα), (agr. idéā ἰδέᾱ)
- lat. idea ‘Erscheinung, Gestalt, Beschaffenheit, Art, Form, Urbild’,
- Verbalabstraktum zu grie. (Aorist) idé͞in (ἰδεῖν) ‘sehen, erblicken, zu erfahren suchen’
- (vgl. lat. vidēre ‘sehen’, s. wissen),
- gelangt mit der Verbreitung der Philosophie Platons,
- in der die Ideen als die ‘unveränderlichen Urbilder der Dinge’ dargestellt werden,
- in die übrigen europ. Sprachen
- und ist seit dem 17. Jh. in der eingedeutschten Form Idee (Leibniz, Thomasius, (Anm. KF: bei Wolff 'Begriff') nachzuweisen (doch noch im 18. Jh. auch in lat. Form belegt).
- Idee wird zum grundlegenden Allgemeinbegriff der Philosophie,
- der in idealistischen Weltanschauungen gegenüber der Materie als primär und bestimmend aufgefaßt wird.
- Daneben wandelt sich in allgemeiner Vorstellung
- (unter dem Einfluß von frz. idée)
- die Bedeutung im 17. Jh. zu ‘geistige, gedankliche Vorstellung, Gedanke, Begriff’
- dann auch zu
- ‘Meinung, die man von etw. hat’ (Herder),
- ‘Grundgedanke einer wissenschaftlichen Arbeit, eines Kunstwerks, dichterischer Stoff, Plan’ (Goethe).
- Über diese Entwicklung wird der philosophische Terminus zugleich ein Wort der Alltagssprache
- mit den Bedeutungen ‘Einfall, plötzliche Eingebung’
- sowie ‘Kleinigkeit, ein wenig’ (19. Jh.),
- wohl aus Verwendungen wie ‘Andeutung einer Vorstellung’.
uhel.
*widéhā, von uig.
*widése,
*wéydos (Wortumbildung zu
eîdos, von der Ww. uig.
*weyd- “sehen”.