„Aseität“ – Versionsunterschied
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Aseität {{dt.-lat.}} v. lat. ''[[āseitās]], [[āctum|ā]] [[sē]] „von sich selbst“ + [[-itās]] „[[-ität]]“; "die Seinheit Gottes"'' | |||
Unter '''Aseität''' (von lat. ''a se'', von sich, aus sich selbst; ''aseitas'') versteht man das Aus-sich-[https://de.wikipedia.org/wiki/Sein Sein], ''das Von-sich-selbst-sein'', also etwas, das ''sein Sein nicht von anderswoher empfangen hat''.<sup id="cite_ref-1" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Aseit%C3%A4t#cite_note-1 [1]]</sup><p>Der Ausdruck hat je nach philosophischem Kontext verschiedene Bedeutung.</p> | |||
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Die scholastische [https://de.wikipedia.org/wiki/Philosophie Philosophie] bezeichnete das Sein Gottes als ''[[Ens|ēns]] [[āctum|ā]] [[sē]]'', Sein aus sich (Aseität), d. h. unbedingtes Sein im Gegensatz zum bedingten, [https://de.wikipedia.org/wiki/Kontingenz_(Philosophie) kontingenten], geschaffenen Sein.<p>Die Aseität komme ausschließlich [https://de.wikipedia.org/wiki/Gott Gott] zu, da nur dieser [https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Absolute absolut] sei und sein Sein nicht einem anderen verdanke, wie nach der Auffassung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Scholastik Scholastik] der [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottesbeweis#Via_III:_Kontingenzbeweis Kontingenzbeweis] im Rahmen der [https://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliche_Theologie Natürlichen Theologie] darlegt. In der ''scholastischen [https://de.wikipedia.org/wiki/Theologie Theologie] ist damit also die absolute Unabhängigkeit Gottes, vermöge deren er den Grund seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Existenz#Philosophie Existenz] lediglich in sich selbst hat'', gemeint.<sup id="cite_ref-2" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Aseit%C3%A4t#cite_note-2 [2]]</sup></p> | |||
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Version vom 8. März 2024, 16:21 Uhr
Aseität Vorlage:dt.-lat. v. lat. āseitās, ā sē „von sich selbst“ + -itās „-ität“; "die Seinheit Gottes"
Unter Aseität (von lat. a se, von sich, aus sich selbst; aseitas) versteht man das Aus-sich-Sein, das Von-sich-selbst-sein, also etwas, das sein Sein nicht von anderswoher empfangen hat.[1]
Der Ausdruck hat je nach philosophischem Kontext verschiedene Bedeutung.
Scholastik
Die scholastische Philosophie bezeichnete das Sein Gottes als ēns ā sē, Sein aus sich (Aseität), d. h. unbedingtes Sein im Gegensatz zum bedingten, kontingenten, geschaffenen Sein.
Die Aseität komme ausschließlich Gott zu, da nur dieser absolut sei und sein Sein nicht einem anderen verdanke, wie nach der Auffassung der Scholastik der Kontingenzbeweis im Rahmen der Natürlichen Theologie darlegt. In der scholastischen Theologie ist damit also die absolute Unabhängigkeit Gottes, vermöge deren er den Grund seiner Existenz lediglich in sich selbst hat, gemeint.[2]
Sonstige Bedeutungen
Die Aseität kommt zu
- bei Baruch de Spinoza der Substanz;
- bei Arthur Schopenhauer dem Willen;
- bei Eduard von Hartmann dem Unbewussten.[3]
Siehe auch
Einzelnachweise
- Rudolf Eisler: Wörterbuch der philosophischen Begriffe, Band 1. Berlin 1904, S. 77
- Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 1. Leipzig 1905, S. 850.
- Vgl. Hügli/Lübcke (Hrsg.): Philosophielexikon. 5. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2003: Aseität.