„lehn“ – Versionsunterschied
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Version vom 8. Juni 2025, 13:36 Uhr
lehnen1
- ‘an einen stützenden Gegenstand stellen’,
- rückbeziehend ‘sich an etw. stützen, gegen etw. stellen’. Zugrunde liegen zwei Verben,
- und zwar ein intransitives
- ahdt. hlinēn, linēn (8. Jh.),
- mhdt. linen, lenen ‘lehnen, sich stützen’
- mit
- asächs. hlinon,
- mnl. lenen, loenen, leunen,
- nl. leunen,
- aengl. hleonian, hlinian,
- engl. to lean
- und ein kausatives transitives
- ahdt. hleinen, leinen (um 1000),
- mhdt. leinen ‘lehnen’,
- nhdt. leinen
- (bei obdt. Schriftstellern noch bis zum 18. Jh.)
- mit
- mnl. leinen,
- aengl. hlǣnan.
Die Vermischung von intransitivem und transitivem Gebrauch
- beginnt mhdt.,
- worauf beide Formen wohl in dem
- (neben mhdt. leinen stehenden)
- mdt. lēnen zusammengefallen sind.
- worauf beide Formen wohl in dem
Beide Verben
- führen
- mit ablautendem ahd. hlēo, lēo ‘Grabhügel, Grabmal’ (8. Jh.),
- asächs. hlēo,
- aengl. hlǣw, hlāw,
- got. hlaiw ‘Grab’, hlain ‘Hügel’
- sowie mit
- aind. śráyatē ‘heftet an etw., lehnt sich an, befindet sich’,
- śráyati ‘lehnt, bringt an etw. an, legt auf etw.’,
- grie. klī́nein (κλίνειν) ‘(sich) neigen, (an)lehnen, niederlegen, beugen’
- (s. Klinik, Klima, Klimakterium),
- spätlat. clīnāre ‘biegen, beugen, neigen’
- lat. cliēns "Anlehnende (Schutzbefohlener)'(s. Klient),
- lit. šliẽti ‘anlehnen, stützen’,
- šlýti ‘sich (zur Seite oder nach vorn) neigen’
- aind. śráyatē ‘heftet an etw., lehnt sich an, befindet sich’,
- mit ablautendem ahd. hlēo, lēo ‘Grabhügel, Grabmal’ (8. Jh.),
- auf uig. *k̑lei- (ḱley-) ‘neigen, lehnen’,
lehnen2
lehn,lehne,lehnend,lehnt,lehnte,lehnten,gelehnt,lehenen