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„Begriff der Synonymie“ – Versionsunterschied

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[[Synonymie#Begriff der Synonymie|◀]][[Begriff der Synonymie|▶]]Voraussetzung für den Begriff der Synonymie ist die Unterscheidung zwischen ''Wort'' und ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) Begriff]'' oder, allgemeiner, zwischen dem ''Zeichen'' (oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Bezeichner Bezeichner]) und der ''Bedeutung'' (oder dem Konzept<sup class="reference" id="cite_ref-5">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-5 <span class="cite-bracket">[</span>5]]</sup>) des Zeichens. Im Folgenden ist vor allem von sprachlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Bezeichnung Bezeichnungen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Benennung Benennungen] die Rede und so von ''Wort'' und ''Begriff''. Ein Wort kann für mehrere Begriffe stehen – als [https://de.wikipedia.org/wiki/Homonym Homonym] –, und ebenso kann es für einen Begriff mehrere Wörter geben – als Synonyme. Wörter sind Synonyme zueinander, wenn sie für den gleichen Begriff stehen.
[[Synonymie#Begriff der Synonymie|◀]][[Begriff der Synonymie|▶]]Voraussetzung für den Begriff der Synonymie ist die Unterscheidung zwischen ''Wort'' und ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Begriff_(Philosophie) Begriff]'' oder, allgemeiner, zwischen dem ''Zeichen'' (oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Bezeichner Bezeichner]) und der ''Bedeutung'' (oder dem Konzept<ref><span class="reference-text"><span class="cite">Cristina Vertan: [https://nats-www.informatik.uni-hamburg.de/pub/MSW/WebHome/ontologien.pdf ''Darstellung von Ontologien im Semantic Web - RDFS-.''] Uni Hamburg, 17.&nbsp;November 2003,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 13.&nbsp;August 2024</span>.</span></span></ref>) des Zeichens. Im Folgenden ist vor allem von sprachlichen [https://de.wikipedia.org/wiki/Bezeichnung Bezeichnungen] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Benennung Benennungen] die Rede und so von ''Wort'' und ''Begriff''. Ein Wort kann für mehrere Begriffe stehen – als [https://de.wikipedia.org/wiki/Homonym Homonym] –, und ebenso kann es für einen Begriff mehrere Wörter geben – als Synonyme. Wörter sind Synonyme zueinander, wenn sie für den gleichen Begriff stehen.


Bei einem Begriff (im weiteren Sinn) kann unterschieden werden zwischen seinem Inhalt (seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Intension Intension] bzw. der mit dem Begriff verbundenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Idee Idee]) und seinem Umfang (seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Extension_und_Intension Extension], also der Menge der Objekte, die so bezeichnet werden können) bzw. dem mit dem Begriff gefassten [https://de.wikipedia.org/wiki/Gegenstand Gegenstand]. Mit dieser Unterscheidung ist der Ausdruck „Bedeutung“ mehrdeutig, bezeichnet er doch sowohl die Intension eines Begriffs als auch die Extension oder beides.
Bei einem Begriff (im weiteren Sinn) kann unterschieden werden zwischen seinem Inhalt (seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Intension Intension] bzw. der mit dem Begriff verbundenen [https://de.wikipedia.org/wiki/Idee Idee]) und seinem Umfang (seiner [https://de.wikipedia.org/wiki/Extension_und_Intension Extension], also der Menge der Objekte, die so bezeichnet werden können) bzw. dem mit dem Begriff gefassten [https://de.wikipedia.org/wiki/Gegenstand Gegenstand]. Mit dieser Unterscheidung ist der Ausdruck „Bedeutung“ mehrdeutig, bezeichnet er doch sowohl die Intension eines Begriffs als auch die Extension oder beides.
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Als Fall intensionaler Verschiedenheit und extensionaler Gleichheit kann das Beispiel von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottlob_Frege Gottlob Frege] „Abendstern“ – „Morgenstern“ angeführt werden. Beide Wörter bezeichnen die Venus, allerdings über einen je unterschiedlichen Begriffsinhalt.
Als Fall intensionaler Verschiedenheit und extensionaler Gleichheit kann das Beispiel von [https://de.wikipedia.org/wiki/Gottlob_Frege Gottlob Frege] „Abendstern“ – „Morgenstern“ angeführt werden. Beide Wörter bezeichnen die Venus, allerdings über einen je unterschiedlichen Begriffsinhalt.


Verbreitet wird als Synonymiekriterium eine extensionale Gleichheit für ausreichend angesehen. Synonymie lässt sich dann als extensionale Deckungsgleichheit definieren<sup class="reference" id="cite_ref-6">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-6 <span class="cite-bracket">[</span>6]]</sup> oder als partielle oder vollständige „Referenzgleichheit“ unterschiedlicher Zeichen.<sup class="reference" id="cite_ref-Homberger_7-0">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-Homberger-7 <span class="cite-bracket">[</span>7]]</sup> Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheitswert Wahrheitswert] eines Aussagesatzes ändert sich nicht, wenn sich zwar ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikation Prädikat], nicht aber die durch das Prädikat bezeichnete Extension ändert. So gilt als Kriterium für Synonymie die Austauschbarkeit, ohne dass sich der Wahrheitswert eines Satzes ändert, mit anderen Worten ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4t_(Logik) salva veritate]''.<sup class="reference" id="cite_ref-8">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-8 <span class="cite-bracket">[</span>8]]</sup> In einem ähnlichen Sinn wird eine „Austauschbarkeit in Kontexten ohne einen Bedeutungsunterschied hervorzurufen“ als Kriterium verlangt.<sup class="reference" id="cite_ref-9">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-9 <span class="cite-bracket">[</span>9]]</sup>
Verbreitet wird als Synonymiekriterium eine extensionale Gleichheit für ausreichend angesehen. Synonymie lässt sich dann als extensionale Deckungsgleichheit definieren<ref><span class="reference-text">Dieter Wunderlich: ''Arbeitsbuch Semantik.'' 2. Auflage. Hain, Frankfurt am Main 1991, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3445030510 ISBN 3-445-03051-0], S.&nbsp;348&nbsp;f.</span></ref> oder als partielle oder vollständige „Referenzgleichheit“ unterschiedlicher Zeichen.<ref><span class="reference-text">Dietrich Homberger: ''Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft.'' Reclam, Stuttgart 2000, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3150104718 ISBN 3-15-010471-8] (Stichwort ''Synonym'').</span></ref> Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahrheitswert Wahrheitswert] eines Aussagesatzes ändert sich nicht, wenn sich zwar ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Pr%C3%A4dikation Prädikat], nicht aber die durch das Prädikat bezeichnete Extension ändert. So gilt als Kriterium für Synonymie die Austauschbarkeit, ohne dass sich der Wahrheitswert eines Satzes ändert, mit anderen Worten ''[https://de.wikipedia.org/wiki/Identit%C3%A4t_(Logik) salva veritate]''.<ref><span class="reference-text">Heike Krüger, Willi Krüger: ''Schülerduden Philosophie.'' Dudenverlag, Mannheim 2002, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3411712627 ISBN 3-411-71262-7] (Stichwort ''synonym'').</span></ref> In einem ähnlichen Sinn wird eine „Austauschbarkeit in Kontexten ohne einen Bedeutungsunterschied hervorzurufen“ als Kriterium verlangt.<ref><span class="reference-text">Ingrid Kühn: ''Lexikologie.'' Niemeyer, Tübingen 1994, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3484251352 ISBN 3-484-25135-2], S.&nbsp;53 (zusätzlich eine „Übereinstimmung in der Semstruktur“ fordernd).</span></ref>


Das Salva-veritate-Kriterium wird von [https://de.wikipedia.org/wiki/Willard_Van_Orman_Quine Willard Van Orman Quine] als nicht ausreichend kritisiert, da es in Modalkontexten zu großen Schwierigkeiten führe.<sup class="reference" id="cite_ref-10">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-10 <span class="cite-bracket">[</span>10]]</sup> Aber auch Frege waren diese Probleme [https://de.wikipedia.org/wiki/Opaker_Kontext opaker Kontexte] bereits bekannt.
Das Salva-veritate-Kriterium wird von [https://de.wikipedia.org/wiki/Willard_Van_Orman_Quine Willard Van Orman Quine] als nicht ausreichend kritisiert, da es in Modalkontexten zu großen Schwierigkeiten führe.<ref><span class="reference-text">Herbert E. Brekle: ''Semantik.'' 2. Auflage. Fink, München 1972, [https://de.wikipedia.org/wiki/Spezial:ISBN-Suche/3770511816 ISBN 3-7705-1181-6], S.&nbsp;90.</span></ref> Aber auch Frege waren diese Probleme [https://de.wikipedia.org/wiki/Opaker_Kontext opaker Kontexte] bereits bekannt.


Im Gegensatz zur Annahme, dass Synonymie schon dann vorliegt, wenn extensional dasselbe bezeichnet wird, grenzt man diesen Fall der ''Referenzidentität'' mitunter von der Synonymie ab<sup class="reference" id="cite_ref-11">[https://de.wikipedia.org/wiki/Synonym#cite_note-11 <span class="cite-bracket">[</span>11]]</sup> und versteht darunter eine intensionale Identität bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hnlichkeit_(Philosophie) Ähnlichkeit].
Im Gegensatz zur Annahme, dass Synonymie schon dann vorliegt, wenn extensional dasselbe bezeichnet wird, grenzt man diesen Fall der ''Referenzidentität'' mitunter von der Synonymie ab<ref><span class="reference-text">So Monika Schwarz, Jeanette Chur: ''Semantik.'' 5. Auflage. G. Narr, Tübingen 2007, S. 55.</span></ref> und versteht darunter eine intensionale Identität bzw. [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%84hnlichkeit_(Philosophie) Ähnlichkeit].


Das Synonymieverhältnis wird in aller Regel von Unterschieden auf der Ebene der [https://de.wikipedia.org/wiki/Konnotation Konnotation] getrennt, das heißt von Unterschieden bei Begleitvorstellungen wird abgesehen. Im oben angeführten Beispiel der Zahlbezeichnungen besteht zwischen „zwölf“ und „12“ auch in konnotativer Hinsicht kein nennenswerter Unterschied; hingegen kann der Gebrauch der römischen Ziffern „XII“ mit höherer Bildung konnotiert sein.
Das Synonymieverhältnis wird in aller Regel von Unterschieden auf der Ebene der [https://de.wikipedia.org/wiki/Konnotation Konnotation] getrennt, das heißt von Unterschieden bei Begleitvorstellungen wird abgesehen. Im oben angeführten Beispiel der Zahlbezeichnungen besteht zwischen „zwölf“ und „12“ auch in konnotativer Hinsicht kein nennenswerter Unterschied; hingegen kann der Gebrauch der römischen Ziffern „XII“ mit höherer Bildung konnotiert sein.
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Grundsätzlich könnte die Auffassung vertreten werden, dass es für Wörter, die hinreichend genaue sprachliche Abbilder von Begriffen sein sollen, schon objektiv keine Synonyme im Sinne einer Bedeutungsgleichheit geben könne, da dann auch die Wörter gleich sein müssten. Entsprechend müsste ein Wort, welches einem anderen seiner Gestalt nach nicht gleicht, allein deswegen einen anderen Bedeutungsgehalt haben, weil es nicht dasselbe Wort ist. In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsf%C3%B6rmlichkeit Rechtsförmlichkeit] heißt dieses Prinzip ''[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Synonymverbot&action=edit&redlink=1 Synonymverbot]:'' Gleiches darf nicht mit unterschiedlichen Wörtern bezeichnet werden, Gleiches muss stets mit dem gleichen Worte bezeichnet werden.
Grundsätzlich könnte die Auffassung vertreten werden, dass es für Wörter, die hinreichend genaue sprachliche Abbilder von Begriffen sein sollen, schon objektiv keine Synonyme im Sinne einer Bedeutungsgleichheit geben könne, da dann auch die Wörter gleich sein müssten. Entsprechend müsste ein Wort, welches einem anderen seiner Gestalt nach nicht gleicht, allein deswegen einen anderen Bedeutungsgehalt haben, weil es nicht dasselbe Wort ist. In der [https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsf%C3%B6rmlichkeit Rechtsförmlichkeit] heißt dieses Prinzip ''[https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Synonymverbot&action=edit&redlink=1 Synonymverbot]:'' Gleiches darf nicht mit unterschiedlichen Wörtern bezeichnet werden, Gleiches muss stets mit dem gleichen Worte bezeichnet werden.
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Version vom 17. August 2024, 12:31 Uhr

◀▶Voraussetzung für den Begriff der Synonymie ist die Unterscheidung zwischen Wort und Begriff oder, allgemeiner, zwischen dem Zeichen (oder Bezeichner) und der Bedeutung (oder dem Konzept[1]) des Zeichens. Im Folgenden ist vor allem von sprachlichen Bezeichnungen oder Benennungen die Rede und so von Wort und Begriff. Ein Wort kann für mehrere Begriffe stehen – als Homonym –, und ebenso kann es für einen Begriff mehrere Wörter geben – als Synonyme. Wörter sind Synonyme zueinander, wenn sie für den gleichen Begriff stehen.

Bei einem Begriff (im weiteren Sinn) kann unterschieden werden zwischen seinem Inhalt (seiner Intension bzw. der mit dem Begriff verbundenen Idee) und seinem Umfang (seiner Extension, also der Menge der Objekte, die so bezeichnet werden können) bzw. dem mit dem Begriff gefassten Gegenstand. Mit dieser Unterscheidung ist der Ausdruck „Bedeutung“ mehrdeutig, bezeichnet er doch sowohl die Intension eines Begriffs als auch die Extension oder beides.

Synonymie im Sinne von Bedeutungsgleichheit oder Bedeutungsähnlichkeit kann sich daher auf die intensionale oder die extensionale Bedeutung beziehen. Da aus intensionaler Gleichheit extensionale Gleichheit folgt, nicht aber aus extensionaler Gleichheit eine intensionale, bestehen hier zwei Kombinationsmöglichkeiten: (a) intensionale und extensionale Bedeutungsgleichheit (oder -ähnlichkeit), und (b) intensionale Verschiedenheit und extensionale Bedeutungsgleichheit (oder -ähnlichkeit).

Der Fall intensionaler und extensionaler Identität ist selten. Zu denken wäre etwa an: „zwölf“ = „12“ = „XII“ = „twelve“. In allen Fällen bedeuten die genannten Ausdrücke in identischer Weise den Begriff der Zahl [zwölf] in intensionaler und damit in extensionaler Hinsicht.

Als Fall intensionaler Verschiedenheit und extensionaler Gleichheit kann das Beispiel von Gottlob Frege „Abendstern“ – „Morgenstern“ angeführt werden. Beide Wörter bezeichnen die Venus, allerdings über einen je unterschiedlichen Begriffsinhalt.

Verbreitet wird als Synonymiekriterium eine extensionale Gleichheit für ausreichend angesehen. Synonymie lässt sich dann als extensionale Deckungsgleichheit definieren[2] oder als partielle oder vollständige „Referenzgleichheit“ unterschiedlicher Zeichen.[3] Der Wahrheitswert eines Aussagesatzes ändert sich nicht, wenn sich zwar ein Prädikat, nicht aber die durch das Prädikat bezeichnete Extension ändert. So gilt als Kriterium für Synonymie die Austauschbarkeit, ohne dass sich der Wahrheitswert eines Satzes ändert, mit anderen Worten salva veritate.[4] In einem ähnlichen Sinn wird eine „Austauschbarkeit in Kontexten ohne einen Bedeutungsunterschied hervorzurufen“ als Kriterium verlangt.[5]

Das Salva-veritate-Kriterium wird von Willard Van Orman Quine als nicht ausreichend kritisiert, da es in Modalkontexten zu großen Schwierigkeiten führe.[6] Aber auch Frege waren diese Probleme opaker Kontexte bereits bekannt.

Im Gegensatz zur Annahme, dass Synonymie schon dann vorliegt, wenn extensional dasselbe bezeichnet wird, grenzt man diesen Fall der Referenzidentität mitunter von der Synonymie ab[7] und versteht darunter eine intensionale Identität bzw. Ähnlichkeit.

Das Synonymieverhältnis wird in aller Regel von Unterschieden auf der Ebene der Konnotation getrennt, das heißt von Unterschieden bei Begleitvorstellungen wird abgesehen. Im oben angeführten Beispiel der Zahlbezeichnungen besteht zwischen „zwölf“ und „12“ auch in konnotativer Hinsicht kein nennenswerter Unterschied; hingegen kann der Gebrauch der römischen Ziffern „XII“ mit höherer Bildung konnotiert sein.

Übersicht über mögliche Formen der Synonymie
Intension Extension Konnotation Beispiel
= = = „Apfelsine“ = „Orange“
= = ≠ „Pferd“ = „Gaul“
≠ = … „Abendstern“ = „Morgenstern“[12]
= ≠ … nicht möglich
Alternative Beispiele nach G. Frege
Intension Extension Konnotation Beispiel
= = = „12“ = „Zwölf“[13]
= = ≠ „12“ = „XII“[14]
≠ = … „12“ = „2 × 6“
= ≠ … nicht möglich

Grundsätzlich könnte die Auffassung vertreten werden, dass es für Wörter, die hinreichend genaue sprachliche Abbilder von Begriffen sein sollen, schon objektiv keine Synonyme im Sinne einer Bedeutungsgleichheit geben könne, da dann auch die Wörter gleich sein müssten. Entsprechend müsste ein Wort, welches einem anderen seiner Gestalt nach nicht gleicht, allein deswegen einen anderen Bedeutungsgehalt haben, weil es nicht dasselbe Wort ist. In der Rechtsförmlichkeit heißt dieses Prinzip Synonymverbot: Gleiches darf nicht mit unterschiedlichen Wörtern bezeichnet werden, Gleiches muss stets mit dem gleichen Worte bezeichnet werden.

Einzelnachweise

  1. ↑ Cristina Vertan: Darstellung von Ontologien im Semantic Web - RDFS-. Uni Hamburg, 17. November 2003, abgerufen am 13. August 2024.
  2. ↑ Dieter Wunderlich: Arbeitsbuch Semantik. 2. Auflage. Hain, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-445-03051-0, S. 348 f.
  3. ↑ Dietrich Homberger: Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft. Reclam, Stuttgart 2000, ISBN 3-15-010471-8 (Stichwort Synonym).
  4. ↑ Heike Krüger, Willi Krüger: Schülerduden Philosophie. Dudenverlag, Mannheim 2002, ISBN 3-411-71262-7 (Stichwort synonym).
  5. ↑ Ingrid Kühn: Lexikologie. Niemeyer, Tübingen 1994, ISBN 3-484-25135-2, S. 53 (zusätzlich eine „Übereinstimmung in der Semstruktur“ fordernd).
  6. ↑ Herbert E. Brekle: Semantik. 2. Auflage. Fink, München 1972, ISBN 3-7705-1181-6, S. 90.
  7. ↑ So Monika Schwarz, Jeanette Chur: Semantik. 5. Auflage. G. Narr, Tübingen 2007, S. 55.