„Pappe“ – Versionsunterschied
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<p>'''Pappe<sup>1</sup>''' | Papp + e | f. Papp m. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. ''papp(e)'', ''pepp(e)'' (Ende 15. Jh., doch wohl älter).</p><p>Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. ''pappa'', mnd. mnl. ''pap(pe)'', engl.nl. ''pap'' ‘Kinderbrei’. </p> | <p>'''Pappe<sup>1</sup>''' | Papp + e | f. Papp m. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. ''papp(e)'', ''pepp(e)'' (Ende 15. Jh., doch wohl älter).</p> | ||
<p>Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. ''pappa'', mnd. mnl. ''pap(pe)'', engl.nl. ''pap'' ‘Kinderbrei’.</p> | |||
<p>'''Pappe<sup>2</sup>''' | Papp + e | f. ‘starker, flächiger, aus grobem Papierteig geschöpfter Werkstoff’, früher ‘dick und steif mit mehreren Kleisterschichten aufeinandergeklebte Papierbögen’, Übertragung (18. Jh.) von ''Pappe'' ‘breiartige Masse, Kleister’ (s. [https://www.dwds.de/wb/etymwb/Papp Papp]) auf die kleistersteifen Papierlagen. Vgl. die Wendung ''nicht von Pappe'' (‘nicht eine nachgemachte Attrappe, sondern kräftig, solide, von Bedeutung’) ''sein'' (19. Jh.).</p> | |||
Aktuelle Version vom 11. Dezember 2023, 10:34 Uhr
Pappe1 | Papp + e | f. Papp m. ‘Kinderbrei, Kleister’, frühnhd. papp(e), pepp(e) (Ende 15. Jh., doch wohl älter).
Elementares Lallwort der Kindersprache, das mit seinen Lippenlauten den Eßvorgang nachahmt. Vergleichbare Formen in anderen Sprachen dürften voneinander unabhängig entstanden sein; vgl. lat. pappa, mnd. mnl. pap(pe), engl.nl. pap ‘Kinderbrei’.
Pappe2 | Papp + e | f. ‘starker, flächiger, aus grobem Papierteig geschöpfter Werkstoff’, früher ‘dick und steif mit mehreren Kleisterschichten aufeinandergeklebte Papierbögen’, Übertragung (18. Jh.) von Pappe ‘breiartige Masse, Kleister’ (s. Papp) auf die kleistersteifen Papierlagen. Vgl. die Wendung nicht von Pappe (‘nicht eine nachgemachte Attrappe, sondern kräftig, solide, von Bedeutung’) sein (19. Jh.).