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„-sam“ – Versionsunterschied

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sam | germ. -sama- (ablautend -suma-) bildet zu Nominalstämmen Adjektive mit der Bedeutung ‘Neigung zu etw. habend’, die dann auch Bezeichnungen für Charaktereigenschaften werden können.
sam germ. -sama- (ablautend -suma-) ‘Neigung zu etw. habend’


Es ist vertreten in ahd. asächs. mhd. -sam (ahd. gimein-, heil-, langsam; ēr-, loba-, situsam; asächs. lang-,lofsam), anord. -samr (friðsamr ‘friedlich’, gamansamr ‘fröhlich’), got. -sama (lustusama ‘ersehnt’), aengl. -sum (langsum ‘langwierig’, fremsum ‘freundlich’).
-sam  
 
Die Wortendung -sama- ist vielleicht direkt aus dem (in den belegten Formen freilich meist schwach flektierenden) Pron.adj. germ. *sama-, ahd. samo, anord. sami, samr, got. sama ‘derselbe’ hervorgegangen, in jedem Falle aber eng damit verwandt und mit den unter ''[[samt]]'' genannten Formen auf die Ww. uig. *sem- ‘ein(s), in eins zusammen, einheitlich, samt, mit’ zurückzuführen. Entsprechendes gilt für aengl. -sum im Verhältnis zu den unter samt zitierten Vertretern des Pron.adj. germ. *suma-.
 
In neuerer Zeit tritt -sam öfter auch an Verbalstämme an, s. biegsam, strebsam, s. aber auch die alte Bildung gehorsam (zu hören, ahd. (gi)hōrsam).


* Das Suffix germ. ''-sama-'' (ablautend ''-suma-'') bildet zu Nominalstämmen Adjektive mit der Bedeutung ‘Neigung zu etw. habend’, die dann auch Bezeichnungen für Charaktereigenschaften werden können.
* Es ist vertreten in
** ahd. asächs. mhd. -sam
*** (ahd. gimein-, heil-, langsam; ēr-, loba-, situsam;
*** asächs. lang-, lofsam),
** anord. -samr (friðsamr ‘friedlich’, gamansamr ‘fröhlich’),
** got. -sama (lustusama ‘ersehnt’),
** aengl. -sum (langsum ‘langwierig’, fremsum ‘freundlich’).
* Das Suffix -sama- ist vielleicht direkt aus dem (in den belegten Formen freilich meist schwach flektierenden) Pron.adj.
** germ. *sama-,
** ahd. samo,
** anord. sami, samr,
** got. sama
* ‘derselbe’ hervorgegangen,
* in jedem Falle aber eng damit verwandt
* und mit den unter ''[[samt]]'' genannten Formen auf die Wurzel ie. *''[[sem-]]'' ‘ein(s), in eins zusammen, einheitlich, samt, mit’ zurückzuführen.
* Entsprechendes gilt für aengl. -sumim Verhältnis zu den unter ''samt'' zitierten Vertretern des Pron.adj. germ. *suma-. In neuerer Zeit tritt -sam öfter auch an Verbalstämme an, s. biegsam, strebsam, s. aber auch die alte Bildung gehorsam (zu hören, ahd. (gi)hōrsam).
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Aktuelle Version vom 8. September 2025, 17:29 Uhr

sam germ. -sama- (ablautend -suma-) ‘Neigung zu etw. habend’

-sam

  • Das Suffix germ. -sama- (ablautend -suma-) bildet zu Nominalstämmen Adjektive mit der Bedeutung ‘Neigung zu etw. habend’, die dann auch Bezeichnungen für Charaktereigenschaften werden können.
  • Es ist vertreten in
    • ahd. asächs. mhd. -sam
      • (ahd. gimein-, heil-, langsam; ēr-, loba-, situsam;
      • asächs. lang-, lofsam),
    • anord. -samr (friðsamr ‘friedlich’, gamansamr ‘fröhlich’),
    • got. -sama (lustusama ‘ersehnt’),
    • aengl. -sum (langsum ‘langwierig’, fremsum ‘freundlich’).
  • Das Suffix -sama- ist vielleicht direkt aus dem (in den belegten Formen freilich meist schwach flektierenden) Pron.adj.
    • germ. *sama-,
    • ahd. samo,
    • anord. sami, samr,
    • got. sama
  • ‘derselbe’ hervorgegangen,
  • in jedem Falle aber eng damit verwandt
  • und mit den unter samt genannten Formen auf die Wurzel ie. *sem- ‘ein(s), in eins zusammen, einheitlich, samt, mit’ zurückzuführen.
  • Entsprechendes gilt für aengl. -sumim Verhältnis zu den unter samt zitierten Vertretern des Pron.adj. germ. *suma-. In neuerer Zeit tritt -sam öfter auch an Verbalstämme an, s. biegsam, strebsam, s. aber auch die alte Bildung gehorsam (zu hören, ahd. (gi)hōrsam).