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samt

aus AufEinWort, der freien Forschung

sam,sämt,

sam + t | Vhnw. ‘zusammen mit, einschließlich’, ahd. samant (sam ant) Vhnw. ‘zusammen mit’, Ustw. ‘zusammen, zugleich’ (8. Jh.), mhd. sament, samet, samt, sant Vhnw., Ustw.,

asächs. samad, samod Ustw. ‘zusammen’, aengl. samod Vhnw. ‘zusammen mit’, Ustw. ‘zusammen, zugleich’, got. samaþ Ustw. ‘zusammen’ (ger. *samaþ-)

sind mit dem die Richtung nach einem Ort bezeichnenden Endung uig. -te (mit einer zu erschließenden ursprünglichen Bedeutung ‘nach demselben Orte hin’, ahd. -ant)

von dem Fürwortstamm abgeleitet, der in ahd. samo Fw.-Egsw. (8. Jh.), mhd. sam, anord. sami (und stark gebeugten samr), got. sama ‘derselbe’ und ahd. sama Egsw. (8. Jh.), asächs. sama, samo ‘ebenso, auf gleiche Weise’ erhalten ist.

Außergerm. sind vergleichbar agr. syn- "gleich, miteinander, Eins, zusammen" zu Ww. uig. *sem, bedeutungsähnlich ist grie. homós ‘gemeinsam, derselbe, gleich, ähnlich’ (s. homo-) sowie davon (mit dem Endung uig. -te, s. oben) abgeleitetes homóse ‘nach demselben Ort hin’,

aind. samáḥ ‘gleich, gleichartig, derselbe, gleichmäßig’, sám ‘mit, zusammen, zugleich’, apers. hama- ‘gleich, derselbe’, lit. są-, sam-, san-, aslaw. sǫ-, russ. su-  zur Bezeichnung der Zusammengehörigkeit in Namenwortbildungen.

Als gemeinsame Wurzel ergibt sich uig. *sem- ‘ein(s), in eins zusammen, einheitlich, samt, mit’; dazu gehören auch -sam, zusammen, sammeln, gesamt, sanft, ferner aind. samaḥ ‘irgendein, jeder’, aslaw. samъ, russ. sam ‘selbst, allein’, lat. similis ‘ähnlich’, got. sums, anord. sumr, ahd. mhd. sum ‘irgendein’, lat. semper ‘immer’, ger. *sin- (mit ursprünglichem Wurzelauslaut *sim-) ‘in einem, immerwährend, groß’ (s. Sintflut).

Der für samt seit alters bezeugte umstandswörtliche Gebrauch hat sich im Nhd. nur in allesamt und in samt und sonders ‘alles zusammen, ausnahmslos’ (16. Jh.) erhalten.