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Aktuelle Version vom 8. Dezember 2025, 18:49 Uhr
werben-d Nwf. werben
▷ werb-en Nwf. werb
▷ werb
ahd.-deu. '
dreh' (sich um etwas oder jemand)
werben Vb. ‘jmdn. zu gewinnen suchen, Reklame machen’.
- Das stark flektierende gemeingerm. Verb
- ahd. hwerban, werban ‘sich drehen, wenden, umkehren, einhergehen, sich bemühen’ (8. Jh.),
- mhd. werben, werven ‘bewegen, drehen, sich bemühen, tätig sein, sich bewerben, ausrichten, betreiben’,
- asächs. hwerƀan ‘hin und her gehen, wandeln, sich wohin wenden’,
- mnd. werven, warven ‘sich drehen, tätig sein, betreiben, ausrichten, vollführen’,
- mnl. werven, warven ‘drehen, entstehen, zunehmen, bewirken, tun, anwerben’,
- nl. werven,
- aengl. hweorfan ‘drehen, wenden’,
- anord. hverfa ‘sich wenden, gehen, fahren’,
- swed. värva ‘(an)werben’,
- got. ƕaírban ‘wandeln’
- (germ. *hwerban)
- läßt sich vielleicht mit
- aind. śū́rpam ‘Getreideschwinge, Korb zum Worfeln des Getreides’,
- griech. karpós (καρπός) ‘Handwurzel’, kýrbis (κύρβις) ‘drehbarer Pfeiler mit Gesetzestafeln’
- vergleichen und auf ie. *ku̯erp- ‘sich drehen’ zurückführen (s. auch Werft und Wirbel).
- Bei der Bedeutungsentwicklung
- ist von ‘(sich) drehen’ auszugehen, das über ‘sich hin und her bewegen, geschäftig sein’
- bereits früh die noch heute üblichen Verwendungen ‘sich um etw., jmdn. bemühen, zu erreichen, erlangen suchen, jmdn. für einen Dienst, eine Arbeit, ein Amt gewinnen wollen’ entwickelt;
- vgl. ‘Soldaten anwerben’ (17. Jh.), ‘Reklame machen’ (Ende 19. Jh.).