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„Werk:Sprachbewußtsein und das innere Wörterbuch“ – Versionsunterschied

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Aktuelle Version vom 16. Juli 2026, 04:27 Uhr

Über diese Seite Werk

Wundersame Sprache
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann 
Schriftstück
14. Oktober 2020 n. Chr. erst.  
Ausgabe 01
Ausgabe 01
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
↑ Durch Wortwahl die eigene Sprache zum Erblühen und Gedeihen verhelfen
→ Sprachbewußtsein und das innere Wörterbuch
↓ Trugbild einer beständigen Muttersprache
überarbeitet 2020110304; 2020072601 Logik und Menschenbild - alter Stand Sprache.pages
2020101401 Sprachbewußtsein und das innere Wörterbuch.pages

(1) Worte für eine vernehmbare Erscheinung im Dasein.

Erste Seite des Traktat Sir Isaac Newton's Optik (Quelle WKP). Eine Wissenschaftliche Ausarbeitung nannte man früher Traktat für "Heranziehung", wie auch Abhandlung, jedoch setzen diese als Leserschaft Wissenschaftler voraus, und daher sind diese heutzutage für den Laien kaum verständlich, während dies früher durchaus der Fall war.

Das Heft 7 dieser Ausarbeitung entstand nachdem mir während des letzten Ausarbeitungsteil in Heft 6 bewusst wurde, daß ich ohne eine Fachwortsammlung zu der Ausarbeitung zuzufügen in die Gefahr laufe nicht verstanden zu werden, da mir bewusst wurde, daß ich viele Begriffe eher der früheren Bedeutungen und nicht der heutigen Gelehrtenmeinungen entsprechend verwende. Darüber hinaus bin ich öfter gezwungen neue Wortbildungen zu fügen und Begriffsbildungen zu ihrer Ursprungsbedeutung zurückzuführen, da es entweder keine passenden Worte für eine vernehmbare Erscheinung im Dasein oder dafür keine angemessen gefügte Begriffe gibt, ich sie womöglich nicht finde oder bereits belegte Begriffe durch Sprachwandel, Wortwandel und Bedeutungswandel etwas anderes zum Ausdruck bringen als die Wortbedeutungen zum Ausdruck geben.

Bildbeschreibung: Erste Seite des Traktat Sir Isaac Newton's Optik (Quelle Wikipedia). Eine Wissenschaftliche Ausarbeitung nannte man früher Traktat für "Heranziehung", wie auch Abhandlung, jedoch setzen diese als Leserschaft Wissenschaftler voraus, und daher sind diese heutzutage für den Laien kaum verständlich, während dies früher durchaus der Fall war.

(1.1) 'Wort' als Begriff für 'Wort' ist nicht abgrenzend bestimmt.

Gestern saß ich dann nach etwa eineinhalb Monaten intensiver Vorarbeit für eine angemessene Fachwortsammlung mit einer Liste von ca. 4.000 Begriffen da, weil Begriffe durch Begriffe definiert werden und diese ebenfalls verstanden und verständlich sein wollen, damit der Leser sie leicht zur Unterstützung seines Verstehens aufnehmen und nutzen kann. Ich erhielt so eine Vervierfachung der Arbeitsgrundlage und hatte noch nicht ein Wort in dessen Wortherkunft, Begriff und Sprachbedeutung (Definition) so aufeinander abgeglichen, daß ich hätte beginnen können die Fachwortsammlung zu erstellen. Nicht einmal 'Wort' als Begriff für 'Wort' war durch Gelehrte oder Sprachwissenschaftlern unmissverständlich in dessen Bedeutung und Beziehung abgrenzend bestimmt (definiert), zumindest streiten sie sich wie oft auch in diesem Fall. Wie will man Sprachwissenschaft betreiben, wenn man einen seiner grundlegendsten Begriffe, in diesem Fall den grundlegendsten Begriff überhaupt, nicht definiert hat?

(1.2) Wortbedeutung aus der wortwörtlichen Bedeutung heraus entnehmbar.

Es war unmöglich auf diese Weise mit dem Wissenstand der Gelehrten auch nur ein Wort mit ihren Verfahrensweisen (Methoden) so zu bestimmen, daß mich dies dahingehend zufriedenstellen könnte, daß ich eine möglichst einfache Fachwortsammlung damit erstellen könne und zugleich ausreichend verstanden werden würde. Dies kann einem nicht gut gelingen wenn man feststellt, daß viele der Wortbedeutungen in einem direkten Zusammenhang mit Vorstellungen Gelehrter stehen und sich darin deren längst überholten oder fragwürdigen Betrachtungen (ihre erdachten Theorien) anstatt Ergebnisse meinungsfreier Anschauungen (ebenfalls erdachte Theorien) verbergen. Würden Gelehrte Begriffe wie die Sprecher einer Sprache bilden, die aus der wortwörtlichen Bedeutung heraus entnehmbar wären, wie es der natürlichen Entwicklung einer Sprache zu eigen ist, so bräuchten wir vieles an Lehrtätigkeit nicht und die Menschen würden weit mehr von dem verstehen, was sie untereinander vermitteln.

(1.3) Vernunft in seiner Wortwörtlichkeit und Begriffsbestimmung.

Ich entschloss mich dann einfach irgendein Wort herzunehmen und dieses eine Wort für mich vollends eine eindeutige Begriffsbestimmung zu geben und von dort ausgehend alle weiteren Begriffe in Bezug zu setzen und auf diese Weise eine zweckmäßige Fachwortsammlung mit einer höheren Wirklichkeitsgüte zu erzeugen, daß sich für diese Ausarbeitung als eigenverantwortlicher Lehrgang (Studium) eignet. Ich nahm dann Vernunft als den ersten Begriff, da dieser mir aus der bereits geöffneten Wortliste in den Blick fiel und begann ‚Vernunft‘ als Wort in seiner Wortwörtlichkeit getrennt und mit seiner Begriffsbestimmung einkreisend zu untersuchen und mich auch dessen Verwendung in früheren Texten zu vergewissern. Es dauerte nicht lange und da befand ich mich mitten in der Ermittlung der Arbeitsweisen der Sprachwissenschaften, da ich in ihr unmittelbar einige Fragwürdigkeiten entdeckt hatte und aus dem allen heraus entstand dann dieser Anteil der Ausarbeitung.

(2) Sprache als Mittler zur Verständigung.

Im Grunde ist es ein Wunder, daß Sprache in Gestalt von Sprechen und Schrift zwischenmenschliche Verständigung ermöglicht, somit Menschen sich mittels Sprache verständigen können, wenn man sich der Entstehung, Herausbildung, Wandlung und Wirkweise der Sprache als Mittler zur Verständigung bewusst wird. Wir verwenden Sprache mit einer Selbstverständlichkeit, nachdem wir sie auf spielerische Weise erlernt haben und bis auf jene mit Wissbegehren (Interesse) an Sprachen wird kaum die Wirkweise der Sprache an sich verstanden wie Sprache und welch Vielfalt an Hindernissen damit verbunden sind.

(3) Unbewusstes eigenes inneres Wörterbuch.

Es ist keines Falls so, daß jeder Absatz der hier geschrieben steht von jedem Menschen in gleicher Weise verstanden wird, da jeder Mensch als Eigenwesen (Individuum) auch zugleich für ihn meist unbewusst ein ihm eigenes inneres Wörterbuch entsprechend seinem Verstehen der Sprache, Worte und Begriffe, seinem Gemüt, Bewusstsein und Erfahrungen und so weiter herausbildet und verwendet. Im Verlauf der nächsten Schriftstücke werde ich aufzeigen wie man das eigene innere Wörterbuch entdeckt, wie es das eigene Leben für einen unbewust beeinflusst und wie man diesen sehr nachteiligen Einfluss weitestgehend aufhebt.

(4) Mensch ist in seiner grundlegenden Wesensart unteilbar.

Antichrist (Abbildung links, mit den Attributen eines Königs) von Herrad von Landsberg (um 1180), Hortus Deliciarum – 12. Jahrhundert. Zu befehlen, den Antichrist zu verbrennen, zeigt wer der wahre Antichrist ist, da es nach den Lehren Jesu nicht wirklich nach Nächstenliebe ausschaut – oder? So erzeugen sich die Christen die Antichristen in dem sie sich selbst zu Antichristen machen. Dies gilt übertragen für alle Ausgestalten des Bekämpfen. Man ist selbst das, oder wird zu dem, was man bekämpft, da man einen Teil Menschlichkeit und Nächstenliebe von sich aufgeben muss, um dies tun zu können.

Individuum, wortwörtlich Unteilbare oder Unteilbares ist als Begriff vom Ursprung her die Lehnübersetzung für griechisch Atom. Der Begriff Individuum wurde auf den Mensch als Einzelperson übertragen verwendet und bringt in meinen Schriften bei Verwendung des Begriff die tatsächliche Unteilbarkeit des Menschen zum Ausdruck. Man kann den Mensch weder teilen, ohne daß er aufhört ein Mensch zu sein, noch kann man ihn sich mit anderen teilen, da er ein eigenständiges Wesen ist und nach Selbstbestimmung und Wohlergehen strebt auch wenn es Menschen gibt, die sich selbst zerstümmeln oder kasteien.

Kasteien ist diese christliche Eigenheit der Christen des Mittelalters sich selbst für ein Dasein zu strafen, züchtige oder darbend (hungernd), leidend zu leben, sich im Dasein selbst zu teilen, wobei dieses Dasein erst durch ihr Christentum erwirkt wird. Einen Körper mag man verstümmeln oder gar töten und mit Individuum bringt man zum Ausdruck, daß der Mensch in seiner grundlegenden Wesensart unteilbar ist, daß er somit nur durch auf ihn einwirkende übermäßige Belastung und Täuschungen und ihn der Unkenntnis der Tatsächlichkeit des Daseins stehend zum Unmensch wird. Im Streben ein guter Mensch zu sein stimmt man damit überein unvollkommen und schlecht zu sein, so strebt man danach Christ zu sein und was man damit an sich sagt ist, daß man ein Antichrist sei und so behandelt man sich oder andere dann auch.

(4.1) In seiner Unteilbarkeit erblühen und gedeihen

Den Menschen kann man nur etwas antun oder anhängen, was ihn im Dasein als Mensch schwächt und solange sein Körper noch weitestgehend intakt ist, kann er zur vollen Menschlichkeit in seiner Unteilbarkeit wieder erblühen und gedeihen, indem er nach und nach das los wird, was man ihm antat oder anlastete. Mit Individuum gebe ich zugleich die unsterbliche Einzigartigkeit als Seele zum Ausdruck. Da der Mensch an sich unteilbar ist, wird weltweit ein enormer Aufwand betrieben ihn zu brechen und gefügig zu halten. Die uns scheinbar und unvernünftig erscheinenden Menschen sind diesen Bestrebungen lediglich unterlegen und können ihre Menschlichkeit wiedererlangen.

(4.2) Allgemein geltende Grundsätze.

Ich könnte also auch für Individuum "der Mensch als Atom“ sagen und wir wissen, daß wir Atom als das Unteilbare mit geeigneten Mitteln teilen können und sie auch zerfallen, somit eines Tages sich vollständig in Energie wandeln. Ein geteiltes Atom ist jedoch kein Atom mehr, verliert seine Fähigkeit sich aus sich selbst heraus im Dasein zu halten. Jeder Mensch, dem es nicht mehr gelingt sich aus sich selbst heraus im Dasein zu halten ist somit in einem belasteten Zustand und zerfällt. Ebenso ergeht es einem Wort oder Begriff. Insofern gibt es in der Natur Grundsätze die allgemein gültig sind, der Mensch, das Atom, ein Wort gewisse Gemeinsamkeiten haben, ohne in ihrer Gattung, Gestalt und grundlegenden Wesensart gleichzusetzen sind und daher werden wir im Streben den Begriff Vernunft in der Ausarbeitung abgrenzend zu anderen Begriffen bestimmen, auch eine Menge über den Menschen als Individuum an sich in Erfahrung bringen. Da der Mensch in seiner grundlegenden Wesensart tatsächlich unteilbar ist, der Körper aus Atomen besteht, die Seele kein Atom ist oder enthält, ist die Seele das eigentlich Unteilbare und zerfällt nicht, wobei der Körper der Natur entspringt und daher den Naturgesetzen in seinem Streben nach Fortbestehen unterliegt.

(5) Ein Wort ist der Seele wie auch einem Körper ähnlich.

Dieser Vergleich von Mensch mit Atom trifft ebenso auf Worte und Begriffe zu. Zerlege ich ein Wort in seine Wortbestandteile, so hört es auf, als Wort zu bestehen. Die "Wortseele" kann nicht zerfallen, sich jedoch im Daseinzustand verschlechtern. Ein Wort ist der Seele ähnlich, jedoch im Verhalten scheinbar eher wie ein sterblicher Körper mit einer Lebensdauer. Wörter können aussterben, wie auch Wortfamilien und eine gesamte Sprache – Begriffe bestehen von ihnen unabhängig fort und so könnte man Begriff als die Seele des Wortes begreifen. Diese Ausarbeitung wird offenbaren, was ein Wort wirklich ist. Ein Wort wird durch den Menschen belebt und kann solange eine Sprache gesprochen wird fortbestehen. Es besteht nach meinem Wissen unabhängig davon im inneren eigenen Wörterbuch fort.

(5.1) Worte abgewandelt und vom Sinn entfremdet.

Wörterbuch aus Uruk, um 600 v. Chr., mit einer Systematisierung der Zeichen. (Quelle WKP)

Wörterbücher einer Sprache geben die jeweilige Bedeutung der Wörter und Begriffe, deren Wortherkunft und Verwendung im aktuellen Sprachgebrauch an, jedoch verwenden Menschen viele Worte für sie unbewusst mit abgewandelten, verfälschten, entgegengesetzten oder erfundenen Bedeutungen, wie auch Nebenbedeutungen, die sie ihnen selbst gegeben oder von anderen so aufgenommen haben, daß die eigentlichen Grundbedeutungen von ihnen mehr oder weniger stark abgewandelt und damit vom Wortsinn entfremdet verwendet werden. Der Wert eines Wörterbuch, die Sammlung der Worte einer Sprache als Schriftwerk wird weit unterschätzt.

Es bildet den Schlüssel zur Sprache und zur räumlichen Vorstellung der Wortinhalte eines Schriftgewebe. Ohne das Verständnis der Wortbedeutungen ist ein verstehen der Worte nicht möglich, während man zum Begreifen der Begriffe nicht bedingt Worte benötigt, da man diese auch durch Zeichen oder durch räumliche Erfahrung "ergreifen" kann. So erstelle ich eine eigene Wortbegriffsammlung um die Schäden der Gelehrten zu begrenzen und dem Vernehmer die Möglichkeit zu geben sein Vorstellungsvermögen zu steigern. Die Beziehung von Wort zu Begriff besteht in der Wandlung vom Wort zum Begriff oder umgekehrt, somit ist der Begriff eine Wandlung des Daseins, das Wort eine Wandlung des Begriff, wobei sie vorbildlich gleich wären.

(5.2) Wort entspricht dem Dasein als Entwurf

Selbst wenn jemand die Bedeutung eines Wortes kennt, wirkt die von ihm selbst gegebene Bedeutung entscheidend auf die Verwendung eines Wortes mit ein und beeinflusst auch sein Verhalten für ihn unbewusst in solch einer Weise, daß er durch Denken in Worten entsprechend der Bedeutungen seines inneren Wörterbuches sein eigenes Dasein und das anderer entsprechend wandelt und sei es nur in seinen Vorstellungen, da ein Wort offenbar dem Entwurf des Daseins entspricht, wenn es einem tatsächlichen Dasein entnommen ist. Ein Wort ist so gut wie "tot" und unwirksam, solange es geschrieben steht und unausgesprochen verbleibt. Erst durch das Aussprechen und Hören eines Wortes wirft man es zugleich anregend sich selbst oder jemand entgegen – daher Entwurf – und kann eine Wirkung damit erzielen, soweit die Verfertiger (Faktoren) des Erwirkens gegeben sind. Man könnte auch sagen „Wort als Entwurf erspricht das Dasein“ wenn die biblische Aussage „Am Anfang war das Wort“ wirklich und tatsächlich und daher wahr wäre.

In Johann Wolfgang von Goethes Drama Faust I versucht Faust diesen Anfang des Johannesevangeliums (Evangelium des Johannes) zu übersetzen und sieht sich vor der Schwierigkeit, das griechische Wort λόγος (Logos) angemessen zu übertragen:

Evangelium zu Latein euangelium (auch evangelium), zu griechisch euangélion zu eu für "gut, richtig", ángelos für "Engel, Überbringer (von Nachrift), urgermanisch *angil für "Angel" zu Engel.

Eugène Delacroix: „Faust in seinem Studierzimmer“ (Quelle WKP). Faust. Eine Tragödie von Goethe ist für die Deutsche Sprache und Deutsch an sich eine ungeahnt reiche Fundgruppe tiefgründigen Geheimwissen!

"Wir sehnen uns nach Offenbarung,

Die nirgends würd’ger und schöner brennt Als in dem Neuen Testament.Mich drängt’s, den Grundtext aufzuschlagen,Mit redlichem Gefühl einmalDas heilige OriginalIn mein geliebtes Deutsch zu übertragen.(Er schlägt ein Volum (Buch) auf und schickt sich an.) Geschrieben steht: „Im Anfang war das Wort!“

Hier stock’ ich schon! Wer hilft mir weiter fort?

Ich kann das Wort so hoch unmöglich schätzen,Ich muss es anders übersetzen,Wenn ich vom Geiste recht erleuchtet bin.Geschrieben steht: Im Anfang war der Sinn.Bedenke wohl die erste Zeile,Daß deine Feder sich nicht übereile!Ist es der Sinn, der alles wirkt und schafft?Es sollte stehn: Im Anfang war die Kraft!Doch, auch indem ich dieses niederschreibe,Schon warnt mich was, daß ich dabei nicht bleibe.Mir hilft der Geist! Auf einmal seh’ ich RatUnd schreibe getrost: Im Anfang war die Tat!"

(5.3) Ist Sprachwissenschaft eine lediglich vermeintliche Wissenschaft

Franz Bopp (1791–1865), Begründer der Historisch-Vergleichenden Sprachwissenschaft (Quelle WKP)

Es ist nicht alles Falsch an Sprachwissenschaften und ein Durchbruch ihrer Arbeitsweise gelang durch die Einführung der vergleichenden Sprachwissenschaft und der Vermutung einer indogermanischen Ursprache, die auf Franz Bopp zurückgehen. Er war jedoch nicht der Erste, der erkannte daß germanisch und althochdeutsch sich, abgesehen von Aussprache und Schrift, zu Altindisch in den Wortwurzeln sehr ähnlich sind, daß wirkliche Fortschritte der westlichen Welt offenbar von Klerikern, Gelehrten und Künstlern ausging, die den Zugang zu Schriften Indiens und Asiens erhielten. Wenn auch über Umwege vermeintliches Wissen Platon, Aristoteles und vielen anderen als antike Schriften nach Europa gelangten, wie auch zum Beispiel der Schriften der Alchemisten wie im Fall Isaac Newton, Inhalte der Veden über Hermetik letztlich Newton den Zugang zu den Newtonschen Gesetzen gaben.

Über die Entstehung von Sprechen zu Sprache an sich gibt es eine Vielzahl von Theorien, die maßgebend von Sagen, Glaubensvorstellungen und einflussreicher Gelehrten wie auch Wissenschaftlern geprägt ist, weitestgehend als von Menschen erdacht gelten muss, für die es an Beweisen mangelt, so daß seit Entstehung der Sprachwissenschaften ein lediglich vermeintliches Wissensgebilde aufgebaut worden zu sein scheint, daß händeringend Wissenschaftlichkeit und Gewissenhaftigkeit glaubhaft zu machen sucht; wobei es einem schnell schon bei Einstieg in die Angelegenheit Sprache bewusst werden muss, daß Sprache eine Erscheinung ist, jedoch dessen Ursprung, Herausbildung, Wandlungsweisen und Wirkweise weitestgehend unbekannt sind.

Sherlock Holmes, Kohlezeichnung von Sidney Paget, 1904. Worin ich mich mit Holmes verbunden sehe, ist lediglich der Umstand neue Verfahren zur Ermittlung der Tatsächlichkeit entwickeln zu müssen.

Sprachwissenschaften sind von allen Wissenschaften die bedeutenste, da man anhand der Sprache die Machenschaften der Gelehrten und Wissensschaftler wie die Spurensicherung in Bezug auf deren Taten sichern und beweisen kann. Eigenlich wollte ich nur ein paar Wortherkünfte nachschlagen um Vernunft in der Wortbedeutung bestimmen zu können – inzwischen komme ich mir vor wie der Sherlock Holmes in Bezug auf Sprachwissenschaften als besonders unterschwellige Erscheinung von Kriminalität. Die Vernehmer der Aussagen werden wohl für mich die Watson's sein und dies gewissenhaft hinterfragen.

Bildbeschreibung: Sherlock Holmes, Kohlezeichnung von Sidney Paget, 1904. Worin ich mich mit Holmes verbunden sehe, ist lediglich der Umstand neue Verfahren zur Ermittlung der Tatsächlichkeit entwickeln zu müssen.

Nachfolgeschrift:

Trugbild einer beständigen Muttersprache