„-selig“ – Versionsunterschied
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Die Seite wurde neu angelegt: „<div class="zenoCOMain"> == -Selig == <div class="zenoCOAdRight"><ins class="adsbygoogle adsbygoogle-noablate" data-ad-client="ca-pub-2678391992761616" data-ad-height="250" data-ad-slot="4978495308" data-ad-width="300" data-adsbygoogle-status="done"><div id="aswift_0_host"><br></div></ins></div><p>[http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-0051 [51]] '''-Sêlig''', ein Wort, welches mit dem folgenden Bey- und Nebenworte Eines Ursprunges ist, und…“ |
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== -Selig | == -Selig<ref>Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 51. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000431303; Lizenz: [http://www.zeno.org/Zeno/-/Lizenz%3A+Gemeinfrei Gemeinfrei]; Faksimiles: [http://www.zeno.org/Adelung-1793/K/adelung-1793-04-0051 51]; Kategorien: [http://www.zeno.org/Kategorien/T/Lexikalischer+Artikel Lexikalischer Artikel]</ref> == | ||
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* welches mit dem folgenden Bey- und Nebenworte Eines Ursprunges ist, | |||
* und an Haupt- und Beywörter gehänget wird, | |||
* andere Bey- und Nebenwörter aus denselben zu bilden. | |||
** Es bedeutet | |||
*** eine Menge, | |||
*** einen Reichthum derjenigen Sache, | |||
*** welche das Hauptwort bezeichnet. | |||
** So ist im Ißländ. | |||
*** ''årsäll,'' reich an Getreide, | |||
*** ''segersäll,'' siegreich, | |||
*** ''tockasäll,''gnadenreich. | |||
** Im Oberdeutschen | |||
*** ist ein leutseliger Ort, ein volkreicher, der viele Einwohner hat, | |||
*** redselig, gesprächig, wortreich u.s.f. | |||
** Eben diese Bedeutung des Reichthums | |||
*** liegt auch in den im Hochdeutschen noch üblichen Bey- und Nebenwörtern zum Grunde, | |||
**** glückselig, leutselig, mühselig, saumselig, trübselig, armselig, feindselig, holdselig u.s.f. | |||
***** viel Glück, Mühe, Armuth, Feindschaft, Huld u.s.f. habend. | |||
**** In gottselig scheinet es eine Ähnlichkeit zu bedeuten, | |||
***** welcher Bedeutung dieses Wort gar wohl fähig ist, | |||
***** ob sie gleich eben nicht die häufigste ist; | |||
****** indessen lässet es sich vermittelst einer Figur auch aus der allgemeinern Bedeutung des Besitzes erklären. | |||
*** Im Oberdeutschen hat man noch mehrere Wörter dieser Art, | |||
**** welche aber im Hochdeutschen fremd sind; | |||
***** z.B. rathselig, reich an gutem Rathe, | |||
***** friedselig, reich an friedfertigen Gesinnungen, welches auch von einigen neuern Dichtern im Hochdeutschen gebraucht worden, | |||
***** bittselig, eine gute Gabe zu bitten habend, | |||
***** gnadselig, gnädig, gnadenreich, | |||
***** rachselig, rachgierig, | |||
***** habselig, reich an Habe, daher unser Habseligkeit, | |||
***** lobselig, reich an Lob, und so ferner. | |||
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=== Anm. === | |||
* Im Ißländ. lautet dieses Wort ''säll.'' | |||
* Die Endsylbe [[-ig]], ist die Ableitungssylbe, daher es hier nur auf die Sylbe [[-sel]] ankommt, | |||
** welche eine Zahl, Menge, Verbindung, Gesellschaft, Besitz u.s.f. bedeutet. S. 1 [[Saal|Sahl]]. | |||
** Mit der Ableitungssylbe der Hauptwörter [[-sal]] | |||
*** ist es genau verwandt, | |||
*** ohne eben unmittelbar von demselben abzusammen, | |||
*** daher auch die Schreibart [[sälig]] für [[selig]] unnöthig ist, zumahl da für [[-sal]] in vielen Fällen auch [[-sel]] üblich ist. | |||
* Die vermittelst dieses Wortes gemachten Beywörter | |||
** leiden nicht nur die [[Komparation|Comparation]], | |||
** sondern es können auch Hauptwörter auf [[-keit]] davon gemacht werden; | |||
*** Mühseligkeit, Saumseligkeit, Armseligkeit u.s.f. | |||
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Aktuelle Version vom 26. Dezember 2023, 14:35 Uhr
-Selig[1]
[2]-sêlig, ein Wort,
- welches mit dem folgenden Bey- und Nebenworte Eines Ursprunges ist,
- und an Haupt- und Beywörter gehänget wird,
- andere Bey- und Nebenwörter aus denselben zu bilden.
- Es bedeutet
- eine Menge,
- einen Reichthum derjenigen Sache,
- welche das Hauptwort bezeichnet.
- So ist im Ißländ.
- årsäll, reich an Getreide,
- segersäll, siegreich,
- tockasäll,gnadenreich.
- Im Oberdeutschen
- ist ein leutseliger Ort, ein volkreicher, der viele Einwohner hat,
- redselig, gesprächig, wortreich u.s.f.
- Eben diese Bedeutung des Reichthums
- liegt auch in den im Hochdeutschen noch üblichen Bey- und Nebenwörtern zum Grunde,
- glückselig, leutselig, mühselig, saumselig, trübselig, armselig, feindselig, holdselig u.s.f.
- viel Glück, Mühe, Armuth, Feindschaft, Huld u.s.f. habend.
- In gottselig scheinet es eine Ähnlichkeit zu bedeuten,
- welcher Bedeutung dieses Wort gar wohl fähig ist,
- ob sie gleich eben nicht die häufigste ist;
- indessen lässet es sich vermittelst einer Figur auch aus der allgemeinern Bedeutung des Besitzes erklären.
- glückselig, leutselig, mühselig, saumselig, trübselig, armselig, feindselig, holdselig u.s.f.
- Im Oberdeutschen hat man noch mehrere Wörter dieser Art,
- welche aber im Hochdeutschen fremd sind;
- z.B. rathselig, reich an gutem Rathe,
- friedselig, reich an friedfertigen Gesinnungen, welches auch von einigen neuern Dichtern im Hochdeutschen gebraucht worden,
- bittselig, eine gute Gabe zu bitten habend,
- gnadselig, gnädig, gnadenreich,
- rachselig, rachgierig,
- habselig, reich an Habe, daher unser Habseligkeit,
- lobselig, reich an Lob, und so ferner.
- welche aber im Hochdeutschen fremd sind;
- liegt auch in den im Hochdeutschen noch üblichen Bey- und Nebenwörtern zum Grunde,
- Es bedeutet
Anm.
- Im Ißländ. lautet dieses Wort säll.
- Die Endsylbe -ig, ist die Ableitungssylbe, daher es hier nur auf die Sylbe -sel ankommt,
- Die vermittelst dieses Wortes gemachten Beywörter
- leiden nicht nur die Comparation,
- sondern es können auch Hauptwörter auf -keit davon gemacht werden;
- Mühseligkeit, Saumseligkeit, Armseligkeit u.s.f.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 51. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000431303; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 51; Kategorien: Lexikalischer Artikel
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