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„drücken“ – Versionsunterschied

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== [[—Wrtwndl.]] ==
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* ‘pressen, belasten, bedrängen’;
** Bis ins 17. Jh. daneben gleichbed. umlautloses obd. [[drucken]].
* uig. *[[treuk-]], *[[trū̌k-]], *[[ter(ə)-]], uig. <em class="Latinx mention" lang="ine-pro">*[[ter-]]</em> ‘reiben, drehend reiben’ ([[wikt:Reconstruction:Proto-Indo-European/ter-|*ter-]]);
** uger. <em class="Latinx mention" lang="gem-pro">[[wikt:Reconstruction:Proto-Germanic/þrukkijaną|*þrukkijaną]]</em> "drücken";
** ahd. thrucken, <span class="etymwb-mentioned"><em class="Latn mention" lang="goh">[[wikt:drucchen#Old_High_German|drucchen]]</em></span> ‘pressen, bedrücken, quälen, bedrängen’ (9. Jh.),
*** mhd. drücken, drucken, trücken ‘(be)drängen, pressen, auspressen, sich drängen’,
*** mnd. drücken,
*** mnl. drucken,
**** nl. drukken,
** asächs. gebraucht dafür thringan 'dringen'.
*** im 16 ten und 17 ten jahrhundert steht gewöhnlichim anlaut die [[Tenuis|tenuis]] und der umlaut fällt häufig weg; [[Martin Luther|Luther]] schwankt darin. jetzt ist der umlaut zur unterscheidung von drucken nötig, wiewol er in mundarten noch wegbleibt und auch [[Johann Wolfgang von Goethe|Göthe]], zumal in der früheren zeit, ihn häufig nicht zuläszt.<ref>„DRÜCKEN“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <<nowiki>https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=D05101</nowiki>>, abgerufen am 29.01.2024.</ref>
** aengl. þryccan ‘zerdrücken, drängen, beleidigen, unterdrücken’,
** swed. trycka ‘drücken, drucken’ sind Intensivbildungen
*** (germ. *þrukkjan)
** zu einer Weiterbildung der Verbalwurzel germ. *þrūg-,
*** die innerhalb des [[—Ger.]] auch in anord. þrūga ‘drohen, unterdrücken, nötigen’
** überliefert ist.
** Mit verwandtem
*** lit. trū́kti ‘entzweireißen, zerspringen, bersten’
** stellen sich die ger. Formen zu uig. *[[treuk-]], *[[trū̌k-]],
*** einer zweifachen Erweiterung der Wurzel uig. *[[ter(ə)-]] ‘reiben, drehend reiben’,
*** auf die auch [[drehen]] und [[drohen]] zurückgehen (s. d.).;
 
drücke, drückst, drückt, drückte, drück, gedrückt,

Version vom 4. April 2024, 14:51 Uhr

drück-en —Nwf.

d-rück, drü-ck, Nwf. z. druck, ahd.-deu. 'Druck machen'

drücken 'dar rücken'

Anm. KF: Druck auf ein Dasein ausüben; drucken sei von drücken abgeleitet, eher ist drücken die Steigerungsform zu drucken.

—Wrtwndl

  • ‘pressen, belasten, bedrängen’;
    • Bis ins 17. Jh. daneben gleichbed. umlautloses obd. drucken.
  • uig. *treuk-, *trū̌k-, *ter(ə)-, uig. *ter- ‘reiben, drehend reiben’ (*ter-);
    • uger. *þrukkijaną "drücken";
    • ahd. thrucken, drucchen ‘pressen, bedrücken, quälen, bedrängen’ (9. Jh.),
      • mhd. drücken, drucken, trücken ‘(be)drängen, pressen, auspressen, sich drängen’,
      • mnd. drücken,
      • mnl. drucken,
        • nl. drukken,
    • asächs. gebraucht dafür thringan 'dringen'.
      • im 16 ten und 17 ten jahrhundert steht gewöhnlichim anlaut die tenuis und der umlaut fällt häufig weg; Luther schwankt darin. jetzt ist der umlaut zur unterscheidung von drucken nötig, wiewol er in mundarten noch wegbleibt und auch Göthe, zumal in der früheren zeit, ihn häufig nicht zuläszt.[1]
    • aengl. þryccan ‘zerdrücken, drängen, beleidigen, unterdrücken’,
    • swed. trycka ‘drücken, drucken’ sind Intensivbildungen
      • (germ. *þrukkjan)
    • zu einer Weiterbildung der Verbalwurzel germ. *þrūg-,
      • die innerhalb des —Ger. auch in anord. þrūga ‘drohen, unterdrücken, nötigen’
    • überliefert ist.
    • Mit verwandtem
      • lit. trū́kti ‘entzweireißen, zerspringen, bersten’
    • stellen sich die ger. Formen zu uig. *treuk-, *trū̌k-,
      • einer zweifachen Erweiterung der Wurzel uig. *ter(ə)- ‘reiben, drehend reiben’,
      • auf die auch drehen und drohen zurückgehen (s. d.).;

drücke, drückst, drückt, drückte, drück, gedrückt,

  1. ↑ „DRÜCKEN“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=D05101>, abgerufen am 29.01.2024.