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„Wahrzeichen“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" ><span class="etymwb-headword">[[wahr|w<span class="etymwb-orth">ahr</span>]] <span class="etymwb-orth">+ [[Zeichen]] | <span class="etymwb-gramgrp">ursprüngliche Schreibweise</span> ''Warzeichen'';&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp">n.</span></span>‘Merkmal, Kennzeichen’, <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">warzeichen</span>'', gebildet zu <abbr title="althochdeutsch">ahd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">wara</span>'' f., <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">ware, war</span>&nbsp;‘Warnehmung, Beobachtung, Aufmerksamkeit’ (s. oben), also ‘Zeichen, das Aufmerksamkeit erregt oder verlangt’.</p><p style="text-align: justify;" >Voraus geht <abbr title="althochdeutsch">ahd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">''wortzeihhan''&nbsp;</span>‘(Anzeichen, Zeichen, Beweis’ (um 1000), <abbr title="altsächsisch">asächs.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">wordtēkan</span>'', <abbr title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">wortzeichen</span>'' ‘Zeichen, das ein Wort vertritt oder in Worten gegeben wird, Kennzeichen, Merkmal, Parole’, eigentlich ‘in Stäbchen geritztes Runenzeichen, Buchstabe’, dann auch ‘Merkmal’. <span class="etymwb-mentioned">Wahrzeichen</span> wird vielleicht über Epiker wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Veldeke Heinrich v. Veldeke] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Eilhart_von_Oberg Eilhart v. Oberge] aus dem <abbr title="niederdeutsch">Niederdeutsch</abbr>&nbsp;ins <abbr title="hochdeutsch">Hochdeutsch&nbsp;</abbr>aufgenommen, vgl. <abbr title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">wārtēken</span>'' (woraus möglicherweise <abbr title="altnordisch">anord.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">jarteikn</span>'' ‘Wahrzeichen, Wunder’).</p>
<span class="etymwb-headword">[[wahr|w<span class="etymwb-orth">ahr</span>]]</span>{{–}}<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">[[Zeichen]] eigtl. ‘in Stäbchen geritztes Runenzeichen, Buchstabe’,</span></span>  
 
<span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth"><span class="etymwb-gramgrp">ursprüngliche Schreibweise</span> ''Warzeichen'';&nbsp;</span></span>
 
* Wahrzeichen n.
** ‘Merkmal, Kennzeichen’,
*** mhd. warzeichen, gebildet zu ahd. [[wara]] f., mhd. war(e) ‘Wahrnehmung, Beobachtung, Aufmerksamkeit’ (s. ''[[wahren]]''),  
*** also ‘Zeichen, das Aufmerksamkeit erregt oder verlangt’.  
** Voraus geht  
*** ahd. wortzeihhan ' [[Wortzeichen]]'; ‘(An)zeichen, Beweis’ (um 1000),  
*** asächs. wordtēkan,  
*** mhd. wortzeichen ‘Zeichen, das ein Wort vertritt oder in Worten gegeben wird, Kennzeichen, Merkmal, Parole’,  
**** eigentlich ‘in Stäbchen geritztes Runenzeichen, Buchstabe’,  
**** dann auch ‘Merkmal’.  
** <span class="etymwb-mentioned">Wahrzeichen</span> wird vielleicht über Epiker wie [https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_von_Veldeke Heinrich v. Veldeke] oder [https://de.wikipedia.org/wiki/Eilhart_von_Oberg Eilhart v. Oberge] aus dem Niederdeutsch&nbsp;ins Hochdeutsch&nbsp;aufgenommen, vgl. mnd. wārtēken (woraus möglicherweise anord. jarteikn ‘Wahrzeichen, Wunder’).

Version vom 6. April 2024, 13:19 Uhr

wahr–Zeichen eigtl. ‘in Stäbchen geritztes Runenzeichen, Buchstabe’,

ursprüngliche Schreibweise Warzeichen; 

  • Wahrzeichen n.
    • ‘Merkmal, Kennzeichen’,
      • mhd. warzeichen, gebildet zu ahd. wara f., mhd. war(e) ‘Wahrnehmung, Beobachtung, Aufmerksamkeit’ (s. wahren),
      • also ‘Zeichen, das Aufmerksamkeit erregt oder verlangt’.
    • Voraus geht
      • ahd. wortzeihhan ' Wortzeichen'; ‘(An)zeichen, Beweis’ (um 1000),
      • asächs. wordtēkan,
      • mhd. wortzeichen ‘Zeichen, das ein Wort vertritt oder in Worten gegeben wird, Kennzeichen, Merkmal, Parole’,
        • eigentlich ‘in Stäbchen geritztes Runenzeichen, Buchstabe’,
        • dann auch ‘Merkmal’.
    • Wahrzeichen wird vielleicht über Epiker wie Heinrich v. Veldeke oder Eilhart v. Oberge aus dem Niederdeutsch ins Hochdeutsch aufgenommen, vgl. mnd. wārtēken (woraus möglicherweise anord. jarteikn ‘Wahrzeichen, Wunder’).