„Ens“ – Versionsunterschied
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Das '''Ens''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Sprache lateinisch] ''[[ēns]]'' [seiend], [https://de.wikipedia.org/wiki/Partizip_Pr%C3%A4sens Partizip Präsens] von lateinisch ''[[esse]]'' [sein]; Plural ''entia'') ist ein Begriff der Philosophie, insbesondere der [[Scholastik]].<p>Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet; die Wortbedeutung variiert entsprechend:</p> | Das '''Ens''' ([https://de.wikipedia.org/wiki/Lateinische_Sprache lateinisch] ''[[ēns]]'' [seiend], [https://de.wikipedia.org/wiki/Partizip_Pr%C3%A4sens Partizip Präsens] von lateinisch ''[[esse]]'' [sein]; Plural ''entia'') ist ein Begriff der Philosophie, insbesondere der [[Scholastik]].<p>Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet; die Wortbedeutung variiert entsprechend:</p> | ||
*'' | *''[[ēns reāle]]'': „das wirkliche (vom [https://de.wikipedia.org/wiki/Bewusstsein Bewusstsein] unabhängige) [[Ding an sich]], das reale [[Sein]], das wirkliche [[Wesen]]“<ref name=":0">Rainer Hegenbart: ''Wörterbuch der Philosophie''. Gondrom Verlag, 1994, ISBN 3-8112-1125-0</ref> | ||
*'' | *''[[ēns ratiōnis]]'': „das (nur) gedachte Ding, das [[Gedankending]]“<ref name=":0" /> | ||
*'' | *''[[ēns ratiōnis cum fundāmentō in rē]]'': „das in der Sache begründete Gedankending“ | ||
*'' | *''[[ēns realissimum]]'': „das allerwirklichste Sein = [[Gott]]“<ref name=":0" /> | ||
*'' | *''[[ēns ā sē]]'': „das Durchsichselbstseiende“; siehe [[Aseität]]. | ||
*'' | *''[[ēns perfectissimum]]'': Zur Bezeichnung Gottes bei [[René Descartes|Descartes]] | ||
Der Gegensatz Nicht-Seiendes (lateinisch '' | Der Gegensatz Nicht-Seiendes (lateinisch ''[[non ēns]]''<ref>''Brockhaus’ Conversations-Lexikon.'' 13., vollständig umgearbeitete Auflage. Band 12 (''Murrhardt – Phoxos''). F. A. Brockhaus, Leipzig 1885, S. 274 (''Non ens'').</ref>) wird auch als „[[Unding]]“ bezeichnet. | ||
* [[Entität]] | |||
* [[Ontologie]] | |||
Version vom 12. April 2024, 10:52 Uhr
ēns Vorlage:dt.-lat. glhrt. 'Seiende',
Anm. KF: lat. ēns entsricht der Wortendung dt. -end, ēns als Seiendes zu übersetzen ist falsch, das wenn lat. essentia aufgrund von esse 'sein' und -entia 'Seinheit' als Seiendes zu übersetzen ist, welches wiederum als Essenz übersetzt wurde.
Ens
Das Ens (lateinisch ēns [seiend], Partizip Präsens von lateinisch esse [sein]; Plural entia) ist ein Begriff der Philosophie, insbesondere der Scholastik.
Der Begriff wird in verschiedenen Zusammenhängen verwendet; die Wortbedeutung variiert entsprechend:
- ēns reāle: „das wirkliche (vom Bewusstsein unabhängige) Ding an sich, das reale Sein, das wirkliche Wesen“[1]
- ēns ratiōnis: „das (nur) gedachte Ding, das Gedankending“[1]
- ēns ratiōnis cum fundāmentō in rē: „das in der Sache begründete Gedankending“
- ēns realissimum: „das allerwirklichste Sein = Gott“[1]
- ēns ā sē: „das Durchsichselbstseiende“; siehe Aseität.
- ēns perfectissimum: Zur Bezeichnung Gottes bei Descartes
Der Gegensatz Nicht-Seiendes (lateinisch non ēns[2]) wird auch als „Unding“ bezeichnet.