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„adäquat“ – Versionsunterschied

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== adäquat ==
== adäquat ==
<p>'''Adäquat''' (lateinisch [[adaequare]], gleichmachen) bedeutet im allgemeinen Sinne „angemessen“, „sich deckend“, „passend“, „übereinstimmend“. Das Gegenteil des Begriffs ist „[[inadäquat]]“ (nicht deckend, unpassend).</p>
<p>'''Adäquat''' (lateinisch [[adaequare]], gleichmachen) bedeutet im allgemeinen Sinne „angemessen“, „sich deckend“, „passend“, „übereinstimmend“. Das Gegenteil des Begriffs ist „[[inadäquat]]“ (nicht deckend, unpassend).</p>
*Insbesondere in der [[Wahrheitstheorie]] ist „adäquat“ ein bedeutsamer Begriff. So übernahm [[Thomas von Aquin]] ihn von dem jüdischen Neuplatoniker [[Isaak Ben Salomon Israeli]], auch Israeli der Ältere genannt, dessen Definition der Wahrheit ''[[adaequatio intellectus et rei]]'' <ref group="KF">Es beginnt mit "veritas est …"
*Insbesondere in der [[Wahrheitstheorie]] ist „adäquat“ ein bedeutsamer Begriff. So übernahm [[Thomas von Aquin]] ihn von dem jüdischen Neuplatoniker [[Isaak Ben Salomon Israeli]], auch Israeli der Ältere genannt, dessen Definition der Wahrheit ''[[veritas est adaequatio intellectus et rei|adaequatio intellectus et rei]]'' <ref group="KF">Es beginnt mit "veritas est …"


{{:Anm. KF/veritas est adaequatio intellectus et rei}}</ref> (Übereinstimmung zwischen Intellekt und Sache) war.
{{:Anm. KF/veritas est adaequatio intellectus et rei}}</ref> (Übereinstimmung zwischen Intellekt und Sache) war.

Version vom 28. Juli 2024, 10:50 Uhr

adäquat Adj. ‘angemessen, entsprechend’.

  • Die Wissenschaftssprache der 2. Hälfte des 17. Jhs. entlehnt das Wort aus gleichbed. lat. adaequātus,
    • dem Part. Perf. von lat. adaequāre ‘gleichmachen, gleichkommen’,
      • zu lat. aequus ‘eben, gleich, angeglichen’ (s. egal).
  • Bereits Gottsched schlägt als Verdeutschung angemessen vor.

adäquat

Adäquat (lateinisch adaequare, gleichmachen) bedeutet im allgemeinen Sinne „angemessen“, „sich deckend“, „passend“, „übereinstimmend“. Das Gegenteil des Begriffs ist „inadäquat“ (nicht deckend, unpassend).

„Unter adäquater Ursache verstehe ich eine Ursache, deren Wirkung allein aus dieser (einen) Ursache erklärt werden kann. Inadäquate Ursache bzw. partiale Ursache hingegen nenne ich eine Ursache, deren Wirkung nicht allein aus dieser Ursache erklärt werden kann.“ (Spinoza Ethica, 3. Teil, Definitionen)
Als adäquate Idee bezeichnet Spinoza eine Idee, die ohne eine Beziehung zu einem Objekt gedacht werden kann.

Siehe auch

Wiktionary: adäquat – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Anm. KF

  1. ↑ Es beginnt mit "veritas est …" ‽▶Richtiger ist: "Angleichung (Angeglichenheit) von Intellekt an Ding", das Ding ist das Ding, die höchste Erknenntniß des Ding wäre die vollkommene Durchdringung und zugleich räumliche Erfassung des Ding, daß bedingt als Erkennender das Ding zu sein. Noch richtiger ist "Wahrheit ist räumliche Deckungsgleichheit von Denken und Ding", noch richtiger ist "Wahrheit ist räumlich deckungsgleiche Wahrnehmung des Ding"; Denken ist bestenfalls das Dasein der Abbild oder Entsprechung, jedoch nicht des Dasein des Ding.