„KÜZKDWH/2“ – Versionsunterschied
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[[KÜZKDWH/2|▶]]Auch wenn sich [[Jürgen Habermas|Habermas]] von anderen Vertretern einer [[Konsenstheorie der Wahrheit|Konsensustheorie]] kritisch absetzt, ist er sich mit ihnen doch in wesentlichen Punkten einig. Für die [[pragmatische Wahrheitstheorie]] eines [[Charles Sanders Peirce|Peirce]], für die Konzeption der [[interpersonale Verifikation|interpersonalen Verifikation]] von [[Wilhelm Kamlah|Kamlah]] und [[Paul Lorenzen|Lorenzen]] sowie für Habermas’ [[Konsenstheorie der Wahrheit|Konsensus-]] oder [[Diskurstheorie]] ist folgendes charakteristisch: 1. Sie beziehen sich ausschließlich oder in erster Linie auf [[Aussagenwahrheit]]. - 2. Sie definieren diese durch ein Verfahren der Feststellung von wahren Aussagen. - 3. Dieses Verfahren geht von der Gesprächssituation aus und ist an der geglückten Übereinstimmung orientiert. - 4. Übereinstimmung meint letztlich nicht ein historisch-faktisches Ereignis; sie ist [[normativ]] als wahrer [[Konsens]] oder sachgemäße Übereinstimmung verstanden. - 5. Als wahrer Konsens gilt die potentielle Übereinstimmung aller oder aller, die [[kompetent]] sind. (Die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern betreffen in erster Linie den Anspruch, den sie mit ihrer Position verbinden, sowie die Aussagen über das [[Verifikationsverfahren]].) | [[KÜZKDWH/2|▶]]Auch wenn sich [[Jürgen Habermas|Habermas]] von anderen Vertretern einer [[Konsenstheorie der Wahrheit|Konsensustheorie]] kritisch absetzt, ist er sich mit ihnen doch in wesentlichen Punkten einig. Für die [[pragmatische Wahrheitstheorie]] eines [[Charles Sanders Peirce|Peirce]], für die Konzeption der [[interpersonale Verifikation|interpersonalen Verifikation]] von [[Wilhelm Kamlah|Kamlah]] und [[Paul Lorenzen|Lorenzen]] sowie für Habermas’ [[Konsenstheorie der Wahrheit|Konsensus-]] oder [[Diskurstheorie]] ist folgendes charakteristisch: 1. Sie beziehen sich ausschließlich oder in erster Linie auf [[Aussagenwahrheit]]. - 2. Sie definieren diese durch ein Verfahren der Feststellung von wahren Aussagen. - 3. Dieses Verfahren geht von der Gesprächssituation aus und ist an der geglückten Übereinstimmung orientiert. - 4. Übereinstimmung meint letztlich nicht ein historisch-faktisches Ereignis; sie ist [[normativ]] als wahrer [[Konsens]] oder sachgemäße Übereinstimmung verstanden. - 5. Als wahrer Konsens gilt die potentielle Übereinstimmung aller oder aller, die [[kompetent]] sind. (Die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern betreffen in erster Linie den Anspruch, den sie mit ihrer Position verbinden, sowie die Aussagen über das [[Verifikationsverfahren]].) | ||
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Aktuelle Version vom 28. Juli 2024, 13:19 Uhr
▶Auch wenn sich Habermas von anderen Vertretern einer Konsensustheorie kritisch absetzt, ist er sich mit ihnen doch in wesentlichen Punkten einig. Für die pragmatische Wahrheitstheorie eines Peirce, für die Konzeption der interpersonalen Verifikation von Kamlah und Lorenzen sowie für Habermas’ Konsensus- oder Diskurstheorie ist folgendes charakteristisch: 1. Sie beziehen sich ausschließlich oder in erster Linie auf Aussagenwahrheit. - 2. Sie definieren diese durch ein Verfahren der Feststellung von wahren Aussagen. - 3. Dieses Verfahren geht von der Gesprächssituation aus und ist an der geglückten Übereinstimmung orientiert. - 4. Übereinstimmung meint letztlich nicht ein historisch-faktisches Ereignis; sie ist normativ als wahrer Konsens oder sachgemäße Übereinstimmung verstanden. - 5. Als wahrer Konsens gilt die potentielle Übereinstimmung aller oder aller, die kompetent sind. (Die Unterschiede zwischen den einzelnen Vertretern betreffen in erster Linie den Anspruch, den sie mit ihrer Position verbinden, sowie die Aussagen über das Verifikationsverfahren.)
Einzelnachweise