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„KÜZKDWH/3“ – Versionsunterschied

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[[KÜZKDWH/3|▶]][[Jürgen Habermas|Habermas]]’ eigener Beitrag zu einem Problemkomplex, der im philosophi­schen Denken seit je einen besonderen Rang einnimmt, der Wahrheitsproblematik, besteht aus zwei Teilen<ref>3 Die folgende Erörterung bezieht sich auf Habermas’ Beitrag in der Schulz-Festschrift, a.a.O. Vgl. aber auch: J. Habermas, Der Universalitätsanspruch der Hermeneutik, in: Hermeneutik und Dialektik (Festschrift für H.-G. Gadamer), hrsg. v. R. Bubner, K. Cramer, R. Wiehl (1970) I 73-104; Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompe­tenz, in: J. Habermas, N. Luhmann, Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie (1970) 101-141; ferner M. Horkheimer, Zum Problem der Wahrheit, in: Kritische Theorie. Eine Doku­mentation, hrsg. v. A. Schmidt, Bd. I (1968) 228-276. Zur Konsensustheorie der Wahrheit all­ gemein: W. Kamlah, P. Lorenzen, Logische Propädeutik (1967) Kap. IV; W. Kamlah, Der moderne Wahrheitsbegriff, in: Einsichten. Festschrift für G. Krüger (1962) 107ff. neue hefte für philosophie, H. 2/3: Dialog als Methode (1972) (darin besonders R. Wiehl, Dialog und philo­ sophische Reflexion, 41-94; K. Lorenz, Der dialogische Wahrheitsbegriff, 111-123) und vor allem C. S. Peirce, Schriften, 2 Bde, hrsg. v. K.-O. Apel (1967, 1970).</ref>. In der philosophischen Diskussion hat man, so der erste, der kritische Teil (besonders die Abschnitte I—III), verschiedene [[Wahrheitstheorien]] vertreten, die zwar jeweils richtige Beobachtungen ent­halten, aus ihren Beobachtungen jedoch falsche Schlußfolgerungen gezogen haben und deshalb der Aufgabe einer Wahrheitstheorie nicht gerecht werden. Die bisherigen Wahrheitstheorien (außer der [[Korrespondenztheorie der Wahrheit|Korrespondenztheorie]] auch die [[Evidenztheorie]], die [[semantische Wahrheitstheorie|semantische]] und die [[transzendentale Wahrheitstheorie]], die [[pragmatistische Wahrheitstheorie|pragmatistische]] sowie die [[analytische Wahrheitstheorie]]) sind letztlich allesamt zu verwerfen. Man muß sie, so der zweite, der konstruktive Teil (besonders die Abschnitte IV-V), durch eine neue Wahrheitstheorie, eben durch Haber­mas’ Variante der Konsensustheorie (218 u. a.), auch Diskurstheorie genannt (264, Anm. 33), ersetzen.
 
[[Jürgen Habermas|Habermas]]’ eigener Beitrag zu einem Problemkomplex, der im philosophi­schen Denken seit je einen besonderen Rang einnimmt, der Wahrheitsproblematik, besteht aus zwei Teilen<ref>3 Die folgende Erörterung bezieht sich auf Habermas’ Beitrag in der Schulz-Festschrift, a.a.O. Vgl. aber auch: J. Habermas, Der Universalitätsanspruch der Hermeneutik, in: Hermeneutik und Dialektik (Festschrift für H.-G. Gadamer), hrsg. v. R. Bubner, K. Cramer, R. Wiehl (1970) I 73-104; Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompe­tenz, in: J. Habermas, N. Luhmann, Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie (1970) 101-141; ferner M. Horkheimer, Zum Problem der Wahrheit, in: Kritische Theorie. Eine Doku­mentation, hrsg. v. A. Schmidt, Bd. I (1968) 228-276. Zur Konsensustheorie der Wahrheit all­ gemein: W. Kamlah, P. Lorenzen, Logische Propädeutik (1967) Kap. IV; W. Kamlah, Der moderne Wahrheitsbegriff, in: Einsichten. Festschrift für G. Krüger (1962) 107ff. neue hefte für philosophie, H. 2/3: Dialog als Methode (1972) (darin besonders R. Wiehl, Dialog und philo­ sophische Reflexion, 41-94; K. Lorenz, Der dialogische Wahrheitsbegriff, 111-123) und vor allem C. S. Peirce, Schriften, 2 Bde, hrsg. v. K.-O. Apel (1967, 1970).</ref>. In der philosophischen Diskussion hat man, so der erste, der kritische Teil (besonders die Abschnitte I—III), verschiedene [[Wahrheitstheorien]] vertreten, die zwar jeweils richtige Beobachtungen ent­halten, aus ihren Beobachtungen jedoch falsche Schlußfolgerungen gezogen haben und deshalb der Aufgabe einer Wahrheitstheorie nicht gerecht werden. Die bisherigen Wahrheitstheorien (außer der [[Korrespondenztheorie der Wahrheit|Korrespondenztheorie]] auch die [[Evidenztheorie]], die [[semantische Wahrheitstheorie|semantische]] und die [[transzendentale Wahrheitstheorie]], die [[pragmatistische Wahrheitstheorie|pragmatistische]] sowie die [[analytische Wahrheitstheorie]]) sind letztlich allesamt zu verwerfen. Man muß sie, so der zweite, der konstruktive Teil (besonders die Abschnitte IV-V), durch eine neue Wahrheitstheorie, eben durch Haber­mas’ Variante der Konsensustheorie (218 u. a.), auch Diskurstheorie genannt (264, Anm. 33), ersetzen.


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Aktuelle Version vom 29. Juli 2024, 17:47 Uhr

▶Habermas’ eigener Beitrag zu einem Problemkomplex, der im philosophi­schen Denken seit je einen besonderen Rang einnimmt, der Wahrheitsproblematik, besteht aus zwei Teilen[1]. In der philosophischen Diskussion hat man, so der erste, der kritische Teil (besonders die Abschnitte I—III), verschiedene Wahrheitstheorien vertreten, die zwar jeweils richtige Beobachtungen ent­halten, aus ihren Beobachtungen jedoch falsche Schlußfolgerungen gezogen haben und deshalb der Aufgabe einer Wahrheitstheorie nicht gerecht werden. Die bisherigen Wahrheitstheorien (außer der Korrespondenztheorie auch die Evidenztheorie, die semantische und die transzendentale Wahrheitstheorie, die pragmatistische sowie die analytische Wahrheitstheorie) sind letztlich allesamt zu verwerfen. Man muß sie, so der zweite, der konstruktive Teil (besonders die Abschnitte IV-V), durch eine neue Wahrheitstheorie, eben durch Haber­mas’ Variante der Konsensustheorie (218 u. a.), auch Diskurstheorie genannt (264, Anm. 33), ersetzen.

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Einzelnachweise

  1. ↑ 3 Die folgende Erörterung bezieht sich auf Habermas’ Beitrag in der Schulz-Festschrift, a.a.O. Vgl. aber auch: J. Habermas, Der Universalitätsanspruch der Hermeneutik, in: Hermeneutik und Dialektik (Festschrift für H.-G. Gadamer), hrsg. v. R. Bubner, K. Cramer, R. Wiehl (1970) I 73-104; Vorbereitende Bemerkungen zu einer Theorie der kommunikativen Kompe­tenz, in: J. Habermas, N. Luhmann, Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie (1970) 101-141; ferner M. Horkheimer, Zum Problem der Wahrheit, in: Kritische Theorie. Eine Doku­mentation, hrsg. v. A. Schmidt, Bd. I (1968) 228-276. Zur Konsensustheorie der Wahrheit all­ gemein: W. Kamlah, P. Lorenzen, Logische Propädeutik (1967) Kap. IV; W. Kamlah, Der moderne Wahrheitsbegriff, in: Einsichten. Festschrift für G. Krüger (1962) 107ff. neue hefte für philosophie, H. 2/3: Dialog als Methode (1972) (darin besonders R. Wiehl, Dialog und philo­ sophische Reflexion, 41-94; K. Lorenz, Der dialogische Wahrheitsbegriff, 111-123) und vor allem C. S. Peirce, Schriften, 2 Bde, hrsg. v. K.-O. Apel (1967, 1970).