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| | [[Recht]]{{-s-}}[[Macht]] {{nhdt.-dt.}} |
| == Mittelalter ==
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| </div><p>Im 15. Jahrhundert wurde im [https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6misch-deutsches_Reich römisch-deutschen Reich] verfassungspolitisch zwischen dem König, der unter Einbeziehung der [https://de.wikipedia.org/wiki/Kurf%C3%BCrst Kurfürsten] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsf%C3%BCrst Reichsfürsten] regierte, und dem alleinherrschenden Monarchen ''(monarcha, unus princeps)'' unterschieden.<sup id="cite_ref-6" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Monarchie?wprov=srpw1_2#cite_note-6 <span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span>]</sup>Angesichts einer „Vielheit von Herrschaftsgewalten“ ''(pluralitas principum)'' sei der König, wie der [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Bisch%C3%B6fe_von_Trier Erzbischof von Trier] [https://de.wikipedia.org/wiki/Jakob_I._von_Sierck Jakob I. von Sierck] 1452/53 konstatierte, kein Monarch, dem „jedermann in sämtlichen Sachen gehorchen müsse“, oder wie zeitgleich Enea Silvio Piccolomini, der Sekretär König [https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_III._(HRR) Friedrichs III.] und spätere Papst [https://de.wikipedia.org/wiki/Pius_II. Pius II.], schrieb, „der befehlen und zwingen könne“. Nach seiner Auffassung sollte der König aber, im Gegensatz zu der Vorstellung des Kurfürsten, von Rechts wegen ein Monarch sein. Dies deckte sich mit den Lehren der am [https://de.wikipedia.org/wiki/Kanonisches_Recht römisch-kanonischen Recht] ausgebildeten Juristen im Reich, die den König und Kaiser als ''imperator modernus'' und ''princeps'', als Nachfolger der [https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_r%C3%B6mischen_Kaiser_der_Antike antiken Imperatoren] betrachteten und ihm eine entsprechende „Machtvollkommenheit“ ''(plenitudo potestatis)'' zusprachen. Diese Position vertraten die kaiserliche Seite und insbesondere der rechtsgelehrte kaiserliche Fiskal, aber auch in Rechtsgutachten gelehrte Juristen und Räte von Fürsten und Juristen von Reichsstädten.<sup id="cite_ref-7" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Monarchie?wprov=srpw1_2#cite_note-7 <span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span>]</sup> Demnach besaß der Kaiser eine am Recht und an den bestehenden Gesetzen orientierte „ordentliche“ Rechtsmacht ''(ordinaria potestas)'' und eine „absolute“ oder „freie“, von den menschlichen Gesetzen entbundene Rechtsmacht ''(absoluta potestas)''. Die Kurfürsten forderten Kaiser Friedrich III. 1486 auf, gegenüber dem kaiserlichen Kammergericht künftig nur seine „ordentliche Gewalt und nicht die Vollkommenheit der kaiserlichen Gewalt“ zu gebrauchen und auf Eingriffe in den Gang der Rechtsprechung zu verzichten. Ein Wandel weg von einer monarchischen Auffassung von der königlich-kaiserlichen Herrschaftsgewalt vollzog sich seit der Reichsreformgesetzgebung des [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichstag_zu_Worms_(1495) Wormser Reichstags von 1495] und der [https://de.wikipedia.org/wiki/Wahlkapitulation Wahlkapitulation] [https://de.wikipedia.org/wiki/Karl_V._(HRR) Karls V.] von 1519, als der Vertragscharakter bei der Gesetzgebung und in den Beziehungen zwischen Kaiser und [https://de.wikipedia.org/wiki/Reichsst%C3%A4nde Reichsständen] deutlich hervortrat, die Gewalt des Kaisers daher als „limitiert“ erschien und das Reich eher als Aristokratie denn als Monarchie klassifiziert wurde. Von juristischer Seite nahm im frühen 16. Jahrhundert vor allem [https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_Zasius Ulrich Zasius] in Rechtsgutachten eine rechtliche Einhegung der kaiserlichen ''summa potestas'' und ''plenitudo potestatis'' vor.<sup id="cite_ref-8" class="reference">[https://de.wikipedia.org/wiki/Monarchie?wprov=srpw1_2#cite_note-8 <span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span>]</sup></p>
| | * Im Gegensatz zum [[objektives Recht|objektiven Recht]] gibt [[subjektives Recht|subjektive Rechte]] dem Einzelnen eine konkrete '''''Rechtsmacht'''''. |
| | * [[Recht]] sind die einem [[Rechtssubjekt]] durch die [[Rechtsordnung]] verliehene '''Rechtsmacht'''. |
| | * Unbeherrschbare Stoffe können grundsätzlich nicht Gegenstand eines Rechts sein, da '''Rechtsmacht''' die tatsächliche Beherrschbarkeit voraussetzt. |
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| | * s. [[Monarchie Mittelalter]] |