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„echt“ – Versionsunterschied

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[[ech]] + [[-t]] | eigtl. [[eft]] | [[e-]] + [[-ft]], e- + [[-cht]] | zusammengezogen [[Ehe]] + [[haft]]  zu ehehaft, zu ehaft, eft zu echt |<p>eigentl. "Ehe, Recht achtend, habend; "‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.</p><p>Zu dem unter&nbsp;''Ehe''&nbsp;behandelten Hptw.&nbsp;mnd.&nbsp;''ē(we)''&nbsp;‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw.&nbsp;mnd.&nbsp;''ēhaft(e)'' ‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed.&nbsp;mhd.&nbsp;''ēhaft''&nbsp;zu&nbsp;mhd.&nbsp;''ē'',&nbsp;''ēwe'').</p><p>Durch Übergang von [[-ft]] zu [[-cht]] (s.&nbsp;''[[sacht]]'', ''[[Nichte]]'') entsteht&nbsp;mnd.&nbsp;''ē(h)acht'', kontrahiert&nbsp;''echt''.</p><p>Das (im Sachsenspiegel benutzte)&nbsp;mnd.&nbsp;Rechtswort dringt schon im 13. Jh. ins&nbsp;Md.&nbsp;</p><p>Es wird später außerhalb der Rechtssphäre in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl.&nbsp;''farbecht'').&nbsp;</p>
[[ech]] + [[Wortglied::-t]] | eigtl. [[eft]] | [[e-]] + [[-ft]], e- + [[-cht]] | zusammengezogen [[Ehe]] + [[haft]]  zu ehehaft, zu ehaft, eft zu echt |<p>eigentl. "Ehe, Recht achtend, habend; "‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.</p><p>Zu dem unter&nbsp;''Ehe''&nbsp;behandelten Hptw.&nbsp;mnd.&nbsp;''ē(we)''&nbsp;‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw.&nbsp;mnd.&nbsp;''ēhaft(e)'' ‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed.&nbsp;mhd.&nbsp;''ēhaft''&nbsp;zu&nbsp;mhd.&nbsp;''ē'',&nbsp;''ēwe'').</p><p>Durch Übergang von [[-ft]] zu [[-cht]] (s.&nbsp;''[[sacht]]'', ''[[Nichte]]'') entsteht&nbsp;mnd.&nbsp;''ē(h)acht'', kontrahiert&nbsp;''echt''.</p><p>Das (im Sachsenspiegel benutzte)&nbsp;mnd.&nbsp;Rechtswort dringt schon im 13. Jh. ins&nbsp;Md.&nbsp;</p><p>Es wird später außerhalb der Rechtssphäre in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl.&nbsp;''farbecht'').&nbsp;</p>
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<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">echt</span>&nbsp;| <span class="etymwb-orth">echt |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp">Egsw.</span></span><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">&nbsp;ursprl. &nbsp;‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’, dann&nbsp;</span></span>‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.</p><p>Zu dem unter ''Ehe''&nbsp;behandelten Hptw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">ē, ēwe</span>&nbsp;‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch" aria-describedby="tooltip369674">mnd.&nbsp;</abbr><span class="etymwb-mentioned">''ēhafte'',&nbsp;''ēhaft''</span>&nbsp;‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed. <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēhaft</span>'' zu <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ē</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">ēwe</span>'').</p><p>Durch Übergang von ''ft'' zu ''cht'' (s. ''sacht'', ''Nichte'') entsteht <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.&nbsp;</abbr>''<span class="etymwb-mentioned">ēhacht</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">ēacht</span>''&nbsp;verkürzt zu&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">echt</span>''. Das (im [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenspiegel Sachsenspiegel] benutzte) <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> Rechtsbegriffwort dringt schon im 13. Jh. ins <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mitteldeutsch">Md.</abbr></p><p>Es wird später außerhalb des Rechtswesen in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl. <span class="etymwb-mentioned">farbecht</span>).</p>
<p><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-orth">echt</span>&nbsp;| <span class="etymwb-orth">echt |&nbsp;</span><span class="etymwb-gramgrp">Egsw.</span></span><span class="etymwb-headword"><span class="etymwb-gramgrp">&nbsp;ursprl. &nbsp;‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’, dann&nbsp;</span></span>‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.</p><p>Zu dem unter ''Ehe''&nbsp;behandelten Hptw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> <span class="etymwb-mentioned">ē, ēwe</span>&nbsp;‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw.&nbsp;<abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch" aria-describedby="tooltip369674">mnd.&nbsp;</abbr><span class="etymwb-mentioned">''ēhafte'',&nbsp;''ēhaft''</span>&nbsp;‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed. <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ēhaft</span>'' zu <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelhochdeutsch">mhd.</abbr> ''<span class="etymwb-mentioned">ē</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">ēwe</span>'').</p><p>Durch Übergang von ''ft'' zu ''cht'' (s. ''sacht'', ''Nichte'') entsteht <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.&nbsp;</abbr>''<span class="etymwb-mentioned">ēhacht</span>'', ''<span class="etymwb-mentioned">ēacht</span>''&nbsp;verkürzt zu&nbsp;''<span class="etymwb-mentioned">echt</span>''. Das (im [https://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenspiegel Sachsenspiegel] benutzte) <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mittelniederdeutsch">mnd.</abbr> Rechtsbegriffwort dringt schon im 13. Jh. ins <abbr title="" data-toggle="tooltip" data-original-title="mitteldeutsch">Md.</abbr></p><p>Es wird später außerhalb des Rechtswesen in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl. <span class="etymwb-mentioned">farbecht</span>).</p>

Aktuelle Version vom 13. April 2025, 05:50 Uhr

ech + -t | eigtl. eft | e- + -ft, e- + -cht | zusammengezogen Ehe + haft zu ehehaft, zu ehaft, eft zu echt |

eigentl. "Ehe, Recht achtend, habend; "‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.

Zu dem unter Ehe behandelten Hptw. mnd. ē(we) ‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw. mnd. ēhaft(e) ‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed. mhd. ēhaft zu mhd. ē, ēwe).

Durch Übergang von -ft zu -cht (s. sacht, Nichte) entsteht mnd. ē(h)acht, kontrahiert echt.

Das (im Sachsenspiegel benutzte) mnd. Rechtswort dringt schon im 13. Jh. ins Md. 

Es wird später außerhalb der Rechtssphäre in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl. farbecht). 

Weiterer Eintrag

echt | echt | Egsw. ursprl.  ‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’, dann ‘nicht nachgemacht, unverfälscht, (von Farben) beständig’.

Zu dem unter Ehe behandelten Hptw. mnd. ē, ēwe ‘Gesetz, Recht, göttliches Gebot, Vertrag, Ehe’ gehört das Egsw. mnd. ēhafte, ēhaft ‘rechtsgültig, gesetzmäßig, ehelich’ (wie gleichbed. mhd. ēhaft zu mhd. ē, ēwe).

Durch Übergang von ft zu cht (s. sacht, Nichte) entsteht mnd. ēhacht, ēacht verkürzt zu echt. Das (im Sachsenspiegel benutzte) mnd. Rechtsbegriffwort dringt schon im 13. Jh. ins Md.

Es wird später außerhalb des Rechtswesen in der Bedeutung ‘unverfälscht, rein’ allgemein gebräuchlich und entwickelt Sonderverwendungen wie ‘dauerhaft’ (vgl. farbecht).