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„Ware“ – Versionsunterschied

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<p style="text-align: justify;" >[[war]][[-e]] {{mhdt.-dt.}}</p><p style="text-align: justify;" >{{Anm. KF}} Dasein von Wert, das unter Obacht und Obhut zu stehen hat, entsprechend werterhaltend oder wertvermehrend zu behandeln ist; verwandt wüber ''[[wahren]]'' mit ''[[wahrnehmen]]'';</p>
<p style="text-align: justify;" >[[war]][[Wortglied::-e]] {{mhdt.-dt.}}</p><p style="text-align: justify;" >{{Anm. KF}} Dasein von Wert, das unter Obacht und Obhut zu stehen hat, entsprechend werterhaltend oder wertvermehrend zu behandeln ist; verwandt wüber ''[[wahren]]'' mit ''[[wahrnehmen]]'';</p>


* Ware f.  
* Ware f.  

Aktuelle Version vom 14. April 2025, 07:47 Uhr

war-e mhdt.-dt.

Anm. KF: Dasein von Wert, das unter Obacht und Obhut zu stehen hat, entsprechend werterhaltend oder wertvermehrend zu behandeln ist; verwandt wüber wahren mit wahrnehmen;

  • Ware f.
    • ‘Handelsgut, für den Markt bestimmtes Produkt menschlicher Arbeitskraft’,
      • mhd. war(e) (1290 erstmals in einem hd. Text belegt)
        • gilt seiner Herkunft nach als nl. nd. Wort der Hanse.
      • Mnd. mnl. wāre,
      • nl. waar,
      • aengl. waru,
      • engl. ware,
      • anord.
      • swed. vara
    • ist etymologisch nicht sicher geklärt.
    • Möglicherweise entspricht es genau dem unter wahren (s. d.) dargestellten Substantiv
      • ahd. asächs. wara,
      • mhd. war(e),
      • mnd. mnl. wāre,
      • aengl. waru,
      • anord. vari ‘Aufmerksamkeit, Obhut’
    • und gehört wie dieses zur Wurzel uig. *u̯er- ‘gewahren, achtgeben’,
      • ¦√¦ uig. *wer- “über etwas gewahr (bewußt) werden, beachten, wachsam hüten”;
      • so daß Ware als ‘das, was man unter seine Obhut nimmt, dem man seine Aufmerksamkeit zuwendet’ zu deuten ist.
    • Semantisch befriedigender ist freilich die Verbindung
      • von germ. *wazō f.
      • mit hethit. u̯aš- ‘kaufen’,
      • aind. vasnám ‘Kaufpreis, Wert’,
      • griech. ṓnos (ὦνος) ‘Kaufpreis, Kauf’,
      • lat. vēnum dare ‘zum Verkauf geben’
    • und Anschluß an die Wurzel uig. *u̯es- ‘kaufen, verkaufen’;
      • vgl. Szemerényi in: Zs. f. vgl. Sprachforsch. 93 (1979) 118 ff.
    • Ware dringt in der Mitte des 15. Jhs. von Mitteldeutschland her in obd. Texte ein,
      • wo es sich in der 2. Hälfte des 16. Jhs. gegen gleichbed. obd. Kaufmannschaft, Kaufmannschatz durchsetzt;
        • vgl. G. Richter in: Zur Ausbildung d. Norm d. dt. Literaturspr. 2 (1976) 178 ff.