wahrnehmen
Erscheinungsbild
Anm. KF: sich der Ware, Dinglichem, Gegenständlichem aus dem Vernehmen des Dasein heraus bewußt werden;
¦⊕¦ urspünglich "war + nem + an "; durch Rechtschreibreform undoder Sprachwandel wurde zu althochdeutsch "waranemo, wara neman" in "wara" ein h eingefügt und ein a herausgenommen und in neman ein h eingefügt und aus a ein e gemacht.
- wahrnehmen Vb.
- ‘durch Sinnesorgane zur Kenntnis nehmen, bemerken’,
- enthält als ersten Bestandteil das unter wahren (s. d.) angegebene Substantiv ahd. wara f., mhd. war(e) ‘Wahrnehmung, Beobachtung, Aufmerksamkeit, Obhut’;
- vgl. auch asächs. wara niman, mnl. wāre nēmen.
- Aus der Fügung entsteht im Nhd. ein trennbar zusammengesetztes Verb (vgl. auch nl. waarnemen).
- Die heutige Verwendung ‘durch Sinnesorgane zur Kenntnis nehmen, bemerken’ entwickelt sich bereits in mhd. Zeit und drängt vom 16. Jh. an die Bedeutung ‘achtgeben’ zurück.
- ¦√¦ uig. *wer- “über etwas gewahr (bewußt) werden, beachten, wachsam hüten”; uig. *u̯er(e)- ‘achtgeben, gewahren’; uig. *nem- "nehmen";
wahrnehm,wahrnehme,wahrnehmend,wahrgenommen,wahrnimmt,wahrnahm,wahrzunehmen,wahrnehmend,wahrnehmende,wahrnehmenden,wahrnehmender,wahrnehmendem,wahrnehmendes