pf
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pf, Pf[1]
Pf,
- ein zusammen gesetzter Consonant,
- welcher entstehet, wenn man dem p in der Aussprache einen starken Blaselaut nachschleichen lässet.
- Dieser Laut ist den Oberdeutschen Mundarten am geläufigsten, aus welchen ihn auch die Hochdeutsche beybehalten hat.
- Die Niederdeutschen kennen ihn nicht,
- sondern sprechen und schreiben in ihrer Mundart statt dessen ein p oder pp;
- tropfen, hüpfen, zapfen, Kropf, Hopfen, Kopf, Krampf, Dampf, Sumpf, Schnupfen, Pfad, pfropfen, Pfaff, Pfand, Pfanne, Pfeffer u.s.f.
- wofür die Niederdeutschen drüppen, hüppen, tappen, Kropp, Hoppen, Kopp, Kramp, Damp, Sump, Schnuppen, Pad, proppen, Pape, Pand, Panne, Peper u.s.f. sagen.
- sondern sprechen und schreiben in ihrer Mundart statt dessen ein p oder pp;
- Für das mehr Oberdeutsche Schöpfe haben auch die Hochdeutschen das Niederdeutsche Schöppe beybehalten.
- Einige Oberdeutsche Mundarten sind mit diesem harten Laute überaus freygebig,
- und da sagt man für Pacht auch Pfacht, für pachten, pfachten u.s.f.
- Ja manche sprechen auch das f mit so fest geschlossenen Lippen aus,
- daß ein pf heraus kommen muß,
- daher auch im Hochdeutschen viele Pflaumfeder und Pfinne für Flaumfeder und Finne schreiben und sprechen.
- In empfahen, empfangen, empfehlen, und empfinden, ist emp- um des Wohlklanges willen aus ent- entstanden. S. diese Wörter, und viele der folgenden mit Pf anfangenden.
- ↑ Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 3. Leipzig 1798, S. 698-699. Permalink: http://www.zeno.org/nid/20000353345; Lizenz: Gemeinfrei; Faksimiles: 698 | 699