etliche
Erscheinungsbild
etlich-e Vorlage:ahdt.-dt. ‘irgendwelche Gestalten’
- etliche
- ‘einige, ein paar’,
- außerdem im Sing. und Plur. ‘beträchtlich, ziemlich viel’;
- bei etlich fehlt wie bei einig in der neueren Sprache die flexionslose Form.
- Das auf das Dt. beschränkte Pronomen (nl. ettelijk ist von hier entlehnt)
- gilt anfangs (bis ins Frühnhd.) auch für
- eine zwar bekannte oder denkbare, jedoch nicht näher bestimmte Person oder Sache,
- so
- ahd. eddeslīh (8. Jh.), eddelīh (9. Jh.),
- mhd. et(e)lich, eteslich,
- mnd. etlīk, ettelīk ‘irgendein, irgend jemand, irgend etwas’, Plur. ‘irgendwelche, einige, manche’.
- gilt anfangs (bis ins Frühnhd.) auch für
- Aus mhd. eteslich ergibt sich die im Frühnhd. übliche Variante etzlich (bis Anfang 18. Jh., danach noch scherzhaft altertümelnd).
- Die Bildung setzt sich zusammen aus der nur als Pronominalpräfix bezeugten, Unbestimmtheit ausdrückenden Partikel
- weshalb die Ausgangsbedeutung ‘irgendeine Gestalt habend’ zu erschließen ist.
- Möglicherweise geht ahd. edde(s)līh auch durch innere Kürzung aus dem daneben belegten gleichbed.
- ahd. eddes(h)welīh (8. Jh.), edde(h)welīh (9. Jh.;
- neu belebt in spätmhd. frühnhd. etwelch, etswelch, das sich in obd. Mundarten noch länger hält)
- hervor (s. welch);
- vgl. hierzu Behaghel Syntax 1 (1923) 385 f.