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Untiefe

aus AufEinWort, der freien Forschung
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un- + Tiefe f. (mit verneinendem un-) ‘seichte Stelle, Sandbank’, ahd. untiufī (10. Jh.), mnd. undēpe; vgl. mhd. intiefe; (mit steigerndem un-) ‘besonders tiefe Stelle, Abgrund’ (Ende 18. Jh.).

Bedeutungen:

[1] flache, seichte Stelle in Gewässern
[2] umgangssprachlich: große Tiefe

Herkunft:

[1] althochdeutsch untiufī, belegt seit dem 10. Jahrhundert[1]
[2] belegt seit dem Ende des 18. Jahrhunderts[2]
Ableitung zu dem Substantiv „Tiefe“ mit dem verneinenden Präfix (Derivatem) „un-“

Synonyme:

[1] Blindschäre, Furt

Oberbegriffe:

[2] Tiefe

Beispiele:

[1] Die Schifffahrt muss immer auch auf Untiefen achten.
[1] „Wo immer sich die Strömung verlangsamt, bilden sich Inseln und Untiefen.“[3]
[1] „Wir versuchten zunächst, das Schiff über die Untiefe zu zwingen, doch ohne Erfolg, und als die Ebbe kam, kippte es auf die Kimm, und die Schandeckel gerieten unter Wasser.“[4]
[2] Viele Schiffe sind schon in den Untiefen der Ozeane spurlos verschwunden.