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un-

aus AufEinWort, der freien Forschung

un- | u- + -n |

Vorsilbe un- (Ww. uig. *n̥- "nein, nicht") verneint meist ein Dasein, Daseinszustand oder besagt dass dieser von Nachteil, schädlich oder aufgrund von der Menge sehr viel bis ein Zuviel ist und daher nicht begreifbar, begreifbar, ertragbar oder fassbar ist (21 Jh. ndt.);

Das Verneinung (ungewaschen, unschön), Abweichung oder Abwertung (Unmensch) und Steigerung (Unsumme ‘sehr große Summe’) des im Grundwort Gesagten ausdrückende Vorsilbe ahd. mhd. asächs. mnd. aengl. engl. got. un-, mnl. nl. on-, anord. ō-, schwed. o-,

führt mit den ager. Entsprechungen aind. a'n-, a- ‘nicht, un-’, grie. a'n-, a-, lat. in- (aus *en-, s. in-2), air. in-, ē-, an- auf die als erstes Wortbildungsglied auftretende Verneinungswortglied uig. *ṇ-, Tiefstufe der in nein, nicht, nie belegten Verneinung uig. *ne-;

Die Bedeutung ‘nicht bekannt, unbekannt, nicht erkannt, unerkannt’ wird bspw. mit den Wortbildungen aind. ájñātaḥ, grie. ágnōstos, lat. īgnōtus, air. ingnad, got. unkunþs, ahd. unkund, mhd. unkunt zum Ausdruck gebracht (21 Jh. ndt.).

Die Vorsilbe uig. ṇ-, nhd. un- wird seit jeher  zur Wortbildung von Namenworten verwendet und verbindet sich besonders mit Eigenschaftsworten und Mittelworten.

Als Vorsilbe für Tätigkeitsworte erscheint un- nur in Ableitungen von namenwortlichen Bildungen mit un-; vgl. beunruhigen, verunglimpfen, got. unswēran ‘verunehren, beschimpfen’, zu got. unswērs ‘verachtet’;