etwa
et + wa | ‘annähernd, ungefähr’, auch (die Nennung eines möglichen Einzelfalls einleitend) ‘beispielsweise’, häufig nur intensivierende Partikel ‘vielleicht, gar’, ahd. edde(h)wār (um 1000), eddes(h)wār (11. Jh.), mhd. et(e)wā, eteswā ‘irgendwo’, mhd. daneben mit verstärkender Funktion ‘gar, ziemlich, sehr’.
Die Zusammensetzung des Ustw. ahd. (h)wār,nhd. wo (s. d.) mit dem die Unbestimmtheit kennzeichnenden Element ahd. edde(s)- (s. etlich) hat zunächst lokalen Sinn, geht aber im Frühnhd. in modale Verwendung über. Daneben steht ebenfalls modales frühnhd. etwan,
hervorgegangen aus dem temporalen Ustw. ahd. eddes(h)wanne (8. Jh.), edde(h)wanne (9. Jh.), mhd. et(e)wenne, -wanne, eteswenne, -wanne ‘irgendwann, zuweilen, manchmal’,
das sich bereits im Mhd. in seinem Gebrauch mit mhd. et(e)wā, eteswā vermischt.
Als Modeausdruck der Mitte des 20. Jhs., jedoch schon vereinzelt in der 1. Hälfte des 19. Jhs. (Immermann), findet sich durch Präposition erweitertes in etwa ‘ungefähr’, vielleicht dem Vorbild von in etwas (s. etwas) folgend.