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Los

aus AufEinWort, der freien Forschung
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los

  • das „Abgetrennte, Trennende“ durch das man von etwas einen Anteil, Teil oder Ganzes  erhält;
  • ‘Schicksal, Geschick,
  • verdeckt gekennzeichneter Gegenstand oder Zettel, durch den eine Zufallsentscheidung herbeigeführt werden soll, Lotterieanteilschein’;
  • frei, befreit;
    • nicht mehr an etwas fest verbunden, abhängen, abhängig, verhakt, gebunden sein;
    • von etwas abgetrennt;

Anm. KF: etwas kann nur als los gelten, wenn es zuvor fest war und durch lösen gelöst wurde; über Wortstamm verwand mit Schloß und schließen;

¦√¦ pie. *klew, *leu- "das Los";

*klē̌u-, *klāu- ‘Haken, krummes Holz oder Astgabel, Pflöckchen, an-, verhaken (sich anklammern), durch einen vorgesteckten Haken, Riegel, ein Pflöckchen verschließen’ möglich.

  • uger. *hlautiz;
  • uwger. *hlauti;
  • ahd. (h)lōʒ ‘Spruch, Schicksal, Anteil’ (8. Jh.);
  • mhd. lōʒ, lôz ‘Werfen des Loses, Aus-, Verlosung, Schicksal, Weissagung, gerichtliche Teilung, Erbteilung, altes Herkommen, Losungswort’,
  • asächs. ⁄, mnd. lōt,
  • aengl. hlīet, hlȳt, hlēt,
  • anord. hlautr,
  • got. hlauts ‘Los, Erbschaft’ (germ. *hlauta-, *hlauti-).
  • Daneben ablautend (im Nhd. sich nicht fortsetzend)
    • ahd. (h)luʒ, ‘Schicksal’ (8. Jh.);
    • mnd. lot, aengl. hlot ‘Anteil, Erbteil, Entscheidung’,
    • engl. lot ‘Los, Posten’,
    • mnl. nl. lot (s. Lotterie),
    • anord. hlutr ‘Los, Teil, Stück, Ding, Sache’,
    • hluti ‘Losstab, zugefallenes Los, Teil, Stück’,
    • schwed. lott ‘Los, Anteil’.
  • Alle Bildungen sind Verbalabstrakta zu einem im Nhd. untergegangenen starken Verb
    • ahd. (h)lioʒan ‘losen, Wahrzeichen deuten’ (8. Jh.),
    • mhd. lieʒen ‘losen, als Los zuteilen’,
    • asächs. hliotan ‘erlosen, erlangen’,
    • aengl. hlēotan ‘losen, durch Los erhalten’,
    • anord. hljōta ‘(er)losen’,
    • swed. ljuta.
  • Die Germanen versuchten, aus der Lage geworfener Runenstäbe zu weissagen.
    • Geht man daher für das germ. Verb von einer Bedeutung ‘an-, festhaken’ (von einem geworfenen Stäbchen) aus
    • und vergleicht lit. kliū́ti ‘hängenbleiben, anstoßen, hindern, in den Bereich von etw. kommen’,
    • so ist Verwandtschaft mit den unter schließen und Schloß (s. d.) genannten Formen
    • und Anschluß an die dort genannte Wurzel uig. *klē̌u-, *klāu-
      • ‘Haken, krummes Holz oder Astgabel, Pflöckchen, an-, verhaken (sich anklammern), durch einen vorgesteckten Haken, Riegel, ein Pflöckchen verschließen’
      • möglich.
      • siehe losen2