losen
¦∑¦ los + en;
¦∅¦ eine Entscheidung, Dasein oder Anteil, durch das Los herbeiführen
¦√¦ lio;
¦↵¦ ahd. (h)lioʒan ‘losen, Wahrzeichen deuten’ (8. Jh.), mhd. lieʒen ‘losen, als Los zuteilen’;
Wo ich meiner Seelen Qual
In dem herben Thränenthal
Anders soll gelosen,
Gryph.
S. Gelosen, Verlieren und Verlust, welche beyden letzten gleichfalls hiervon abstammen.Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 2107-2108.
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[2108] 2. * Losen, verb. reg. neutr. mit dem Hülfsworte haben, welches noch in einigen Gegenden Oberdeutschlandes üblich ist, und nicht nur hören, sondern auch horchen bedeutet. Im Hochdeutschen ist es veraltet. Die Jäger pflegen von diesem Zeitworte noch die Ohren der wilden Thiere Lösel, Luser zu nennen. S. Lauschen.
Quelle: Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 2. Leipzig 1796, S. 2108.
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