esse
esse lat. ‘sein’; ahd.-deu. 'esse'; ger.-deu. 'wohl'; dass ein essentia tatsächlich ist.
ahdt.-dt.
ESSE[1], n.
salus, incolumitas, wolsein, der substantivisch gesetzte lat. inf. esse: ich sprich, das ... das geschlecht des herren Horgulantua vor andern sei in esse erhalten und vil besser dann der Harlunger, Amelunger oder Bechtunger stammen. Garg. 30ᵇ; dahingegen wolte der könig die stadt nicht lassen, sondern jederzeit schützen und schirmen, ihre privilegia in vollem esse erhalten und sie in nichts dawider beschweren. (a. 1631). Chemnitzschwed. krieg 1, 244ᵃ; in esse bringen (in den stand). Wallensteins briefe 81 (a. 1628); es hätten aber i. f. g. den gehorsam von ihnen gespüret und die übung noch in ziemlicher (so) esse gefunden. Schweinichens herzog Heinrich XI s. 81 (a. 1580); man sagt heute: hier ist er in seinem esse, hier fühlt er sich, seiner natur nach, behaglich und unbelästigt. schon meister Eckhart 121, 14: dâ sitzet er in sîme nêhsten, in sîm isse, alleʒ in sich, niergen ûʒer sich.
lat. 1
Form of the verb sum (“[I] am; [I] exist”), from Proto-Italic *ezom.
Pronunciation
- (Classical) IPA(key): /ˈes.se/, [ˈɛs̠ːɛ]
- (modern Italianate Ecclesiastical) IPA(key): /ˈes.se/, [ˈɛsːe]
Verb
esse
Noun
esse m (indeclinable)
lat. 2
Pronunciation
- (Classical) IPA(key): /ˈeːs.se/, [ˈeːs̠ːɛ]
- (modern Italianate Ecclesiastical) IPA(key): /ˈes.se/, [ˈɛsːe]
Verb
ēsse
- ↑ Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1159, Z. 61.