zwerch
Erscheinungsbild
zwerch, (md.) quer,
- asächs. thwerh,
- mnd. dwēr, dwēres, dwērs
- nd. dwer,
- mnl. dweers, dwers, dwars,
- nl. dwars,
- aengl. þweorh, þwerh, þvēr (auch ‘zornig, ärgerlich’),
- anord. þvērr (auch ‘unwillig’),
- schwed. tvär,
- got. þwaírhs ‘zornig’,
- germ. *þwerha-.
- Außergerm. sind vergleichbar
- Heranziehen lassen sich ferner die unter drechseln, Drechsler angeführten dehnstufigen Bildungen,
- so daß von der dort genannten gutturalen Erweiterung
- Der für die Wortformen von quer vorauszusetzende Anlaut tu̯- ist wohl durch Kreuzung mit der unter Quirl angegebenen Wurzel ie. *tu̯er-‘drehen’ entstanden.
- Das im Nhd. geltende quer entspricht md. Lautentwicklung, wo seit dem 14. Jh. anlautendes mhd. t- (meist aus ahd. th- bzw. d- entstanden) vor w zum Guttural (geschrieben qu-) weiterentwickelt wird (s. Quark, Quarz, Quirl, quasseln), während dafür im Obd. (im Schwäb. bereits im 13. Jh.) zw- eintritt (s. Zwerchfell, Zwerg, zwingen). Die hd. Form zwerch (s. oben) ist literatursprachlich noch erhalten in seltenem überzwerch.