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Das natürliche Denkvermögen

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Über diese Seite Werk

Wundersame Sprache
Ureigenwerk Liste Werke von Klaus Feldmann 
Schriftstück
11. November 2020 n. Chr. erst.  
Ausgabe 01
Ausgabe 01
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
↑ Wort oder Begriff?
→ Das natürliche Denkvermögen
↓ Deckungsgleichheit der Vierdreieckgestalt
an mowopaul@gmx.de gesendet – warum, wer ist das?
2020111101 Das natürliche Denkvermögen.pages

(1) Worte erwirken Vorstellungen, Vorstellungen müssen in Worte gebrochen werden

  1. Es besteht ein wesentlicher Unterschied darin, ob Worte das Denken, oder das Denken die Worte bestimmen. Beim Lesen und Hören bestimmen Worte das Denken, erwirken Worte die Vorstellungen entsprechend dem, was Worte in einem wie stark anregen, was Angeregtes mitanregt und aus dem Angeregten vor Vorstellung gelangt. Erwirkt das Angregte ein Denken in Worten, so ist entweder das Schriftgewebe zu schwach um eine über wörtliches Denken hinausgehendes bildlich und damit räumliches Denken zu erwirken, oder das, was ein Leser oder Hörer zuvor vernommen hat, befindet sich in einem schlechten Zustand voller Mängel, Missverständnissen und Widersprüchen, befindet sich in einem allgemein schlechten Daseinzustand oder ist durch irgendetwas abgelenkt.
  2. Ich Verschrifte weitestgehend aus meinen bildlich räumlichen Vorstellungen heraus, sehe, fühle, empfinde auf mentaler Ebene und begebe mich dann auf die Ebene der Worte herab, um die beste Wortwahl zu treffen, die das auf diesem Weg neu oder erneut Wahrgenommene zu beschreiben und zu erklären. Worte erwirken Vorstellungen, Vorstellungen müssen in Worte gebrochen werden.

(1.3) Durch Vorstellungsvermögen erleben

  1. Diese Art und Weise des Verschriften von Wahrnehmungen aus dem Vernehmen ist dem Sprechen eines Sportreporters ähnlich, der ein gegenwärtig stattfindendes Fussballspiel selbst beobachtet und unmittelbar das beobachtete in Worte wandelt, die dann ein Hörer im Radio vernimmt und je mehr Erfahrung er über Fußball, je mehr Spiele er gesehen hat, je besser er die Fußballmannschaften und deren Umstände und Bedingungen kennt, umso mehr wird die Stimme des Sportreportes in ihm dieses bereits zuvor Vernommene anregen, es aus dem Unbewusstsein des Hörers aufsteigen, mit dem vom Sportreporter Gesagtem vergleichend die Vorstellungen des Hörers erwirken und bei einem entsprechend guten Vorstellungsvermögen und Daseinzustand des Hörers beginnt dieser das Fußballspiel entsprechend der Güte, die sich aus dem zuvor beschriebenen Ablauf ergibt zu sehen.
  2. Er sieht das eigentliche Spiel nicht, jedoch kann ein Mensch sich in einem solch guten Daseinzustand mit einem hohen Vorstellungsvermögen befinden, dass es für ihn so ist, als würde er selbst im Stadion sitzen und gegenwärtig das Fussballspiel selbst unmittelbar erleben. So wie dies einen Zuhörer ergeht, so ergeht es auch einem Leser entsprechend.
Tintenwelt Reihe Autor Cornelia Funke 2003-2007 (Quelle Wikipedia)

(2) Übereinstimmung der Vorstellungen mit dem Dasein

  1. Ich habe einst die Bücher der Tintenwelt-Trilogiegelesen, die über eine wunderbare Phantasiewelt berichten, einer dreiteiligen in Büchern gefasste Geschichte über besonders befähigte Menschen, die durch ihr Verschriften, dem Aufschreiben einer Vorstellung diese bei Fertigstellung des jeweiligen Schriftstück zur Wirklichkeit werden und sich das Dasein dementsprechend angleicht. Seither wünsche ich mir und strebe danach auf eine Art und Weise schreiben zu können, dass mein Schriftgewebe beim erneuten Vernehmen unmittelbar beim Leser oder Hören Vorstellungen erwirkt, die meinen Vorstellungen möglichst nahe kommen.
  2. Wenn mir dies durch meine Wortwahl gelingt, die daher so nah wie möglich an der wortwörtlichen Bedeutung liegen muss, so würde Leser und Hörer unmittelbar in die Lage versetzt diese Vorstellungen mit dem was er selbst zuvor vernommen hat, was er gegenwärtig vernimmt und im Dasein selbst beobachtet vergleichen können.
  3. Im vorbildlichen Fall stimmen meine Vorstellungen, die auf meinen Beobachtungen beruhen, mit den dann von ihm selbst erwirkten Vorstellungen und dem, was er dann in seinem Umfeld oder Dasein beobachtet nahe überein. Ist dies der Fall, so hat er zum einen sein Vorstellungsvermögen und zum andern im Vergleich zum Dasein zwei Quellen, die ihm die Güte der Richtigkeit meiner Vorstellungen bestätigen.
    1. Stehen diese nun im Widerspruch zu seinem zuvor vernommenen, so besteht Einklang und Übereinstimmung. Stehen sie im Widerspruch zueinander os entsteht Nichtübereinstimmung, die aufgrund der vorangegangenen Bestätigung höherer Güte in Wahrheit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit über das Dasein ihn nun veranlasst, sein zuvor Vernommenes zu berichtigen und das neu Vernommene in dessen Wertigkeit höher, bedeutender und wichtiger zu setzen. Er tut dies wie von selbst und wird fortan im Vernehmen und dessen Wahrnehmung dann in Wahrheiten höherer Güte angeregt, wodurch sein Vermögen zur Vernunft entsprechend ansteigt.

(2.3) Die einem unbewusste Ausgestaltung der bildlichen Vorstellungen

  1. Ich verschrifte das was ich weiß vorwiegend aus mir selbst heraus, aus meinen eigenen bildlichen Vorstellungen, somit nicht aus anderen Büchern oder Quellen oder aus eigenem logischen Denken heraus. Dann korrigiere ich es, höre es mir dann erneut an, indem ich mir es vorlesen lasse und beobachte dabei, ob dies zu angemessenen Vorstellungen führt. Überschriften und Aufteilung der Schriftstücke entstehen meist erst in der Nacharbeit, da ich am Anfang noch nicht weiß, was am Ende als Ganzes herauskommt, da diese Schriftstücke mit der eigenen Forschung und der Endeckungsreise entstehen.
  2. Die ursprünglichen Absätze sind in der Regel sehr lang und bestehen meistens aus einem Schachtelsatz, den ich erst anschließend aufbrechen muss, es am liebsten nicht tun würde, damit diese besser gelesen werden können. Durch das Aufbrechen der langen Schriftgewebe erweitern sich diese und wandeln sich ein wenig, da ich Übergänge erschaffen muss, obwohl die Worte unaufhörlich aneinandergewebt sind. Wenn ich eine Erkenntnis habe dann regt diese Erkenntnis in meinem Unbewusstsein Vernommenes erneut an, somit mein bereits erlangtes Wissen und so erhalte ich den Zugang zu dem Wissen, dass damit in Beziehung steht und mit einer Erkenntnis steht so viel in Beziehung, dass man ständig geneigt ist von dem was man eigentlich sagen wollte abzuweichen, jedoch müssen Bruchstücke davon aufgenommen werden, damit der Teil der Erkenntnis auch von anderen nachvollziehbar ist.
  3. Ich kenne natürlich eine ganze Reihe von Lehnwörtern und Fremdwörtern, die wir in unserer Sprache aufgenommen haben, die meist von Gelehrten und Siegermächten stammen und auf deren Lehren, Betrachtungen, Annahmen und so weiter stützen und diese in der Regel nicht unmittelbar mit diesen Worten und Begriffen vermittelt wurden. Auch in meiner Sprechweise sind diese Begriffe und Worte enthalten und ich habe viel zu spät das Ausmaß erkannt, wie sehr sie das Verstehen des Gesagten oder Verschrifteten behindern. Leser und Hörer sollten durch das was sie vernehmen unmittelbar in ihrem zuvor Vernommenen so angeregt werden können, dass durch das was sie vernehmen deren eigenen Inhalte so angeregt werden und durch die Anregung der Vernunftsinhalte räumlich bildliche Vorstellungen bewirkt werden.
  4. Was an Vernunftsinhalten nicht vorhanden, oder mangelhaft im Verständnis ist, wird durch das Lesen und Hören entweder nicht angeregt oder das angeregte verändert bis verfälscht das, was eigentlich da steht und gelesen oder gehört wird und so gelangt der Leser und Hörer zu anderen Vorstellungen, als diejenigen die angeregt werden sollten. So bestimmt mehr oder weniger stark das bereits Vernommene das Vernehmen und die demenstsprechend die mögliche und einem unbewusste Ausgestaltung der bildlichen Vorstellungen.

(3) Aus Worten, Vorstellungen und Vergleichen heraus unmittelbar zur Erkenntniss gelangen

  1. Ich habe sehr viele Kenntnisse die durch Gelehrte vermittelt wurden, die jedoch falsch, ungenau, mangelhaft, irreführend, unzureichend usw. sind, zumeist weil aus einer niederen Logik oder auf einer Annahme aufbauend und Schlussfolgerungen anstelle von Beobachtbarem entsprangen, so dass ich die richtigeren Kenntnisse in das Schriftgewebe mit einpflegen muss, bevor ich neues Kenntnisse vermitteln kann. Richtigere Kenntnisse müssen wiederholt werden, damit sie sich als Vernommenes einprägen und leichter angeregt werden können.
  2. Neue Kenntnisse müssen möglichst sehr früh bekannt gemacht werden und so das Vorstellungsvermögen anregen, dass sie sich bereits aus dem Schriftgewebe heraus beweisen, sie leicht im Umfeld zu beobachten sind, so der Leser und Hörer unmittelbar Vergleiche anstellen kann und aus den Vergleichen heraus wiederum unmittelbar zu Erkenntnissen gelangt, die ihm die Richtigkeit dieser Kenntnisse zumindest glaubwürdig, jedoch besonders aus ihm selbst heraus überprüfbar und beweisbar sind.

(3.3) Bedeutungsinhalte so nah wie möglich an der wortwörtlichen Bedeutung liegen

  1. So wird jedes Schriftstück zu einem Verfahren der Vermittlung von Kenntnissen und der Berichtigung vorhandener Kenntnisse und dies muss auf eine solch gute Weise erfolgen, dass es dem Leser und Hörer aus seinen eigenen Vorstellungen heraus gelingt und dies gelingt ihm natürlich entsprechend seines eigenen Vorstellungsvermögens, dass bei jedem Menschen im Verhältnis zu seinem Daseinzustand steht.
  2. Daher müssen Worte, Begriffe und deren Satzstellungen so ausgewählt und so gesetzt werden, dass sie auch in der Lage sind die zum Verstehen benötigte Vorstellungen durch Anregung bereits vorhandener, sowie das Übermitteln weiterer benötigter neuer Vernunftsinhalte gelangen zu können.
  3. Daher sollte man so Verschriften, dass die Bedeutungsinhalte so nah wie möglich an der wortwörtlichen Bedeutung liegen, somit aus dem Verschrifteten aus den wortwörtlichen Bedeutungen der Worte die ihnen entsprechenden Vorstellungen heraus genommen werden können.
  4. Haben Worte und Begriffe im gegenwärtigen Sprachgebrauch unbedachte, unbeachtete oder sonstige Mängel, so müssen die richtigen Bedeutungen oder fehlenden Kenntnisse mit im Schriftgewebe eingewebt werden und dies verlängert die Schriftstücke erheblich. Könnte ich mir sicher sein dass die von mir verwendeten Worte auch vom Leser und Hörer entsprechend verstanden werden und wenn nicht, sie diese in einem Wörterbuch nachschlagen und sich die richtigeren Bedeutungsinhalte selbst erarbeiten und dann erst fortfahren würden, dann wäre das gesamte Vermitteln meines Wissens deutlich einfacher.
  5. Der Wortschatz eines Fachbuchautors steht meistens nicht in Übereinstimmung und Einklang mit dem Wortschatz der breiten Masse der Leser oder Hörer und daher müssen diese zueinander angeglichen werden, damit Leser und Hörer die verschrifteten Vorstellungen des Autors durch Anregung derselben Bedeutungsinhalte durch Worte und Begriffe auch zu ihnen entsprechenden Vorstellungen werden können.
Daseinsvermögen, vorbildliches räumliches Denkvermögen

(4) Das Dasein ist das, dass nach dem Daseinsvermögen da ist

  1. Für den Menschen unbewusst regulieren und steuern Wahrheiten mit dem Vernommenen aus dem Unbewusstsein bis Bewusstsein heraus sein Denken, Handeln und Verhalten. Wirklichkeiten steuern das Dasein in seinem Dasein als Dasein und das Dasein zeigt sich als Wirklichkeit in Tatsächlichkeit, soweit dazu die Möglichkeiten bestanden haben.
  2. Das Dasein ist das, dass da ist und für einem Menschen ist es ein völlig anderes Dasein als für einen Einzeller, obwohl es dasselbe Dasein ist. Was und wie das Dasein ist, ist somit durch das jeweilige Wahrnehmungsvermögen und dem jeweiligen Lebensraum weitestgehend vorbestimmt.
  3. Die Güte des Vermögen des Daseins ergibt sich aus Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit und Wahrheit als Daseinsvermögen (siehe Darstellung zu Daseinsvermögen). Wahrheit kann ein Dasein erschaffen, das nicht oder so nicht  im Dasein da ist, somit nur als Vorstellung da ist und dennoch ist es ein Dasein, dass denselben Regeln der Möglichkeit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit folgt und es stellt sich lediglich die Frage, ob und inwieweit dem Menschen bewusst ist, wo sich dieses Dasein befindet.

(4.1) Selbsttäuschung und Täuschung selbstbestimmt zu sein

  1. Solange der Mensch Wahrheit mit Möglichkeit, Wirklichkeit oder Tatsächlichkeit wie auch Dasein gleichsetzt, sie untereinander verwechselt, sie nicht voneinander unterscheidet, sie nicht beständig als Unterschiedlichkeiten auseinander hält, befindet er sich im Zustand der Selbsttäuschung und Täuschung selbstbestimmt zu sein und dem jeweiligen Ausmaß entsprechend im Zustand der Unvernunft.
  2. Somit beruht der Daseinzustand der meisten Menschen und dementsprechend der gesamten Menschheit, wie auch infolge der Daseinzustand der Natur, auf dem was der Mensch jeweils vernommen hat, das Wahrgenommene, dass jeweils von ihm selbst als für wahr oder unwahr angenommen und bestimmt wurde und sich daher meistens nicht auf dem stützt, dass zugleich auch möglich, wirklich und tatsächlich im Dasein als Dasein ist.

(4.2) Darstellung der  Daseinsvermögen

  1. Der Kreis ist ein sich rechtsdrehender Kreis und eine Kugel zugleich. In der Kugel befindet sich eine Vierdreieckgestalt (siehe Tetraeder), die zugleich eine auf vier Eigenschaften reduzierte Kugel ist, somit die Kugel erwirkt. Die Kugel selbst ist nur eine vorbildliche Ausgestalt der Eigenschaften in einem vorbildlichen Daseinzustand, kann jedoch jede Ausgestalt entsprechend der Eigenschaften im Dasein einnehmen.
  2. Stringenz ist ein Dasein im Denken, und dient dazu das Dasein im Denken wie auch im Dasein in seinem Dasein zu erkennen, verstehen und zu begreifen. In der Darstellung ist Wahrheit oben, doch jeder der Eigenschaften kann nach oben gesetzt werden, in dem man die Vierdreieckgestalt räumlich entsprechend dreht und dies getan, kann man weitere Zusammenhänge aus einer anderen Anschauung heraus erkennen.

(4.3) Aufbauende Abfolge von Möglichkeit, Wirklichkeit, Dasein, Tatsächlichkeit zu Wahrheit

  1. Erst wenn Wahrheit mit Möglichkeit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit mit dem Dasein in Übereinstimmung gebracht wurden, somit untereinander in Einklang stehen, ist das was der Mensch für gewöhnlich mit dem Ausdruck wahr sein, oder Wahrheit in dem Sinn gegeben, wie er für gewöhnlich diese Worte und Begriffe im Sprachgebrauch verwendet.
  2. In der Abfolge Möglichkeit, Wirklichkeit, Dasein, Tatsächlichkeit und Wahrheit aufbauend haben diese jeweils als Begriff einen eigenen Bedeutungsinhalt und dementsprechend sind es unterschiedliche Anschauungen begrenzter unterschiedlicher Inhalte, die nur eine kleine Menge als Inhalt miteinander teilen, obwohl sie sich auf dasselbe beziehen.
  3. Auch wenn sie zueinander in Abfolge stehen, gelangen sie alle zugleich als dasein ins Dasein und diese Abfolge einer dennoch bestehenden Zugleichheit, ist für den Menschen schwer zu begreifen, da es auch vereinfacht das Dasein vom Nichts ausgehend überWerden zum Sein beschreibt, da alles Dasein aus dem Nichts hervorgeht – woraus sonst?

(4.4) Das sich Vergegenwärtigende im Dasein kann als Dasein vernommen werden

  1. Wahrheit beruht auf Wahrnehmung, Möglichkeit auf das Mögliche, Wirklichkeit auf das Wirkende, Tatsächlichkeit auf Tat zu Tun, und Sache, Dasein auf das was da ist. Damit etwas da ist, muss die Möglichkeit bestehen zu wirken und da zu sein. Wenn es möglich ist, dann kann es wirken und Wirkung erfahren und beginnt zugleich sein Dasein und ist da. Wenn es wirken und Wirkung erfahren kann, dann wird es ein ermittelbares Tun geben, das zu einer Tat führt und in Bezug zu einer Sache steht. Von der Möglichkeit beginnend wird sich dies im Dasein als Dasein vergegenwärtigen.
  2. Das sich Vergegenwärtigende im Dasein kann als Dasein vernommen werden. Erst aus dem, was man vernimmt bildet sich die eigene Wahrnehmung heraus und aus dieser durch eigene Übereinstimmung die Wahrheit. Daher ist Wahrheit als Begriff im Wert auf dessen Inhalt bezogen geringer, als die anderen und doch geht der Mensch zurecht hin und setzt diesen Begriff und seine Wahrheitsinhalte über die aller anderen. Darin ist also nicht der Mangel zu suchen, da die gesamte Natur so ausgestaltet ist, für alle Lebewesen diese Bedingungen bestehen.

(4.5) Überlegenheit ist der Mensch den Tieren unterlegen

  1. Am ehesten kann ein Mensch noch durch Wahrnehmung bestimmte Tatsächlichkeiten anhand von Tat, Tun und Sache wahrnehmen und einschätzen. Die Wirklichkeit ist schon weit Umfangreicher, Wirken und Wirkungen sind im schon weitestgehend unbewusst, auch wenn er sie vernimmt. Das Dasein ist so umfangreich, dass es ihn überwältigen würde, wenn er es vernehmen und zugleich allumfassend wahrnehmen würde, so kann er immer nur einen Bruchteil des Daseins wahrnehmend erfassen um sein Überleben und Wohlergehen bestreiten zu können.
  2. Die Natur ist so für alle Lebewesen ausgestaltet und der Mensch unterscheidet sich nach meinem jetzigen Eindruck vom Tier nicht durch das, worin er ihm scheinbar überlegen, sondern in dem, worin der Mensch den Tieren unterlegen ist. Tiere haben keine Kleriker, keine Wissenschaften, keine Politiker usw. die ihnen beständig sagen, dass das Dasein, die Tatsächlichkeit, Wirklichkeit und Möglichkeit und auch die Wahrnehmung etwas anderes seien, als sie sind. Tiere mögen sich mal im Dasein selbst täuschen, oder auch andere täuschen, jedoch bauen sie für andere keine unwirkliche Welt auf und machen anderen Tieren glaubhaft, dass sie in dieser Scheinwelt leben würden oder müssten.

(4.6) Über den Umweg der Worte anstelle direkt zum Dasein

  1. Der Mensch gesteht offensichtlich Worten mehr Wahrheit, Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit und Dasein zu, als es je ein Tier könnte und sein Denken, Handeln und Verhalten beruht mehr auf Sprache, Sprechen und das Gesprochene, das Geschriebe, als auf das Dasein an sich. So lässt er sich von anderen sagen was ist, anstelle selbst zu schauen und so erlernt er das Dasein aus Büchern, welches sich Gelehrte und aus dem Fernseher, dessen Inhalte welche sich Propagandisten ausdachten usw. anstelle aus dem Dasein selbst.
  2. Der Mensch kann nur auf der Grundlage seiner Wahrnehmung Denken und Handeln und für ihn ist das Wahrgenommene wahr, meist im Sinne von Tatsächlichkeit. So braucht man ihm nur eine Sache zu zeigen, um ihn zu überzeugen, sollte er zweifeln. Man zeigt ihm jedoch Bilder, Filme, Dokumente, Zahlen usw., jedoch nicht das Dasein und er merkt nicht, dass seine Wahrnehmung weitestgehend indirekt in Bezug auf das Dasein erfolgt und er über diesen indirekten Umweg all seine Täuschungen erhält.

(4.7) Aufgrund bestehender Täuschungen für unwahr oder unbedeutend gehalten

  1. Dies alles und noch viel mehr, als ich hier jetzt berichten werde, wissen mehr oder weniger umfangreich die meisten Gelehrte, Herrscher, Politiker, Propagandisten, Soziologen, Psychologen, Mediziner, Kleriker, Priester, Werbeleute usw. entsprechend ihrer Positionen in ihren Organisationen abgestuft und dieses Wissen ist seit tausenden Jahren bekannt, wurde beständig erweitert und verbessert und wird von ihnen allen anteilig so genutzt, wie es ihnen zuteil und zugestanden wird. In der breiten Masse kommt dieses Wissen nur noch in so kleinen Bruchstücken an, dass es leicht übersehen und wenn wahrgenommen, aufgrund bestehender Täuschungen für unwahr oder unbedeutend gehalten.

(4.8) Wissenschaftler als unsere neuen Priester und Guru huldigen

  1. Platon schrieb es in seinen Dialogen einst vor ca. 2.500 Jahren auf und alle die dies tun, vom Papst bis hin zu Regenten sind vorwiegend Angehörige von Geheimbünden und auch Neoplatonisten. Dieses Wissen wird den Bevölkerungen vorenthalten, obwohl es im Einzelnen ganz offen verfügbar ist, wurde jedoch als Ganzes und System nur in Mysterienschulen, Geheimbünden und an Eliteschulen umfassend gelehrt. Auch die Quantenphysik beruht in ihrer Ausrichtung auf Neoplatonismus und auch Religion, wie die meisten anderen auch.
  2. Wissenschaften sind die neue Religion und wir sehen und erleben gegenwärtig, wie die gesamte Welt den Wissenschaftlern als unsere neuen Priester und Guru huldigt. Alles an sich Unglaubwürdige, Unangebrachte, Unmögliche wird wissenschaftlich begründet von der Masse der Menschen als wahr angenommen und sie richten sich mürrisch, jedoch gefolgsam danach. So ist der Zustand erreicht dass gesprochene Worte ausreichen, um ein nicht wahrnehmbares Dasein als dennoch wahrgenommen im Denken und Handeln der Menschen einzubinden und würden sie beginnen selbst direkt zu schauen, so würden sie ihre Wahrnehmung direkt auf das Dasein richten und erkennen, dass die Möglichkeiten, Wirklichkeiten, Tatsächlichkeiten anders sind, als man ihnen glauben machte.
  3. Trotz aller Mängel der Wahrnehmung ist sie dennoch so von Natur aus gegeben, das jedes Lebewesen in seinem natürlichen Lebensraum seiend in der Lage ist, seine Wahrheiten mit dem Dasein in Einklang zu bringen. Daher werden in Zivilisationen große Anstrengungen unternommen, dass der Mensch dazu keine ausreichende Gelegenheit bekommt, das wirkliche Ausmaß an Täuschung zu erkennen und wenn, er als Einzelner dagegen nicht wirklich etwas unternehmen kann. Erst bringt man die Menschen zur Unvernunft und dann sagt und begründet man deren Unterdrückung und Ausbeuutung damit, dass sie doch so unvernünftig seinen.
Stringenz Tugendvermögen

(5) Die Güte des Tugendsvermögen

  1. Ein Mensch, der dies erkannt hat ist auch zu höherer Vernunft, einem höheren Verstehen und Gemüt, wie auch zur höheren Gesinnung befähigt. Ein Mensch, der jedoch Wahrheit mit Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit für sich gleichsetzt, sie verwechselt oder vermischt, andere dazu bringt sie gleichzusetzen, zu verwechseln, zu vermischen, hält sich selbst und andere auf einem entsprechend niedrigem Gemüt, niedriger Vernunft, niedrigem Verstand und wird sich auch entsprechend durch eine niedrige Gesinnung zum Ausdruck bringen, wie es auch diejenigen tun werden, die auch wenn getäuscht und im Trugschluss wie auch Unrecht seiend, jenem glauben oder vertrauen, deren Unvernuft an sich in Achtsamkeit und hoher Gesinnung unmittelbar erkennbar ist.
  2. Die Güte des Vermögen der Tugend ergibt sich aus Gemüt, Vernunft, Verstand und Gesinnung als Tugendsvermögen (siehe Darstellung zu Tugendvermögen). Vernunft reicht also keinesfalls aus und steht zu den anderen gleichrangig ist damit auch nicht bedeutender, als die anderen. Tugend zu verwirklichen ist dem Mensch von Natur aus zu eigen, während die Gelehrten die Tugend nach ihren Betrachtungen entwarfen und sie an sich nie verstanden haben, sie nicht direkt erwirkt werden kann, da Tugend Stringenz benötigt.
  3. Tugend zu verwirklichen ist dem Mensch von Natur aus zu eigen, während die Gelehrten die Tugend nach ihren Betrachtungen entwarfen und sie an sich nie verstanden haben, sie nicht direkt erwirkt werden kann, da Tugent Stringenz benötigt. Die Wortwurzel von Tugend ist an sich tun, das Tun und Tugend enthält als Bedeutungsinhalt was man tut und zukünftig tun wird und daher auch aus diesem sich schließen lässt, was man zuvor getan hat, wenn man das gegenwärtige Tun und die bestehenden Absichten zu Tun einzuschätzen weiß. Es kann durchaus einer höchsten Tugend entsprechen gegenwärtig nichts zu tun, wie auch gegenwärtiges strebsames Tun sich aller Tugend entgegenstellen könnte.
Darstellung des Stringenzvermögen

(6) Vergleichen, Gewichtungen, Annäherungen und Übereinstimmungen und führen zur Stringenz

  1. Einem Menschen, der sich auf seine eigenen Wahrheiten beruft, die rein seinem selbst Vernommenen entspringen, diese jedoch selbst nie in Bezug auf deren Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit zum Dasein hin überprüft und in dessen Übereinstimmung untereinander angeglichen und somit diese nicht in Einklang gebracht hat, dem erscheinen die Aussagen der Wahrheiten anderer als unwahr und unvernünftig, bemerkt jedoch auf Grund seiner Gleichsetzungen oder Verwechselungen usw. nicht, dass er selbst der Unvernünftige ist.
    1. Hier sei angemerkt, dass es sicherlich nur schwer möglich ist, diese absolut in Einklang zu bringen und volle Übereinstimmung zu erreichen, muss es auch nicht, da es sich immer um deren Annäherungen handelt und man die Übereinstimmung gewichtet und durch die Gewichtung werden Vergleiche der wichtigsten Anteile dessen, was man wirklich weiß vorgenommen.
  2. Der Mensch denkt also auf natürliche Weise nach dem Verfahren von Vergleichen, Gewichtungen, Annäherungen und Übereinstimmungen und kommt dann zur Erkenntnis, wodurch bereits die Erkenntnis die Entscheidung an sich und zugleich der Stringenz entspricht, sie die jeweils gegenwärtige Stringenz ist und es lediglich eine Frage der Gesinnung ist, was er als solche verkündet.
    1. Diese Art und Weise zur Tugend zu gelangen ist das, was wohl mit dem Spruch „Der Mensch ist ein zur Vernunft begabtes Wesen“ gemeint gewesen sein könnte, und fast hätte es Immanuel Kant erkannt. Die Güte des Vermögen zur Stringenz ergibt sich aus Gewichtung, Vergleichung, Annäherung und Übereinstimmung als Stringenzvermögen.

(6.1) Stringenz ist die zur Vernunft notwendige natürliche Denkweise

  1. Denkt der Mensch in Logik, auf der Weise, wie logisch zu denken an Schulen und Universitäten es gelehrt wird, so wird die natürliche Denkweise des Menschen ausgebremst bis abgeschaltet und auf die Ebene von Worten und Begriffen nach unten gedrückt, wodurch Schuldbildung die Eingewöhnung unmenschlichen Denkvermögens als im Bildungsauftrag eingebettet bedingt fragwürdig einzuschätzen ist, da die natürliche Denkweise des Menschen an sich vorbildlich räumlich und wortlos ist, Worte nur im Denken aufkommen, wenn sie von Bedeutung der mentalen Anschauungen sind.
  2. Wahl drängt Taucherin zur Seite, wobei die Taucherin dies erst erkannte, als sie sie kurz danach vom Boot aus den Orka hinter dem Wal sah. (Quelle: youtube.com Suche nach „Wal, Taucher“
    Die natürliche Weise zu denken benenne ich als Stringenz, ein Denken in mindestens vier Strängen, vier in Beziehung zueinander stehender Eigenschaften. Laut Wiktionary (siehe Stringenz) werden der Stringenz die Bedeutungen „zwingende Beweiskraft und Überzeugungskraft, Schlüssigkeit; Entschiedenheit; gedankliche Geschlossenheit“ zugewiesen. Stringenz ist kein rein menschliches Vermögen, es lässt sich sehr leicht bei Säugetieren wie auch bei Vögeln usw. beobachten.
  3. Ich suche schon seit Jahren nach einem eindeutigen Unterschied zwischen Mensch und Tier, wobei Tier von der Wortwurzel *dʰwes- her an sich nur die Bedeutung, atmen, einatmen, ausatmen zu Atem hat, damit die Wortbedeutung entsprechend zu den Worten Atman, Spirit und Psyche trägt. Im Sinne der Wortwurzel und ursprünglichen Bedeutung für Tier ist der Mensch an sich ein Tier. Einmal war ich geneigt zu sagen, dass der Mensch sich vom Tier dadurch unterscheidet, dass er für Tiere mit denken und auch für ihr Wohlergenen sich einsetzen kann, jedoch habe ich dann einige Dokumentationen gesehen, in denen wilde Tiere in Notlage geratene Menschen halfen und beschützten, wie es ein Wahl tat um einen Taucher vor dem Zugriff eines Orka abzuschirmen.
  4. Zu Stringenz wird weder im Duden noch auf Wiktionary Angaben und wenn man welche findet, dann weisen sie in Bezug auf stringent auf lateinisch stringere hin, jedoch sind Strick, Strang, Strich (Linie), streng usw. aus der germanischen Wortwurzel hervorgegangen, wie so viele Worte aus dem Griechisch und Latein aus germanischen oder althochdeutschen Wortwurzeln hervorgegangen sind, die wir als Lehnwörter und Fremdwörter lediglich gewandelt zurück erhielten. Stringenz ist immer räumlich und beruht auf mindestens vier Verfertigern die über gleichrangigen, gegenseitigen, zugleich und/oder wechselweise zueinander in Strangbeziehungen stehen. Stringenz ist die zur Vernunft notwendige natürliche Denkweise.

(6.2) Auf Stringenz begründend zueinander abwägend zu einer hohen Wissensgüte gelangen

  1. Der Mensch denkt in Annäherungen, Vergleichen, Abwägungen und stellt deren Güte sicher, in dem er sich auf mindestens vier Quellen für Wissen stützt, die als Verfertiger (Faktoren) unterschiedlicher sich gegeneinander beeinflussender Eigenschaften bestimmt wurden. Man erkennt unmittelbar die Unvernunft der Gelehrten, Politiker, Kleriker usw. an dem Umstand, dass sie mit einer Aussage, einem Beweis, einer Quelle, einer Lösung, einer, einem, das Eine ankommen und an „das Eine“ ist das Merkmal der Jünger Platons, der heutigen Neoplatonisten, zu denen auch kaum erkennbar politische Parteien, das Judentum, Christentum, der Islam, wie auch Buddhisten usw. zuzuordnen sind.
  2. Wissen ist etwas anderes als Kenntnisse oder Eingestaltungen (Informationen) und man wird durchaus zu hohem Wissen in Bezug auf das Dasein gelangen, wenn man Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit und Wahrheit auseinanderhält und sie als Verfertiger unterschiedlicher Eigenschaften als die Quellen für Wissen versteht und in seinem Denken und Handeln mit einbezieht, zwischen ihnen auf Stringenz begründend zueinander abwägend zu einer hohen Wissensgüte gelangt.

(7) Daseinzustand und ihre Vernunft ermitteln

  1. Ein Mensch, der sich auf seine eigenen Wahrheiten beruft, die seinem selbst Vernommenen entspringen, diese selbst in Bezug auf deren Möglichkeit, Wirklichkeit, Tatsächlichkeit zum Dasein hin überprüft und in dessen Übereinstimmung untereinander weitestgehend angeglichen und somit diese in Einklang gebracht hat, dem erscheinen die Aussagen der Wahrheiten anderer als unwahr und unvernünftig, bemerkt auf Grund seiner Unterscheidungen und Eindeutigkeiten die Gleichsetzungen, Verwechselungen und Trugschlüsse der anderen, die er entsprechend ses Ausmaß ihrer Unvernunft sie als Unvernünftige erkennt und sich selbst zurecht als vernünftiger sieht.
  2. So trifft der tatsächlich Vernünftigere auf jemand der sich selbst fälschlich für vernünftiger hält und beschuldigt den anderen umso eher, mehr, aggressiver, abwertender, bloßstellender der Unvernunft, je umfassender das eigene Ausmaß seiner Unvernunft ist. An dem Verhalten der Menschen in Bezug auf Wahrheiten zu Möglichkeiten, Wirklichkeiten, Tatsächlichkeiten und Dasein, kann man ihren Daseinzustand und ihre Vernunft ermitteln.

(7.2) Sich selbst im Daseinzustand anheben und das Vermögen zur Vernunft steigert

  1. Je höher die eigene Vernunft tatsächlich ist, umso gelassener ist er. Er wird, oder eigentlich noch besser der Tatsächlichkeit entsprechend erklärt, er lässt sich für ihn unbewusst in seinem Gemüt durch die Unvernunft anderer nach unten ziehen und gelingt es den Unvernünftigen den Vernünftigeren im Gemüt auf deren Ebene hinab zu ziehen oder hinab zu drängen, wo wird der zuvor Vernünftigere sich auf die niedrige Bewusstseinsstufe des Unvernüftigen oder gar darunter einfinden und mit gleicher oder größerer Unvernunft auf die Unvernunft des anderen hin tätig werden. Vernunft ist also kein dauerhafter Daseinzustand, sondern sehr von den Umständen und Begebenheiten abhängig.
  2. Das Dumme und Hinderniss dabei ist, dass der tatsächliche Unvernünftigere sich in einem Daseinzustand befindet, in dem dessen Ausmaß an eigener Unvernunft ihn zugleich daran hindert zur Vernunft zu gelangen, seine Unvernunft sich für ihn unbewusst und unregulierbar gegen die Vernunft stellt. Wüsste er um diese aus dem Unbewusstsein heraus erzwungenen Verhaltensweisen, so könnte er es zumindest bei sich selbst beobachten und dem entgegensteuernd darauf so einwirken, dass er sich durch Beruhigen des bereits Angeregten selbst um Daseinzustand anhebt und so zugleich sein Vermögen zur Vernunft steigert. Solche Begebenheiten sind also nicht völlig aussichtslos.
  3. Im Volksmund wird nicht ohne Grund gesagt „… eine Nacht darüber schlafen müssen… „, „ …erst einmal Abstand nehmen…“, „…erst mal Gras drüber wachsen lassen…“, da dies einem darin hilft, das Angregte im Unbewusstsein ausklingen, sich beruhigen zu lassen.

(7.3) Bekämpfen der Unvernunft ist bereits selbst eine Art Unvernunft

  1. Besteht jedoch eine Notlage, die Notwendigkeit auf höherer Vernunft beruhend zu handeln, besteht zeitnaher Handlungsbedarf, so treffen für gewöhnlich zwei scheinbar Vernünftige aufeinander, die den jeweils anderen für den Unvernüftigeren handeln und so geraten sie in den Zustand jeweils die Unvernunft des anderen zu bekämpfen und dieses bekämpfen der Unvernunft ist bereits selbst eine Art Unvernunft, da sie nichts anderes bewirken kann, als den anderen im Streben im Recht zu sein und diese Rechtsposition zu halten zu stürzen zu suchen und bei Gelingen dieser zum Verlierer werden, dieser im Gemüt folglich noch weiter absacken würde und damit noch mehr Unvernunft in ihm anregt.
  2. Daher ist das Ausmaß der Unvernunft für gewöhnlich im Zeitraum kurz vor dem Verlust der einen oder andren Seite am höchsten. „Der Klügere gibt nach“ stimmt nur in soweit, als dass derjenige, der bereits erkennt, dass er verlieren oder mehr Schaden als Nutzen anrichten würde nachgibt und sich zurückzieht, so jedoch meist den Raum für dann fortwährende Unvernunft frei gibt, soweit dem so ist.
  3. Daraus ergibt sich, dass man Erstens den anderen nicht als den Unvernünftigen betrachten, behandeln und dessen Unvernunft auch nicht bekämpfen darf, wenn man auf dessen Kooperation angewiesen ist und sich nicht in einer übergeordneten Machtposition befindet.

(7.4) Möglichkeit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit selbst feststellen und sich in Folge aus sich selbst heraus selbst berichtigt

  1. In der Regel sind die jeweiligen Machtpositionen durch Unvernunft besetzt und können durch von unten her aufkommende Vernunft nicht zur Aufgabe ihrer Machtpositionen oder zur Annahme von Vernunft bewegt werden sondern beginnen unmittelbar ihre Machtpositionen durch Gewalt zu verteidigen und zu halten und mit Gewalt aufkommende Vernunft, die sie für Unvernunft halten oder als solche darstellen, zu bekämpfen und die Vernunft und damit die Menschen zu unterdrücken, wenn dem so ist.
  2. Auf gleiche Weise ist dieses Verhalten und Gehabe auch bei Paaren, in Familien, Gesellschaften, Partnern, Unternehmen usw. beobachtbar. Die schnellste Vorgehensweise jemanden zur Vernunft zu bringen würde darin bestehen Ihnen zum einen die Möglichkeit, Wirklichkeit, und Tatsächlichkeit des Daseins so aufzuzeigen, dass er sie unmittelbar selbst wahrnehmen kann, er sie mit seinen vermeintlichen Wahrheiten selbst vergleichen kann und durch diesen Vergleich auch selbst die Unterschiedlichkeit und das eigene Abweichen von der bestehenden Möglichkeit, Wirklichkeit und Tatsächlichkeit feststellt und sich in Folge aus sich selbst heraus selbst berichtigt.

(7.5) Bereitschaft zur Kooperation im Hinblick auf Wahrheiten

  1. Im Zustand der Unvernunft ist der Mensch jedoch entsprechendes Ausmaß seiner eigenen Unvernunft nicht in der Lage sich Anderem als dem zu stellen und anzunehmen, dass dem widerspricht das er bereits vernommen hat und für wahr hält. Das zuvor Vernommene bildet jeweils die Grundlage und damit auch die Stabilität des Daseins eines Menschen.
  2. Diese Grundlage zu entziehen indem man andere Wahrheiten aufzeigt, insbesondere durch sprechen zu vermitteln sucht, entziehen dieser Person dessen Stabilität im Leben. Somit bildet das bereits fürwahr angenommene eine Abwehr gegenüber dem was neu wahrgenommen wird und dem entgegengesetzt ist. Bevor also jemand neue Wahrheiten wahrnehmen kann muss er sich im Zustand befinden, bereit für neue Wahrheiten zu sein, bereit zu sein etwas Neues oder Anderes wahrzunehmen.
  3. Die Voraussetzungen zur Steigerung von Vernunft besteht daher darin vor dem Vermitteln von Neuem oder Anderem die Bereitschaft zur Kooperation im Hinblick auf Möglichkeiten, Wirklichkeiten, Tatsächlichkeiten und damit der Wahrnehmung von Wahrheitenin Bezug auf das Dasein zu erwirken oder zu bewirken.

(8) Unvernunft besteht grundlegend auf Selbsttäuschung und Täuschung

  1. Erwirken beruht auf Drängen, Erzwingen bis Gewalt, welche je nach Ausmaß der Notlage durchaus angemessen sein kann. Bewirken Erfolgt auf der dem Erwirken entgegengesetzten Vorgehensweise und ist eine Kunst. Erwirken beruht demnach auf Druck, somit kann Bewirken nur dann wirken, wenn es in der Lage ist einen Mangel beim anderen zu bewirken, so dass ein Sog hin zur Vernunft entsteht.
  2. Unvernunft stellt selbst eine Art von Druck dar, wie auch Vernunft eine Art von Druck darstellt, die jeweils abzubauen sind. Dieser Druck verwirklicht sich und bringt sich als Handlungsbedarf bis Handlungsnotwendigkeit zum Ausdruck. Das beste Verfahren zur Auflösung des auf beiden Seiten bestehenden Druck würde darin bestehen, dass der Druck auf Seiten der Unvernunft sich gegenüber einem Mangel, der zur Vernunft hinführt entladen kann.
  3. Damit meine ich, dass das Drängen bis Gewalt auf Seiten der tatsächlichen Unvernunft im Streben die im sich entgegenstellende vermeintliche Unvernunft zu überwinden, Ihn selbst der Unvernunft überführt und sich für ihn die Vernunft offenbart, an dem es ihm zuvor mangelte. Da Unvernunft grundlegend auf Selbsttäuschung und Täuschung beruht, besteht Im Wesentlichen der Mangel darin diese aufzulösen.

(8.2) Unvernunft wird meist erwirkt, Vernunft wird eher bewirkt

  1. Unvernunft erzwingt über das jeweilige Unbewusstsein den Menschen sich fortwährend selbst zu täuschen und andere zu täuschen und in seinem Bewusstsein lässt er aufgrund dessen nur zu, was seinem Streben nach Positionserhalt und Stabilität förderlich ist, somit seine Macht über andere erhält oder steigert, somit seinem eigenen Überleben und Wohlergehen als nützlich erscheint.
  2. Vernunft bewirkt über das jeweilige Unbewusstsein den Menschen sich fortwährend selbst von Selbsttäuschung zu befreien, Täuschung anderer aufzuheben und in seinem Bewusstsein lässt er aufgrund dessen nur zu, was seinem Streben nach Positionserhalt und Stabilität für sich selbst, andere und der Natur förderlich ist, somit seinem eigenen Überleben und Wohlergehen, wie auch dem des anderen und der Natur als nützlich erscheint. Unvernunft wird meist erwirkt, Vernunft wird eher bewirkt.

(8.3) Durch Recht Unvernunft in Vernunft wandeln

  1. Somit stehen Unvernunft wie auch Vernunft im Fall von Notlagen besonders unter Zwang und damit unter Druck, der nach Ausgleich strebt und sich einem Weg sucht, sich entladen zu können und entsprechend knall es hier und da, bis es letztendlich zu einem Ausbruch in Ausgestalt von Gewalt kommt. Je länger man Unvernunft duldet und hofft sie durch Erdulden auf irgendeine Weise überwinden zu können, wird sich zu einem späteren Zeitpunkt einer Gewalt gegenüber gestellt sehen, die ihn zu vernichten sucht.
  2. Darum heißt es „Währet den Anfängen“, da man aufkommende Unvernunft noch recht angemessen abwehren kann sich jedoch gefestigte Unvernunft nur noch schwer überwinden und beseitigen lässt, während Unvernunft sich schnell verbreiten und gerade zu ansteckend ist, ist Vernunft für die meisten Menschen sehr unangenehm, da sie ihnen ihr Unrecht vergegenwärtigt, sie sich als ins Unrecht gesetzt empfinden, obwohl sie sich doch bereits die ganze Zeit lang darin befanden.
  3. Somit besteht der größte Mangel der Unvernunft darin, im Recht zu sein und man könnte die Unvernunft in Vernunft wandeln, wenn man diesen Menschen zu Recht verhilft und dies sie in ihren Positionen erhalten und womöglich stärken würde. Bei Menschen mit niedriger Gesinnung besteht jedoch kein Motiv Recht dem Unrecht vorzuziehen, sondern durch Unrecht sich vorgetäuschte Rechte zu verschaffen.

(9) Gemüt ist Anzeiger und Merkmal für Gesinnung, Vernunft und Verstand

  1. Die jeweils erreichte Position im Leben erhalten und steigern zu können ist für den Menschen für gewöhnlich wichtiger und bedeutender als Wahrheit in Übereinstimmung zum Dasein. Daher neigt er dazu das Dasein anders wahrzunehmen und darzustellen als es ist, um seine Position erhalten zu können und strebt sogar danach das Dasein gegenüber anderen anders darzustellen als es ist, um seine Position zu stärken oder zu steigern. Gerät solch eine Person in eine Machtposition, wird Sie so lange an ihrer Unvernunft festhalten und sie mit Gewalt durch zu setzen versuchen, bis sich eine Gegengewalt aufgebaut hat und sie überwindet und damit stürzt.
    1. Dies ist der scheinbar unabwendbare ewige Verlauf der Menschheitsgeschichte, wie es auch wiederkehrender Bestandteil des Lebensverlauf der meisten Menschen entsprechend ihrer Gesinnung ist. Wie zuvor in Bezug auf Tugendvermögen aufgezeigt, ist die Gesinnung jedoch nur ein Verfertiger und Gemüt, Vernunft und Verstand sind als weitere Verfertiger daran beteiligt.
  2. Jemand mit hoher Gesinnung kann im Leben harte Rückschläge erleiden, da diese nicht weniger bekämpft werden, wie Unvernunft oder Vernunft. Somit gibt der Daseinzustand eines Menschen in Bezug auf Reichtum, Eigentum oder Besitz, gesellschaftliche oder berufliche Stellung im Leben keine Auskunft über die Gesinnung eines Menschen. Das jeweilige Gemüt ist als Anzeiger und Merkmal für Gesinnung, Vernunft und Verstand noch am ehesten einschätzbar, da sich das Gemüt unmittelbar und in vielerlei Hinsicht vergegenwärtigt, wenn man versteht es durch Beobachtung zu ermitteln und sich nicht von der Persönlichkeit in ihrem Dasein täuschen läst.

(9.3) Gemüt wie auch Emotion sind zugleich auch Bewusstseinszustufen

  1. Jemand mit niedriger Gesinnung verfolgt Motive die sich gegen sich selbst, andere und der Natur richten. Man muss nun bedingt verstehen, dass dieselbe Person auf hohem Gemüt von sich ausgehend selbst danach streben würde dies zu beenden und sie ab einer zu tiefen Gemütsstufe es aus sich selbst heraus nicht mehr kann, selbst wenn sie es wollte. Gemüt, Vernunft, Verstand sind veränderliche Eigenschaften, deren verschiedene Zustände als Stufen eingrenzend beschreiben kann und so steht Gemüt dem im heutigen Sprachgebrauch verwendeten Begriff Emotion der Gelehrten gegenüber.
  2. Jeder kennt Emotionen wie Freude, Wut, Angst usw., jedoch ist ihnen nicht wirklich bekannt dass diese Bewusstseinsstufen entsprechen, Gemüt wie auch Emotion zugleich auch Bewusstseinszustufen sind, und je tiefer jemand darin absteigt, umso tiefer geht es auch in einen dunklen Keller hinein, so dass ihm immer weniger bewusst werden kann. Und so gelangen die Menschen auch über ihr Gemüt zu niederen Motiven aufgrund ihres niederen Bewusstseinsvermögen und nutzen ihren Vertsand beständig für Täuschungen und Rechtfertigungen.
Wahl drängt Taucherin zur Seite, wobei die Taucherin dies erst erkannte, als sie sie kurz danach vom Boot aus den Orka hinter dem Wal sah. (Quelle: youtube.com Suche nach „Wal, Taucher“

(9.4) Deckungsgleichheit von Tugendvermögen, Stringenzvermögen und Daseinsvermögen

  1. Ein wildes Tier in seinem natürlichen Lebensraum belassen und seiner Art entsprechend behandelt zeigt für gewöhnlich eine höhere Vernunft als der Mensch es in Zivilisationen tut, da der Mensch, wie zuvor angemerkt, an sich ein Tier ist und sein natürlicher Lebensraum somit nicht die heutige technokratische Zivilisation, sondern zumindest in und mit der Natur ist. Der Mensch kommt in der heutigen technokratischen Kultur nicht gut zurecht und ebensowenig kann er seinem Vermögen entsprechend gut als Urwaldmensch sein Dasein fristen, obwohl Letzteres der Natur sicher gut tun würde.
  2. Der Mensch hat seine Position im Organismus Erde wohl noch nicht entdeckt. So gerät ein Taucher bei einem Tauchgang mit Walen in dessen Maul. Die Tauscher wollten die Wale beim Fischen beobachten, filmen und dabei so nah wie möglich sein und da war es geschehen und nur noch sein Hintern schaut heraus. Keine Sorge, der Taucher ist daraus wohlbehalten und unverletzt wieder herausgelangt, obwohl er im ersten Moment dachte, dass nun der Wal wie bei der Aufnahme einer Maulladung voller Fische mit ihm nun in die Tiefe abtauchen würde, doch er löste das Maul wieder und gab den Taucher so wieder frei. Tiere verhalten sich gegeüber Menschen meist nur dann feindlich gegenüber, wenn sie verletzt, krank oder sie die Feindlichkeit des Menschen zu spüren bekommen oder erkannt haben, oder vermeintlich feindlich, wenn der Mensch unachtsam und sich ungeschickt verhält. Die Brutalität und Feindlichkeit der Tiere ist im dem uns bekannten Ausmaß an sich eine Erfindung und eine Verdrehung der Tatsächlichkeit des Daseins.
  3. Ein Tier verfügt wie der Mensch über ein seiner Art entsprechendem Tugendvermögen, Stringenzvermögen und Daseinsvermögen und Tiere im guten Zustand haben diese deckungsgleich, worauf ich gleich zu sprechen komme und so kann es durchaus sein, dass der Wal die Begebenheit, Umstände und Verhältnisse sehr gut eingeschätzt hat, sinngemäß dachte „oh… ein Gummitier, hoppla…“ und sich nur davon befreite, auf Grund vergangener Magenschmerzen oder weil er sich der Gesamtbegebenheit bewusst war, die Freundschaft zu den Tauchern, da der Taucher seit vielen Jahren Safari (Reise) in dem Gewässerraum leitet und oft mit Walen getaucht hat, die Wale den Mensch in seiner Nähe weder als Futter noch als Feind vermutete - wer weiß.

Bildbeschreibung: Glück oder Gemüt, Vernunft, Verstand oder Gesinnung des Wal? (Quelle: youtube.com „Deutscher Taucher verschwindet in Walmaul“

(9.5) Der Mensch sei die Krönung der Schöpfung

  1. „Das Entstehen der Redensart zur lässt sich bis zu der Scala Naturae des Aristoteles, also auf ganz frühe Versuche, die belebte und die unbelebte Natur systematisch zu ordnen, zurückführen. Die am kompliziertesten erscheinenden Lebewesen wurden als die am höchsten stehenden Lebensformen eingestuft, und so setzte sich der Mensch als ‚Krönung‘ der Schöpfung an die oberste Stelle des Systems.“ Ein Tier befindet sich in der Natur für gewöhnlich in vorbildlicher Deckungsübereinstimmung mit Tugendvermögen und Stringenzvermögen zum Daseinsvermögen.
  2. Noch bis heute wird der Trugschluss, der Mensch sei die Krönung der Schöpfung, wobei dies dem alten Testament durch den Ausspruch „„Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott, mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“, wie es in Psalm 8,6 der Lutherbibel nachzulesen ist. Die Katholische Kirche erweiterte das Menschbild auf „„der Mensch […] auf Erden die einzige von Gott um ihrer selbst willen gewollte Kreatur“ (Gaudium et Spes 24,3).“
  3. Mit dem Aufkommen der aus den Religionen und Künsten hervorgegangenen Wissenschaften wird daraus die Evolutionstheorie, und aus der Sicht der Evolutionsforschung heute existiert keine ausgezeichnete Art, die sich als „Krone der Schöpfung“ von den anderen abhebt außgenommen davon sind gegenwärtig die sogenannten „Eliten“. Daseinsvermögen, Tugendvermögen und Stringenzvermögen sind die allen Lebewesen und bilden zusammen das natürliche Denkvermögen, gemäß ihrer jeweiligen Gattung.
  4. Schauen wir uns daher mit dem nächsten Schriftstück an, inwieweit die Deckungsgleichheit in Bezug auf den Mensch als Gattung der Tiere der Fall ist.