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Werk:Compendium/23

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▷Demum quando | in sua civitate omnem sensibilis mundi fecit:[1] designationem, ne perdat eam, in mappam redigit bene ordinatam et proportionabiliter mensuratam convertitque se ad ipsam nuntiosque amplius licentiat clauditque portas et ad conditorem mundi internum transfert intuitum, qui nihil eorum est omnium, quae a nuntiis intellexit et notavit, sed omnium est artifex et causa. Quem cogitat sic se habere ad universum mundum anterioriter, sicut ipse ut cosmographus ad mappam, atque ex habitudine mappae ad verum mundum speculatur in se ipso ut cosmographo mundi creatorem, in imagine veritatem, in signo signatum mente contemplando. In qua speculatione advertit nullum brutum animal, licet similem videatur habere civitatem, portas et nuntios, mappam talem facere potuisse. Et hinc in se reperit primum et propinquius signum conditoris, in quo vis creativa plus quam in aliquo alio noto animali relucet. Intellectuale enim signum primum et perfectissimum est omnium conditoris, sensibile vero ultimum. Retrahit igitur se quantum potest ab omnibus sensibilibus signis ad intelligibilia simpliciaque atque formalia signa.

Wenn er schließlich in seiner Stadt die ganze Beschreibung der sinnlichen Welt fertig hat, dann legt er sie wohlgeordnet und im Verhältnis abgemessen auf einer Karte nieder und wendet sich ihr zu. Die Boten entläßt er. Er schließt die Tore und wendet sich nun mit seinem inneren Schauen dem Gründer der Welt zu, der nichts von alledem ist, was er über die Boten verstanden und festgehalten hat, sondern der der Künstler und der Grund aller dieser Dinge ist. Von ihm denkt er, daß er sich zu dem Weltgesamt vorgängig so verhält, wie er selbst als der Kosmograph sich zur Karte verhält. Auf Grund des Verhältnisses der Karte zu der wirklichen Welt erblickt er in sich selbst als dem Kosmograph den Schöpfer der Welt im Gleichnis, da er die Wahrheit im Bild, im Zeichen das Bezeichnete, durch den Geist betrachtet. Bei dieser Betrachtung stellt er fest, daß kein geistloses Tier, wenn es auch eine ähnliche Stadt, Boten und Tore zu besitzen scheint, eine solche Karte herzustellen vermöchte. Und so findet er in sich selbst das erste und nächste Zeichen des Schöpfers, in dem seine Schöpferkraft mehr ah in irgendeinem anderen bekannten Lebewesen widerstrahlt. Das vernunfthafte Zeichen ist nämlich das erste und vollkommenste des All-Gründers, das sinnliche hingegen das letzte. Er zieht sich also, soweit er kann, von allen sinnlichen Zeichen zurück und wendet sich den verstehbaren, einfachen und gestalthaften Zeichen zu.◀▷

  1. ↑ fol.172r