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Werk:Compendium/24

aus AufEinWort, der freien Forschung
(Weitergeleitet von Compendium/24)

▷Et quomodo in illis splendet lux aeterna et inaccessibilis omni acumine mentalis visus, attentissime advertit, ut videat incomprehensibilem aliter quam incomprehensibili essendi modo videri non posse atque ipsum, qui est omni modo comprehensibili incomprehensibilis, omnium, quae sunt, <esse> essendi formam, quae in omnibus, quae sunt, manens incomprehensibilis in intellectualibus signis ut «lux in tenebris lucet»[1], a quibus nequaquam comprehenditur, quasi una facies in diversis politis speculis varie apparens nullo speculo quantumcumque polito inspeculatur, incorporatur seu immateriatur, ut ex ipsa facie et speculo aliquod unum compositum ex utroque fiat, cuius forma sit facies et speculum materia, sed in se manens una varie se ostendit, ut hominis intellectus in suis variis artibus et ex variis artium productis in se unus et invisibilis manens varie se visibiliter manifestat, licet in omnibus illis maneat omni sensui penitus incognitus. Hac speculatione dulcissime pergit contemplator ad sui et omnium causam, principium et finem, ut feliciter concludat.

Und wie in ihnen das ewige und für alle Schärfe geistiger Schau unerreichbare Licht widerstrahlt, darauf wendet er seine ganze Aufmerksamkeit, so daß er sieht, daß der Unbegreifliche anders als in unbegreiflicher Seinsweise nicht gesehen werden kann und daß er, der für jedes Begreifen Unbegreifliche, die Seinsgestalt aller Dinge, die sind, ist, welche in allem, das ist, unbegreiflich bleibt, (und) in vernunfthaften Zeichen wie das Licht in der Finsternis leuchtet. Von dieser wird es keineswegs begriffen; so wie wenn ein Gesicht in verschiedenen geschliffenen Spiegeln verschieden erscheint, jedoch, mag man es auch in einem noch so sehr geschliffenen Spiegel betrachten, inkorporiert oder verstofflicht wird, so daß aus dem Gesicht und dem Spiegel ein aus beiden Zusammengesetztes würde, dessen Form das Gesicht und dessen Materie der Spiegel wäre. In sich verbleibend zeigt sich das eine Licht vielmehr mannigfach so wie die Vernunft des Menschen sich in seinen verschiedenen Künsten und den Produkten dieser verschiedenen Künste zwar sichtbar in verschiedener Weise offenbart, aber unsichtbar in sich selbst bleibt, auch wenn sie in alledem für jeden Sinn vollkommen unbekannt bleibt. Durch diese Betrachtung gelangt der Betrachtende in angenehmster Weise zum Grund, Ursprung und Ziel seiner selbst und aller Dinge, so daß er seinen Weg glücklich beschließt.◀▷

  1. ↑ Ioh. 1,5.