Zum Inhalt springen

Werk:Daseinswort als neue Wortart

aus AufEinWort, der freien Forschung
Dies ist die aktuelle Version dieser Seite, zuletzt bearbeitet am 3. Oktober 2026 um 12:21 Uhr durch Nikolaos (Diskussion | Beiträge).
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)

Über diese Seite Werk

Sprechakttheorie
Überarbeitung Liste Werke von Klaus Feldmann 
Schriftstück
15. Dezember 2021 n. Chr. erst.  
Ausgabe 01
Ausgabe 01
Leserschaft: Niemand
veröffentlicht
ungeprüft
Überarbeiteter Urtext: https://de.wikipedia.org/wiki/Verb Verb (WKP) Stand 17. November 2021

Sprechakttheorie

In gewisser Weise als sprachphilosophischer Wegbereiter der Sprechakttheorie kann Ludwig Wittgenstein betrachtet werden („Worte sind Taten“). In den 1953 postum veröffentlichten Philosophischen Untersuchungen spricht er sich bereits explizit gegen die Theorie aus, dass Wörter generell nur der Benennung von Dingen dienten:

„Als ob mit dem Akt des Benennens schon das, was wir weiter tun, gegeben wäre. Als ob es nur Eines gäbe, was heißt: 'von den Dingen reden.' Während wir doch das Verschiedenartigste mit unseren Sätzen tun.“ (PU S. 28, § 27) Der These von Sprache als „Benennung“ (und nichts als Benennung) stellt Wittgenstein bereits die Idee entgegen, dass „Sprechen“ auch „Handeln“ ist: „Das Wort ‚Sprachspiel‘ soll hier hervorheben, dass das Sprechen der Sprache ein Teil ist einer Tätigkeit, oder einer Lebensform“ (ebd., S. 26, § 23) Als einige solcher „Sprachspiele“ nennt Wittgenstein z. T. auch später von Austin exemplarisch für Sprechakte verwendete Beispiele, wie Befehlen, Bitten oder Danken.

Das Daseinswort ist eine Wortart, welche sprachwissentschaftlich als Verb bezeichnet wird.

Nun stammt das Wort Verb von der Wortwurzel uig. wera “red, sag, sprech, schwör” + der Wortendung -dʰa "tun", vergleichsweise wie dt. "-en" ab, sodaß Verb selbst wörtlich in Latein "Wort" bedeutet,  lat. verb "Wort", verbum "Wort" + -um Endung bei Begriffbildung, vom lat. Begriff verbum temporale ‚Wort zeitlich, Zeitwort‘ abgeleitet, wobei Verb in Deutsch als Zeitwort oder Tätigkeitswort übersetzt wurde. Das lateinische Einzelwort verbum wurde von Griechisch rhêma übersetzt, das von der Wortherkunft ebenso von uig. wera abstammt, womit ebenfalls "Wort" bedeutet und  allgemein im Griechisch für  "Rede, Wort, Ausspruch" steht, besonders aber auch als griechisches Begriffwort für "Aussage, Aussagesatz" angesehen wird, sodass letztendlich, die Begriffe Wort, Verb, Rhema, Rede, Spruch, Aussage … dieselbe grundlegende Wortbedeutung "Wort" tragen, ein Wort ein Einzelwort bis zu einer ganzen Rede ist und daher als Begriffe sich nicht eignen den Wortbegriff herauszubilden oder diese als Begriffe zu verwenden.

Wenn man sich die Wörter anschaut, die sprachwissenschaftlich als Verben bezeichnet werden, so handelt es sich ausnahmslos um Einzelwörter oder Wortewörter die ausnahmslos ein Dasein benennen, somit das Wort Verb als Begriff ein Daseinswort ist und für eine Aussage mittels Aussagesatz ist ein Daseinswort bedingt, da ohne eines solchen keine Aussage zustande kommt. Schon ein Daseinswort wie bspw. bleiben als Einzelwort in seiner ungebeugten Wortform und seinem Wortlaut "bleib" nach, ist eine gültige Aussage und kürzeste Ausgestalt eines Aussagesatz. Durch den Wechsel von Verb oder Rhema zu Daseinswort wird der Bedeutungskreislauf durchbrochen, dass es sich sprachlich und der Bedeutung nach in allen Fällen um die allgemein übergeordnete Bedeutung Wort handelt, die lediglich mittels anderer Sprachen mit zusätzlicher begrifflicher Bedeutung überladen wurde, während die wörtliche Wortbedeutung Wort verblieb und hiermit die erste Bedingtheit aufgestellt wird, dass mit der Veränderung der Wortbedeutung sich der Wortlaut und die Wortform entsprechend verändern müssen und daher die Begriffe einer Fremdsprache vollständig übernommen und übersetzt und wenn möglich die Worte der eigenen Muttersprache anstelle der Fremdsprache zu verwenden sind, somit verbum temporale richtig mit Zeitwort übersetzt wurde, jedoch nicht Verb oder Verbum als Begriff für eine Wortart hätte verwendet werden dürfen, da schließlich Wort als Grundbegriff aller Wörter, nicht zugleich als Wortart von Wort bestehen kann. Dort wo bislang Verb verwendet wurde und wird, steht fortan in der Sprachkunde der Begriff Daseinswort.

Daseinswörter bezeichnen durch ihre Wortform und die Wortfügung der oder als Satzaussage

  • Sein (Eigenschaft) bspw. glatt, klebrig, wärmend, erschütternd – Seinwörter
  • Tun (Tätigkeit, Handlung) bspw. arbeiten, laufen, weinen, malen – Tunwörter
  • Haben (Daseinzustand) bspw. haben, fehlen, stehen, leben, bleiben, leben, wissen, glauben, müde, aufgeregt, undoder
  • Werden (Geschehen, Vorgang, Wandel, Veränderung) bspw. rinnt, schmilzt, wachsen, fallen – Werdenwörter

die zugleich den vier grundlegenden Daseinzustände entsprechen, somit die Wortform alleinig nicht eine eindeutige Bestimmung ausreicht, ob bspw. und insbesondere ein Seinwort als solches oder als ein Habenwort Verwendung findet, da sie dieselbe Wortform haben können und darüber Hinaus im Deutsch sein, tun, haben und werden zugleich sprachkundlich die Hilfdaseinswörter sind, die sprachwissenschaftlich Hilfsverben genannt werden und dann jeweils mit einem Daseinswort als Wortewort abgewendet werden, wenn ein Daseinswort alleinig das jeweilige Sein, tun, Haben undoder Werden nicht vollständig als Aussage erbringen würde.

Als Hilfsdaseinswort (Hilfsverb,  Auxiliarverb, Auxiliare, Auxiliar, Hilfszeitwort, Hilfswort) wird ein Daseinswort bezeichnet, dessen Werkwirken darin liegt, in Verbindung mit einem Volldaseinswort (Vollverb) bestimmte sprachliche Merkmale auszudrücken, z. B. Zeitwortform (Tempus) oder Werkweisenwortform (Modus), während die Beschreibung der Gesetztheit (Situation) allein vom Volldaseinswort ausgeht. Im Deutschen verbinden sich Hilfs Daseinswort und VollDaseinswort zu einer mehrteiligen Satzaussage (Prädikat).

Die sprachwissenschaftliche Unterteilung in Vorgangsverben, Zustandsverben, wie auch Handlungsverben und Tätigkeitsverben ist unsinnig und irreführend, da ein Zustand immer auf einen Vorgang beruht, eine Tätigkeit immer zugleich eine Handlung ist, zudem werden die Sprachwissenschaften entsprechend ihrer wissenschaftlichen Verfahren eines Tages für jedes einzelne Wort eine besondere Wortklasse und Wortart haben und sich in ihrem so selbsterschaffenen Begriffwörter-Labyrinth verlaufen und es auch keine Vollverben gibt, da es lediglich die Wortform der Gegenwart ist.

Ein Daseinswort in seiner Gegenwartswortform bildet den inhaltlichen Kern eines Satzglied oder einer Satzaussage und wird sprachwissenschaftlich daher zugleich als Inhaltswort bezeichnet und da der Inhalt eines jeden Wort dessen Wortbedeutung ist, gibt es keine Wörter die keine Inhaltswörter sind, da es ansonsten ein Wort ohne eine Wortbedeutung wäre und somit kann diese Klasse fallen gelassen werden und kein Wort ist absolut eindeutig und der Inhalt eines Wortes wird bereits durch seine Wortart und Wortform verdeutlicht.

Da auch Hauptwörter vorrangig ein Sein, Tun, Haben undoder Werden bezeichnen können, wird das Daseinswort auch durch besondere sprachliche Eigenschaften bestimmt. Im Mittelpunkt steht hierbei, dass Daseinswörter als Satzaussage des Satzes dienen können, von dem dann Satzgliedergänzungen abhängen, die die satzbildende Wirkweise Subjekt und Objekt bilden.

Daher wird das Daseinswort typischerweise auch für Satzstellungen (Diathesen) markiert, d. h. für Abwandlungen in der Verwirklichung von Argumenten bzw. Ergänzungen (etwa der Leidewortform). Darüber hinaus tragen Daseinswörter in verschiedenen Sprachen verschiedene weitere grammatische Merkmale, die in einzelsprachlichen Grammatiken ebenfalls zur Bestimmung der Wortart herangezogen werden: Im Deutschen zeigen Daseinswörter eine Übereinstimmung (Kongruenz) in grammatischen Merkmalen mit ihrem Subjekt (sogenannte Personalformen), zusätzlich zeigen sie Formen für Tempus (Zeitstufe) und Modus. Zusammengefasst spricht man hier auch von den Konjugationsformen des Verbs.

In der deutschen Grammatik wird das Verb oft als „konjugierbare Wortart“ bestimmt. In anderen Sprachen können solche verbalen Merkmale aber anders aussehen, z. B. Abwesenheit von Tempusformen, Abwesenheit von Personalformen oder aber Merkmalsübereinstimmung auch mit Objekten etc.

Definition und wichtigste Eigenschaften

In der deutschen Sprachlehre wird das Daseinswort als Verb unzureichend als veränderbare (beugbare) Wortart begrifflich bestimmt, die entweder eine Tätigkeit, einen Vorgang oder einen Zustand bezeichnen würden. In der Schulgrammatik spricht man auch von Tätigkeitswort, Zeitwort oder Tuwort, Tunwort und teilt Verben (unter anderem) in Tätigkeitsverben/Handlungsverben (weinen, malen), Vorgangsverben (wachsen, fallen) und Zustandsverben (stehen, leben, bleiben) ein und läßt bei dieser Begriffbestimmung die Werdenwörter (wachsen, blühen …) aus oder ordnet diese den anderen falsch zu. Diese inhaltliche Bestimmung kann darüber hinausgehend darin kritisiert werden, daß auch Substantive Tätigkeiten, Vorgänge und Zustände bezeichnen bspw. die Zubereitung, das Ereignis, die Ankunft, hiebei offenbar übersehen wird, dass derartige Hauptwörter aus Daseinswörtern heraus gebildet wurden.

Als Unterscheidungsmerkmal wird auch hervorgehoben, dass das sprachwissenschaftliche Verb „die einzige konjugierbare Wortart" sei und dabei ausgelassen wird, dass Jegliche Veränderung der Wortform, die ebenso bei Hauptwörtern möglich ist, grundlegend eine Beugung ist, da eine Beugung eine Angleichung der Wortform ist . Die sprachliche Merkmale, durch die Beugung bestimmt ist, seien hierbei vor allem Zeitwortform (Tempus), Artweisewortform (Modus) und Fürwörter (für Person und Zahlwort), bzw. unbestimmte Wortformen (sowie in manchen Sprachen zusätzlich auch Vollendung oder Unvollendung bspw. eines Vorgang (Aspekt), wobei diese der Zeitwortform zuzuordnen wären.

Sprachwissenschaftliche Verben dienen ihrer Bestimmung nach üblicherweise als das Satzaussage eines Satzes, sowie vom Verb würden dann Ergänzungen wie Subjekt und Objekt abhängen, wo sie doch an sich und lediglich durch die Wortstellung bestimmt werden. Diese Eigenschaft von Verben kann nicht alleinig, wie sprachwissenschaftlich gemeint auf ihre jeweilige Wortbedeutung zurückgeführt werden.

  1. „Peter geht.“
  2. "Maschine geht"
  3. „Die Katze fing die Maus.“
  4. „Die Maus fing die Katze.“

Die Wortbedeutungen sind keineswegs so eindeutig, als daß sie nur eine absolute logische Möglichkeit bieten, soweit man sich die vorangegangenen Satzaussagen bildlich verdeutlicht. Immerhin dient der Zweck einer Satzaussage einen möglichen, tatsächlichen, wirklichen, gegenständlichen zeitlich-räumlich Daseinzustand im Dasein oder des Dasein zu verdeutlichen und zu verbildlichen und dies ist nicht durch Logik, Vorstellungsvermögen und damit Denkweise der Sprachwissenschaftler begrenzt, die offenbar danach streben jedem Wort eine eindeutige einzige Verwendung und Wirkweise zuzuordnen, die bspw. ein Sprachcomputer unmissverständlich berechnen könnte um dessen Verstehen vorzutäuschen, da nur ein Lebewesen über ein Bewusstsein verfügt und Computer über Sensoren lediglich Sinne und Bewusstsein vortäuschen können.

Daseinswörter verdeutlichen als Einzelwort mittels ihrer Wortbeugung undoder  Wortbildungen mittels Nachsilben, Vorsilben anderen Worten zum Wortewort  und nochmals erweiternd durch entsprechende Wortfügungen, bei denen Wortbildungen wieder für die Satzaussage in deren Wortlaut zerlegt und zueinander in Beziehung stehend auf die Weise gestellt werden, so daß sie der räumlich-bildlichen Entsprechung des zu verdeutlichenden Dasein, Vorstellung, Erscheinung, einem Daseinzustand … sich soweit wie möglich annähern, sodaß sie als solche Erkannt und verstanden, begriffen und nachvollzogen werden können und werden.

Zu den Daseinzuständen Sein, Tun, Haben und Werden bestehen zugleich für jeden von ihnen die Beziehungszustände Raum, Zeit, Bewegung und Bindung, sowie die Verhältnißzustände Übereinstimmung, Steigerung, Minderung, Unübereinstimmung und deren Statuszustände, die nicht abgelöst voneinander bestehen, damit zugleich undoder ineinander übergehend von der jeweiligen Betrachtung ausgehend bestimmt werden, somit eine andere Betrachtung deren Bestimmung und Zuordnung wandeln kann.

Raumform, Raumdauer, Raumverhältniß, Raumbeziehung, Raumstatus

Zeitform (sprwsl. Tempus), Zeitdauer, Zeitverhältniß, Zeitbeziehung, Zeitpunkt.

Im Gegensatz zum sprwsl. Tempus, der entsprechend der Lehrmeinung die sprachliche Zeit von der Zeit im physikalischen Sinn vermeintlich über Begrifflichkeiten trennen zu können, Tempus nur eine Namenbezeichnung und damit dem Begriffwort die Wortbedeutung Zeit entzogen wird, ist die Zeitform immer eine Betrachtung, auch in der Physik, da Zeit selbst kein eigenes Dasein hat und daher auch keine Wirkung erleiden und erzeugen kann und somit Zeit selbst kein Werk ist. Zeit ist vollkommen begrifflich und wird sprachlich vergegenständlicht, so daß wir Zeit wie einen Gegenstand in Menge oder Anzahl begrifflich verwenden um uns mittel Zeit zum Raum und Dasein in Beziehung setzen zu können und an sich ist Zeit lediglich eine begriffliche Betrachtung und stellvertretend für Entfernung, Bewegung, Stellung, Beziehung, Verhältniß …

Die Zeitform bezeichnet Zeitdauer, Zeitverhältniß, Zeitbeziehung, Zeitpunkt eines Dasein vom jeweiligen Zeitpunkt der Sprechhandlung aus betrachtet im Zeitverhältniß der Zeitbeziehung Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft undoder Ewigkeit. Erweitert erfolgt dies gemäß Geschehen in zeitlicher Abfolge, Gleichzeitigkeit, in einer Vielfalt räumlich-gegenständliche Begrifflichkeiten zeitlich übertragend verwendend.

Bewegungsform, Bewegungsdauer, Bewegungsverhältniß, Bewegungsbeziehung, Bewegungsstatus

Bindungsform, Bindungsdauer, Bindungsverhältniß, Bindungsbeziehung, Bindungsstatus

Wortregung Rektion: Die Rektion eines Daseinwort beschreibt, wie ein Daseinwort im Satz eingebunden wird. Jedes Daseinwort besitzt ein bestimmtes Muster von Aktanten, die obligatorisch oder fakultativ in einem grammatisch vollständigen Satz mit diesem Verb auftreten. Die Rektion legt dabei fest, welche Aktanten auftreten, welche Rolle sie im Satz einnehmen (etwa Subjekt, direktes Objekt, indirektes Objekt) und in welchem Kasus bzw. welcher Präpositionalphrase sie stehen. Verben mit keinem Aktanten werden auch impersonal genannt, Verben mit einem (Subjekts-)Aktanten intransitiv und solche mit zwei Aktanten (Subjekt und direktes Objekt) transitiv.