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Prädikat

aus AufEinWort, der freien Forschung

prä-dikat lat.-deu. n. ‘ehrenvoller Beiname, Rangbezeichnung’ (17. Jh.),

  • ‘Bewertung (einer Leistung, eines Erzeugnisses), Zensur’ (2. Hälfte 19. Jh.),
  • Substantivierung von entlehntem lat. praedicātum,
    • Part. Perf. Neutr. von lat. praedicāre ‘öffentlich ausrufen, verkündigen, bekanntmachen, laut (aus)sagen, äußern’;
      • vgl. lat. dicāre ‘feierlich verkünden’,
        • Intensivum von lat. dīcere ‘sagen, aussprechen, verkünden’.
  • Prädikat als ‘Satzaussage’ (Ende 18. Jh.) geht zurück auf spätlat. (Boethius) praedicātum ‘das vom Subjekt Ausgesagte’.
  • – prädikativ

Wrtdtng: wrtl.-sgm. "Vorherzeigende, Anzeigende, Bekanntmachende’; ‘Zustand, Status, Rang, Wert, Note, Menge …’ somit Dasein in seinem Zustand bekannt machende;

Prädikat (von lateinisch praedicare ‚zusprechen‘) steht für:

Prädikat

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Satzaussage als Wortlaut, Einzelwort, Wortewort oder Wortfügung, weche bekannt macht, gibt, was mit einem Dasein geschieht, ein Dasein in dessen Dasein und Zustand wandelt oder verändert, bspw. "der Bauer pflügt den Acker ".

Meistens dienen Daseinwörter dazu, das Prädikat des Satzes zu bilden, dies ist jedoch nicht in allen Sprachen zwingend. Der Unterschied zwischen den Begriffen Daseinwort (Verb) und Prädikat liegt also darin, dass Daseinwort eine Wortart bezeichnet, aber Prädikat eine sprachliche Wirkweise (Funktion), die Daseinwörter im Satz haben können.

Sprwsl. bezeichnet man als Prädikat eine Einheit, die aus dem Daseinwort ggf. zusammen mit weiteren Daseinwort im Infinitiv oder anderen Prädikatsergänzungen besteht. Hieraus ergibt sich also eine Einteilung des Satzes, die man am besten in Nebensätzen sieht, weil dort typischerweise alle Prädikatsbestandteile am Satzende beieinander stehen:

… … Adverbial Subjekt Objekt Prädikat


…weil gestern niemand den Hund spazieren geführt hat

 ‘ehrenvoller Beiname, Rangbezeichnung’ (17. Jh.), ‘Bewertung (einer Leistung, eines Erzeugnisses), Zensur’ (2. Hälfte 19. Jh.), Hptwbg. Lnw. lat. praedicātum, von lat. praedicāre ‘öffentlich ausrufen, verkündigen, bekanntmachen, laut aussagen, sagen, äußern’; vgl. lat. dicāre ‘feierlich verkünden’, Verstärkung von lat. dīcere ‘sagen, aussprechen, verkünden’ + prae- "vorher, vorne“.

uig. *dḗyḱst, uig. *déyḱti „zeigen, hervorheben, verdeutlichen“, uital. *deikō, verwandt mit und gleichbedeutend zu sanskr. diśáti, uger. *taikijaną, aengl. tǣċan (engl. teach), agr. deíknumi, osk. deíkum, uger. *taikną ‘Zeichen’(ahd. zeihhan), uger. *taikijaną (ahd. zeigōn ‘zeigen’), lat. dicāre von lat. dīcō,

Prädikat als ‘Satzaussage’ (Ende 18. Jh.) geht zurück auf spätlat. (Boethius) praedicātum ‘das vom Subjekt Ausgesagte’. Wenn ich sage "Ich bin ein Mensch", schreibe ich mir das Prädikat "Mensch" zu. Im Beispiel "Mein Bruder hat eine neue Freundin." ist "hat" das Prädikat. ("Mein Bruder" = Subjekt, "eine neue Freundin" = Objekt).

[1] bezüglich der Qualität: Bewertung, Note, Zensur
[2] Rangbezeichnung, Adelstitel (zum Beispiel „ADELE VON ADEL“gegenüber nichtadeligem "Max Mustermann")
[3] Philosophie: Eigenschaft; Kategorie
[4] Logik: Prädikatenlogik: eine Funktion in die Menge der Wahrheitswerte; der Teil einer Aussage, durch den etwas über etwas ausgesagt wird
[5] Linguistik/Sprachwissenschaft: Satzaussage; syntaktische Funktion des verbalen Satzgliedes, das eine Aussage über das Subjekt macht und mit ihm kongruiert