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aus AufEinWort, der freien Forschung
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t

Phö. 22 𐤕 tau; Taw

Ara. 22 ת Taw

Gri. 19 Τ, τ Tau (ταῦ)

Etr.

Lat. 17 T, t

Rune 17 ᛏ teiwaz, tīwaz „Himmels- u. Kriegsgott Tyr“ t

Dt. 17 T, t

  • Ursprung
    • Taw ist ein Konsonant, dessen schriftliche Form ein kreuzartiges Markierungszeichen ist. Im Griechischen wurde daraus der Buchstabe Tau. Lateinische Entsprechung: T.
    • Die Frühform des Buchstabens in der protosinaitischen Schrift ist ein Kreuz. Die Bedeutung dieses Symbols ist unklar, wahrscheinlich war es eine Markierung. Die Phönizier gaben dem Buchstaben den Namen Taw, mit dem Lautwert [t]. Sowohl in der protosinaitischen als auch in der phönizischen Schrift konnte das Taw auch liegend geschrieben werden, in einer Form, die dem X ähnelt.
    • Die Frühform des Buchstabens in der protosinaitischen Schrift ist ein Kreuz. Die Bedeutung dieses Symbols ist unklar, wahrscheinlich war es eine Markierung. Die Phönizier gaben dem Buchstaben den Namen Taw, mit dem Lautwert [t]. Sowohl in der protosinaitischen als auch in der phönizischen Schrift konnte das Taw auch liegend geschrieben werden, in einer Form, die dem X ähnelt.
    • In das griechische Alphabet wurde der Buchstabe als Tau aufgenommen. Die Griechen verwendeten dabei die auf der Spitze stehende Form des Taw. Schon im Frühgriechischen wanderte allerdings der Querbalken bis an die Spitze des Buchstabens.
    • Die Etrusker und nach ihnen die Römer übernahmen den Buchstaben als T. Dabei änderten sie weder Lautwert noch Aussehen.
    • Tiwaz (ᛏ, auch Tyr-Rune) ist die siebzehnte der 24 Runen des älteren germanischen Runenalphabets Futhark und die zwölfte der 16 des jüngeren Futhark. Ihr Lautwert ist T.
      • Die Rune ist dem Himmels- und Kriegsgott Tyr (ahd. Ziu, Zio) zugeordnet.
      • Im altnorwegischen Runengedicht wird der Name im Merkvers anspielend auf die nordische Mythe gedeutet: Týr er æinendr ása – Tyr er ist der einhändige Gott. Nach dem Lied Sigrdrífumál aus der sogenannten älteren Edda, der Lieder-Edda, soll die Tyr-Rune zweimal in das Schwert eingeritzt werden, um den Sieg zu erlangen.
      • In der Salzburg-Wiener Handschrift wird die Rune in einem auf Alcuin als Niederschreiber zurückgeführten gotischen Runenalphabet neben einem altenglischen Futhorc als Tys = Ziu bezeichnet.[1]
      • In dem altenglischen Runengedicht aus dem 10/11. Jahrhundert wird die Rune, alteng. Tīw, durch nordischen Einfluss als Tīr transliteriert. Aus der poetischen Überschreibung (Interpolation) durch den gelehrten Dichter in der Annahme, dass mit Tīr das Sternbild des Stiers Taurus gemeint sei, gab der Autor der Rune eine Bedeutung als ein Zeichen (Wunderzeichen altengl. tacna) im übertragenen Sinn als ein Stern bei.
  • Verwendung
    • „zur aussprache: d t th sein auch gleich auf der zungen anainander, vertritt ainer den andern, wie dan auch bei den Kriechen gewonlich ist. AVENTIN. 4, 22, 31; das d mit seinem gleichen t dringt die zunge oben an den gumen, rürend die untern zene mit der spitzen, und so man den athem mit gewalt herrausz truckt wirts ein t, so mann aber lind truckt, wirts ein d. P. JORDAN leyenschul (1533) A 7b; das t ist ein harter mitlauter .. wan man ihn ausspricht, so eröfnet man die zähne ein wenig und stöbbelt die zunge wider die unterzähne, und mus ihn gleichsam mit kraft heraus stoszen. ZESEN rosenm.“ – nach dem Grimmschen Wörterbuch
    • The digraph ⟨ti⟩ often corresponds to the sound /ʃ/ (a voiceless palato-alveolar sibilant) word-medially when followed by a vowel, as in nation, ratio, negotiation, and Croatia.
    • The letter ⟨t⟩ corresponds to the affricate /t͡ʃ/ in some words as a result of yod-coalescence (for example, in words ending in "-ture", such as future).
    • A common digraph is ⟨th⟩, which usually represents a dental fricative, but occasionally represents /t/ (as in Thomas and thyme.)
    • In the orthographies of other languages, ⟨t⟩ is often used for /t/, the voiceless dental plosive /t̪/, or similar sounds.
    • Verwendung Tau

t, T

[1] T, der zwanzigste Buchstab des Deutschen Alphabetes und der sechzehnte unter den Mitlautern, welcher mit an die Zähne gelegter Zunge und schnell und stark ausgestoßenem Athem ausgesprochen wird, wodurch er sich von dem d unterscheidet, welches mit einem langsamern und gelindern Drucke der Lunge begleitet wird. Um dieses schnellen und starken Druckes willen, ist dieser Buchstab auch der eigentliche Ausdruck ähnlicher hörbarer Veränderungen in der Natur, daher er denn auch sehr schicklich ist, ein Zeichen der Intension abzugeben, besonders in solchen Fällen, wo der ursprüngliche Laut durch ein d oder s ausgedruckt wird. Daher ist das tz, wo es vorkommt, gemeiniglich ein im hohen Grade verstärktes s, ob es gleich auch in manchen Fällen ein durch den härtesten Zischlaut verstärktes d und t ist.

Da sich die Ober- und Niederdeutschen Mundarten, besonders durch das Harte und Weiche in der Aussprache unterscheiden, so wird dieser Unterschied vorzüglich in den Fällen sichtbar, wo ein und eben derselbe ursprüngliche Laut nach verschiedenen merklichen Stufen der Härte oder Gelindigkeit gesprochen und geschrieben werden kann. Daher hat die weichere und sanftere Niederdeutsche Mundart in den meisten Fällen ein d, wo in der rauhern und härtern, zu lauter Intensionen und harten Nachdrücken geneigten Oberdeutschen das t herrschet. Die Niedersächsischen dadeklik, Dag, Danz, Dapper, daven, Deeg, Dook, delgen, Dütsch, u.s.f. lauten im Hoch- und Oberdeutschen thätlich, Tag, Tanz, tapfer, toben, Teig, Tuch, tilgen, Teutsch. Die Hochdeutsche Mundart, welche in vielen Fällen das Mittel zwischen beyden hält, folgt zwar hier größten Theils der Oberdeutschen, behält aber doch in manchen Fällen das Niederdeutsche d; z.B. Dacht oder Docht, Deich, ein Damm, dichten u.s.f. welche im Oberdeutschen Tocht, Teich, tichten lauten. In vielen Fällen scheinet das so zweydeutige th, seiner ursprünglichen Bestimmung nach, ein Mittellaut zwischen dem weichen Niederdeutschen d und harten Oberdeutschen t zu seyn, wovon an seinem Orte besonders.

Von dem Übergange des t in s ist bey S. 3 (1) schon etwas gesagt worden. Ein mehreres würde hier zu weit führen.

Die diesem Buchstaben eigene Härte ist oft ein bequemes Mittel in der Zusammensetzung und Ableitung der Wörter, die unangenehme Weiche zusammen treffender flüssiger Mitlauter zu vermeiden; welches besonders alsdann statt findet, wenn von einem Infinitiv oder einem andern Worte auf -en, ein Wort auf lich und niß gebildet werden soll, wo um des Wohllautes willen gerne ein t eingeschaltet wird; Kenntniß, Erkenntniß, Bekenntniß, kenntlich, eigentlich, wesentlich, öffentlich, nahmentlich, geflissentlich, ordentlich, gelegentlich, wissentlich, wöchentlich, stehentlich, freventlich, hoffentlich u.s.f. wofür man ehedem nur sagte Kennniß, öffentlich, eigentlich u.s.f In manchen Fällen geschiehet dieses auch vor einem Hauch- und Blaselaute; allenthalben, dessentwegen, kenntbar, meinetwegen, deinethalben, um seinet willen u.s.f. In einigen Oberdeutschen Gegenden gehet man noch weiter und schreibt und spricht daselbst zwüschent, nebent, dieselbten, u.s.f. für dieselben, zwischen, neben. Eben so gebraucht man diesen Buchstaben im Französischen in manchen Fällen den Hiatum zu vermeiden; fera-t-il? für fera il? S. auch Antlitz und Ent-


Von dem th siehe an seinem Orte besonders.

Quelle:
Adelung, Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart, Band 4. Leipzig 1801, S. 511-512.
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