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-ismus

aus AufEinWort, der freien Forschung
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von agrie. -ismós | -ízō (lat. -is, dt. -isch) + -mós (lat. -mus, ) |

gemäß der Verwendung sinngemäß "ist ein Muß"; oft wie in dt. "-erung" (-er + -ung) oder "-tum"; vergleichsweise Platonismus entspricht "Platonerung", "Platontum", französich eingedeutscht "Platonisierung"

Kennzeichnet eine religiöse, geistige, mentale, gedankliche Haltung oder Richtung; ein -ismus ist immer ein sich auf Glauben stützende Haltung;

fallweise engl. -ism bzw. frz. -isme Endung über das nlat. -ismus und dies gleichbedeutend aus dem agrie. Endung -ισμός -ismos

Letztendlich entweder von agrie. -ισμός (-ismós), Wortendung für begriffliche Dingwörter von Handlung, Zustand, Status, Lehre aus dem Wortstamm der Tuzeitwörter in -ίζειν (-ízein) (daher engl. -ize, frz., dt. -ier) bildet; oder von verwandter Wortendung agrie. -ισμα (-isma), das genauer eine abgeschlossene Handlung oder getane Sache ausdrückte.

Case Singular Plural
Nominative -ismus -ismī
Genitive -ismī -ismōrum
Dative -ismō -ismīs
Accusative -ismum -ismōs
Ablative -ismō -ismīs
Vocative -isme -ismī

Viele Dingwörter enden auf -ismus, sind dann oft Entlehnungen griechischer Dingwörter auf -ισμός (-ismós) endend, oft über Latein und Französisch, wie z. B. Judaismus, eine erlernte Wortformung aus dem Lateinischen, die ab ca. 1500 und letztendlich aus dem Altgriechischen Ἰουδαϊσμός (Ioudaïsmós). Im Spätlatein wurde -ismus zur gewöhnlichen Wortendung für Namen von Religionen und kirchlichen oder philosophischen Systemen oder Denkschulen, so lat. chrīstiānismus (daher 16. Jh. Christentum) in Tertullian, ein Trend, der sich im mittelalterlichen Latein fortsetzte, z. B. Pāgānismus, bezeugt durch das 8. Jahrhundert. Ab dem 16. Jahrhundert wurden solche Formationen sehr verbreitet, bis zum frühen 18. Jahrhundert beschränkten sie sich meist auf Wurzelwörter griechischen oder lateinischen Ursprungs (Heroismus, Patriotismus) oder Eigennamen (Calvinismus, Lutheranismus).

-ismus und -istik als Suffix

"Die beiden aus dem Griechischen stammenden Endungen -ismus (aus der Endung der Verben auf -izein gebildet: „auf eine bestimmte Art handeln, vorgehen“, latinisiert zu ursprünglich -ισμός -ismós, substantivisch) und -istik (von -ιστική -istikḗ, adjektivisch) werden oft gleichwertig gebraucht. Doch weisen die Wörter, die auf „-ismus“ enden, mehr auf eine Tendenz, Richtung, auf eine Übersteigerung oder (oft extreme) Geisteshaltung hin, während sich die Wörter auf „-istik“ mehr auf die Erscheinung, die Äußerungsform oder ein erlernbares Fach beziehen." (WKPD)