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Rechen

aus AufEinWort, der freien Forschung
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Rechen m. ‘Gerät um etw. aufrichten, sich aufrichten, sich recken’

  • Wortformen
  • stehen
  • Die Substantive
    • sind Bildungen zu dem heute veralteten starken Verb
      • ahdt. rehhan ‘zusammenscharren’ der mit Asche überdeckten Glut (11. Jh.),
      • mhdt. rechen ‘Feuer rechen, zusammenkratzen, raffen, scharren, häufeln’,
      • mndt. mnl. mengl. reken ‘Feuer bzw. Asche rechen’,
      • got. rikan ‘zusammenscharren, anhäufen’;
    • vgl. daneben ablautendes schwach flektierendes
      • mndt. mnl. rāken ‘zusammenscharren, umwühlen, graben’,
      • anord. raka ‘zusammenfegen’,
      • swed. raka ‘scharren, kratzen’.
  • Verwandt sind ager. mit den oben sowie den unter recken (s. d.) genannten Formen
  • Zugrunde liegt
    • die unter recht (s. d.) angeführte Esw./Wurzel
      • uig. *reg̑- ‘gerade, geraderichten, lenken, recken, strecken, aufrichten’.
  • Auszugehen ist
    • für die ger. verbale Wortgruppe von ‘etw. aufrichten, sich aufrichten, sich recken’,
      • dann ‘die Hand ausstrecken, sich nach etw. recken’,
        • vgl. Seebold 373, der auch annimmt,
          • daß die Bedeutung des starken Verbs ‘die Glut mit Asche bedecken, um sie zu bewahren’
          • und ‘die Glut von der Asche wegrechen, um das Feuer aufflammen zu lassen’
          • unter dem Einfluß eines abgeleiteten Substantivs (also wohl Rechen und seiner Entsprechungen, s. oben) entstanden sei.