Bein
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Bein | sl. Vorlage:dt.
- zum Stehen und zur Fortbewegung dienender Körperteil, beinartiger Teil eines Möbels, Gerätes,
- ahd. (9. Jh.), mhd. bein ‘Knochen, Bein’, auch ‘Ober-, Unterschenkel’,
- asächs. mnd. bēn,
- mnl. nl. been,
- afries. bēn,
- aengl.bān,
- engl. bone ‘Knochen, Bein’,
- anord. bein ‘Bein, Knochen, Oberschenkel’.
- Die Etymologie des wger. und ndger. bezeugten Wortes (*baina-) ist dunkel.
- mutmaßlich uwger. *bain,
- von uger. *bainą.
- von uger. *bainaz „gerade“.
- von uig. *bʰeyh₂- „schlagen“.
- von uger. *bainaz „gerade“.
- von uger. *bainą.
- Verwandtschaft mit (nur ndger. bezeugtem) anord. beinnAdj. ‘gerade, richtig, günstig’
- im Hinblick auf gerade Röhrenknochen ist kaum vertretbar
- (vgl. vielmehr anord. leggr ‘Röhrenknochen’, s. Eisbein).
- im Hinblick auf gerade Röhrenknochen ist kaum vertretbar
- Eher darf mit Etym. Wb. Nl. 1, 244 f. Herkunft aus einem uig. —Sbstrtwrt vermutet werden.
- mutmaßlich uwger. *bain,
- Die Grundbedeutung ‘Knochen’,
- die schon in ahd. Zeit auf das Bein sowohl als Ganzes wie auch auf seine beiden Teile, den Ober- und Unterschenkel,
- übertragen wird und die noch häufig bei Luther anzutreffen ist,
- wird allmählich von Knochen und Gebein übernommen,
- bleibt aber in Zusammensetzungen erhalten,
- vor allem in anatomischen Bezeichnungen: Brustbein, Nasenbein, Schienbein, Schlüsselbein, auch Eisbein, Elfenbein,Überbein.
- Sie ist ferner bewahrt in dem Adjektiv beinern und in Wortpaaren durch Mark und Bein ‘durch und durch’, Stein und Bein schwören ‘etw. fest behaupten, leidenschaftlich beteuern’ (s. schwören).