drück
Erscheinungsbild
drück —Nwf. z. druck, Vorlage:ahdt.-dt. 'Druck machen'
Anm. KF: Druck auf ein Dasein ausüben; drucken sei von drücken abgeleitet, eher ist drücken die Steigerungsform zu drucken.
- ‘pressen, belasten, bedrängen’;
- Bis ins 17. Jh. daneben gleichbed. umlautloses obd. drucken.
- uig. *treuk-, *trū̌k-, *ter(ə)-, uig. *ter- ‘reiben, drehend reiben’ (*ter-);
- uger. *þrukkijaną "drücken";
- ahd. thrucken, drucchen ‘pressen, bedrücken, quälen, bedrängen’ (9. Jh.),
- mhd. drücken, drucken, trücken ‘(be)drängen, pressen, auspressen, sich drängen’,
- mnd. drücken,
- mnl. drucken,
- nl. drukken,
- asächs. gebraucht dafür thringan 'dringen'.
- aengl. þryccan ‘zerdrücken, drängen, beleidigen, unterdrücken’,
- swed. trycka ‘drücken, drucken’ sind Intensivbildungen
- (germ. *þrukkjan)
- zu einer Weiterbildung der Verbalwurzel germ. *þrūg-,
- die innerhalb des —Ger. auch in anord. þrūga ‘drohen, unterdrücken, nötigen’
- überliefert ist.
- Mit verwandtem
- lit. trū́kti ‘entzweireißen, zerspringen, bersten’
- stellen sich die ger. Formen zu uig. *treuk-, *trū̌k-,
drücke, drückst, drückt, drückte, drück, gedrückt,
- ↑ „DRÜCKEN“, Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, digitalisierte Fassung im Wörterbuchnetz des Trier Center for Digital Humanities, Version 01/23, <https://www.woerterbuchnetz.de/DWB?lemid=D05101>, abgerufen am 29.01.2024.