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Glaube

aus AufEinWort, der freien Forschung
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glaube, ger.-dt., Wrtdtng: eigtl. Gelaube, von uger. *galaubô. ahdt. gilouba, von ge- + Laube abstammend;

Wrtdtng: ein als absolut richtig erkannter Grundsatz; eine als gültig bestimmte Wahrheit, die keinen Beweis bedarf, zugleich für die es bislang keinen Beweis gibt, jedoch auch noch kein Gegenbeweis erbracht wurde; eine unabgeleiteteAussage, aus der andere Aussagen abgeleitet werden.

  • Glaube m. auch Glauben
    • (seit dem 15. Jh. mit -n aus den flektierten Kasus),
  • ‘Vertrauen, Zuversicht, innere Gewißheit von Gott, religiöse Überzeugung, Bekenntnis’,
    • ahd. gilouba f. und giloubo m. (beide 8. Jh.),
    • mhd. g(e)loube f. m.,
    • asächs. gilōƀo m.,
    • mnd. g(e)lōve m.,
    • mnl. ghelōve m. f. n.,
    • nl. geloof n.,
    • aengl. gelēafa m., ġelīefan  'glauben'
    • engl. belief,
  • Abstraktbildungen zum Verb. glauben.
  • Im Dt. gilt maskulines Genus seit spätmhd. Zeit

¦∅¦ Laut Duden: gefühlsmäßige, nicht von Beweisen, Fakten oder Ähnlichem bestimmte unbedingte Gewissheit, Überzeugung;

¦⊕¦ vertrauen darin, daß Aussagen über einen Zustand, Lehrsatz, Glaubenssatz, ein Dasein, Geschehnis, Ereignis, oder Ähnliches wahr sei, als so seined akzepiert wird und sich daraus Treue zur Aussage undoder Quelle der Aussage in Form von Einstellungen undoder Voreinstellungen herausbilden, die das Denken, Empfinden, Entscheidungen, Handeln und Verhalten ausrichten und beeinflussen.

¦⊕¦ Vermutung, Annahme oder ähnlich für wahr anehmen, da man es sich erwünscht, es einem lieb ist; Glaube wird oft mit Überzeugung, Annahme, Einschätzung, Vermutung, Wissen, Kenntniß verwechselt, gleichgesetzt, oder als Begriff der Einfachheit halber verwendet "Ich glaub es regnet morgen" müsste an sich "ich schätze (vermute, nehme an), daß es morgen regnet"; oft wird Glaube als Begriff infolge einer Deutung von Anzeichen und deren Wahrscheinlichkeit verwendet;

¦∠¦ So wie Religionen vielfältig auf unterschiedliche Glaubenssätze aufbauen, so tun es auch Wissenschaften als deren Nachfolgeorganisationen, die als Gleubensgemeinschaften ihr vermeintliches Wissen auf Axiome aufbauen; lateinisch axiōma von griechisch axíōma, eigentlich = Würdigung; Würde, Ansehen, zu: áxios = würdig, wert; 1. als absolut richtig erkannter Grundsatz; gültige Wahrheit, die keines Beweises bedarf ; 2. nicht abgeleitete Aussage eines Wissenschaftsbereichs, aus der andere Aussagen deduziert werden.

Der Begriff Glaube stammt von Gelaube ab, ge-laube, von der Vorsilbe ge- und dem Wort Laube, welches von Laub (Blätter, Teile vom Baum) abstammtAnm. KF: und könnte daher ursprünglich anhand der Wortbedeutung der Vorsilbe ge- "Gemeinschaft, Gesamtheit, Vervollkommnung unter einer Laube (einem Vordach, Dach, Gemeinschaftsraum)" bedeutet haben.

gläub,Gläub,Glauben,Gelaube,Gelauben